Das langersehnte neue Album von Anouk hat noch einmal an Härte draufgelegt! Was mit Songs wie „It's So Hard" oder „Nobody's Wife" auf dem Erstling „Together Alone" anfing, wurde auf „Urban Solitude" mit Krachern wie „Don't", „The Dark" oder „U Being U" fortgesetzt. Diese Linie findet ihren (vorläufigen) Höhepunkt in dem Song „Everything", einer der Stärksten der neuen Platte. Hier lassen sich wohl auch einige Inspirationen der Musiker ausmachen; klingt die Gitarrenarbeit und das Drumthema doch genau nach „Chop Suey" von System Of A Down . Schon im Opener „Too Long" (RATM-Sound) spürt man gleich die ungeheure Energie, die von der Spielfreude der Band und natürlich Anouk'
s unverwechselbarer und einfallsreicher (crazy scream!) Stimme ausgeht. Und auch sonst sind die Gitarren richtig schön „Low Down", etwa in „Who Cares"(á la Korn) oder „I Live For You". Zwischendurch findet man tolle balladeske Mid-Tempo Nummern wie „Hail", „Bigger Side" oder „Margarita Chum". Alles in allem eine runde Platte. Jeder, (aber wirklich jeder) Song könnte eine Singleauskopplung sein, alles ist sehr eingängig, ohne platt zu wirken! Sicherlich mit ein Verdienst der großartigen Musiker um Anouk, die es mit klassischer Besetzung (g,b,dr) schaffen, die Musik einfalls - und abwechslungsreich zu gestalten. Und am Ende reihen sich Anouk und Konsorten leise in die Liste der „Göttermusiker" ein, ohne den Tribut zu erhalten, den sie verdient hätten! Please ROCK ON!