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Keine Sorge: Kanye Wests Graduation ist nicht zum Sozial-Album eines geläuterten Gangsters geraten, der erkannt hat, dass sein Leben bislang ein Irrtum war -"until I saw the light"- und der nun alle obszönen Worte durch "Lord" und "Jesus" ersetzt hat. Vielmehr ist das Album ein reifes Statement voller Selbstbewusstsein und -noch besser- Humor! Das zeigt schon allein die Gestaltung des Covers, auf dem der japanische Pop-Künstler Takashi Murakami Kanye West als Teddybär gezeichnet hat, der sich aus den Tiefen des Ghettos auf einen Campus verirrt, wo ihn Doktoranden am Liebsten sogleich auf den Mond schießen!
Graduation, das sind 13 Songs, die von musikalischen Einfällen nur so strotzen. Eines der Highlights auf dem Album ist "Everything I Am", eine --man glaubt es kaum- Ballade (!), die unter anderem Elemente des Songs "Bring The Noise" von Public Enemy und "If We Can't Be Lovers" von Prince Phillip Mitchell enthält. "Flashing Lights" mit seinen opulenten Streicherarrangements vermag hier ebenso zu faszinieren wie "Homecoming" mit seiner sparsamen Instrumentierung von Drums und Piano, sowie den Vocals von Coldplay-Mitglied Chris Martin. Mit von der Partie sind unter anderem wieder Mos Def und John Legend. Absolut erfreulich: Auf Graduation ist musikalische Vielseitgkeit IN und Motherfucka-Getue absolut OUT. -- Andreas Schultz
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Höhenflug ohne Ermüdungserscheinungen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Graduation (Audio CD)
In einer Zeit, wo Rap-Künstler mehr Geld mit ihren Modelabels und Parfums verdienen als mit ihrer Musik, ist die Ghettoattitüde endgültig hinfällig.Trotzdem halten einige Künstler am Image des verärgerten Bandenjungen mit Drogenvergangenheit fest. Umso frischer wirkt Kanye West; jung, intelligent, gut angezogen erfindet er sich und das Genre auf seinem dritten Album neu wie vorher nur "De La Soul" und übernimmt die Fackel von Missy Elliott, um die es ein wenig ruhig geworden ist. Das neue Album zeigt dieselbe sprühende Kreativität und flirtet erneut mit Pop, R&B und Soul. Auch West hat die Achtziger entdeckt und würzt mit bräsigen VanHalen-Synthiriffs und Handclaps nach. Vor allem zeigt er erneut, dass Rap mehr ist als nur monotoner Sprechgesang über einem gesampelten Drumloop. Er schafft eine faszinierende Vielfalt zwischen atmosphärischem Dreivierteltakt (Drunk And Hot Girls), dem vertrackten "Barry Bond", und glitzerndem Disco-Rap (Stronger, Flashing Lights). Der überdrehte Party-Hiphop des Debüts ist einer atmosphärischen Tiefe gewichen, die dieses Album vermutlich wiederstandsfähiger gegen das Altern macht. Medienwirksam als Wettkampf inszeniert, ist sein neues Album zeitgleich mit dem von 50 Cent erschienen. Während Fiddy mit seiner aggressiven Attitüde wie ein Relikt wirkt, pumpt Kanye West wieder einmal frische Energie in das Genre. Das ist kein Rap mehr für die Straße, aber ganz sicher für die Zukunft. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
hip-pop,
Rezension bezieht sich auf: Graduation (Audio CD)
kanye hat letzten monat sein drittes album "graduation" gedroppt. ich hatte mir das album blauäugig vorbestellt, da ich von seinen ersten beiden werken begeistert war. doch bevor ich das album in händen halten sollte, wurde ich von der kritik an dem album abgeschreckt. kanye rede nur über sich, es sei kein fortschritt bezügl den beats erkennbar...jetzt habe ich das album schon seit ner zeit und habe es mir auch oft durchgehört. ich hab keine lust jetzt eine review zu schreiben und aufzuzählen, was das album NICHT ist. ich werde mich also kurz fassen und auch nicht track für track das album aufsplittern. das album ist, im gegenteil zu allen großen releases 2006 (snoop, jay-z, usw.) ein album mit einem sehr homogenen klang, da nicht für 10 tracks 11 producer am werk waren. deswegen kann man das album beruhigt einlegen und sich zurücklehnen, man muss nicht nach jedem track einen stilbruch erwarten. die lyrics sind kanye typisch sehr ich bezogen, aber das verzeih ich ihm. die productions sind durch die bank durch hochwertig. die samples passen. der sound ist sehr glatt, aber es ist ja kanye. die musikalische untermalung ist vielschichtig, wo manche producer auf minimalismus setzt, zählt kanye auf die wirkung pompöser arrrangements. chaotisch wirkt das nie. und jetzt schreib ich doch ganz kurz was mich stört: wo ist der monumentale sound? wo sind die überlangen tracks? wo sind die skits? wo sind die kurzen knackigen tracks? flow? lyrics? also ist es pop, sehr gut, aber doch ein bisschen belanglos. meine favs sind: homecoming (der beat... der beat!), can't tell me nothing (die hook), drunk and hot girls (mein fav! die atmosphäre, perfekt.) champion (samples = perfekt, beat = perfekt, kanyeezee's rap = passabel, die bridge = geil) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meister seines Fachs,
Von
Rezension bezieht sich auf: Graduation (Audio CD)
Wenn ein Künstler was von innovativer und frischerneuer Musik versteht dann Kanye West. Seine Songs sind immer wieder innovativ und neu, und gleichen so gar nicht dem Mainstream Hip-Hop der sonst so auf dem Markt ist. Das er trotzdem den Nerv der breiten Masse trifft sieht man an seinen gewaltigen Erfolgen, so wird fast jede Singleauskopplung zu einem weltweiten Hit. Auch auf seinem aktuellen, lang erwarteten Werk "Graduation" knüpft er nahtlos an vergangene Erfolge an und liefert ein rundum geniales Album ab. Die Beats springen einem regelrecht ins Ohr und wollen dort gar nicht mehr raus. Songs wie "Stronger", "The Glory" oder die extrem gute Kollaboration "Good Life" zusammen mit T-Pain, stetzen sich in den Köpfen fest. Das Kanye West nicht unbedingt zu den Besten Rappern zählt ist bekannt und auch hörbar, trotzdem gleicht er das gekonnt mit noch nie gehörten Rhytmen und Beatproduktionen aus. Natürlich findet man unter den leider nur 13 Songs auch den ein oder anderen etwas unpassenden Song, der eher zur Verlängerung der Albumlänge auf dem Album gelandet zu sein scheint. So wirken Songs wie "Barry Bonds" mit Lil Wayne oder "Drunk and hot Girls" doch eher zu den lahmen Titeln auf dem Album. Insgesamt ist das aber Kritik auf hohem Niveau und jeder Black Music Liebhaber wird seine wahre Freude an diesem Album haben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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