Ich verwende seit 12 Monaten die Mühle und würde sie nicht noch einmal kaufen. Warum? Die Mühle arbeitet nicht konstant, der Mahlgrad variiert, wenn Kaffee regelmäßig recht fein, Stufe 6 bis 8, gemahlen wird. Dabei verwende ich italienische Röstungen von Herstellern wie Gorizia oder Passalacqua und mahle 4-5 Espresso am Tag. Meine Maschine eine Vibiemme Domobar. Zuvor hatte ich eine Scala von Solis und war weitaus zufriedener, wenn auch nur 3 Jahre lang. Dann war das Kegelwerk stumpf. Aber so oft musste ich das Gerät nie reinigen. Im Vergleich ein schlechteres Preis-Leistungs-Verhältnis, auch wenn man mit der Graefmühle etwas feiner mahlen kann. Aber nach kurzer Zeit, wenn mit einem feineren Mahlgrad gearbeitet wird, verklebt der obere Mahlwerkteil. In der Beschreibung selbst wird darauf hingewiesen, bei Gradeinstellungen kleiner als 10 auf den Kaffeebohnenbehälterdeckel zusätzlich zu klopfen bzw. die Mühle mindestens 1x die Woche zu reinigen. Das geht zwar binnen 5 Minuten vonstatten, dieses Problem haben jedoch andere Mühlen nicht in der Weise.
Auch die elektrostatische Aufladung ist bei kleinerer Mahlung in den Auffangbehälter ein Problem, das Pulver haftet verstreut an allen Seiten. Allerdings ist die Verarbeitung und Ausstattung (Schalter Auto/direkt in den Siebträger mahlen, Aluminiumgehäuse) wertiger als bei Solis Scala. Fazit: für Espresso-Liebhaber (Maschinen mit Faema Brühgruppen und Gastro Kaffee abseits des Mainstream) nicht zu empfehlen, lieber 100.-¤ mehr ausgeben und eine günstige Semi-Professionelle Mühle kaufen wie z. B. Rancilio Rocky S/D. Ich begehe den Fehler wenig Geld für eine Mühle auszugeben nicht mehr.