Es gibt Sänger, die Ihre Texte heruntersingen, weil sie sie eben auswendig können, und es gibt einige wenige Sänger, denen jedes Wort Inspirationsquelle ist, die jedes Wort, das sie in den Mund nehmen, in diesem Moment auch spüren - und DAS spürt man dann als Zuhörer: GÄNSEHAUT...
Jeff Buckley ist einer dieser wenigen Interpreten, die das gekonnt haben...
Seine Ausnahme-Stimme, die mit enormem Umfang, immensem Facettenreichtum und ergreifender Empfindsamkeit beeindruckt, nimmt einen gefangen, sie berührt - unmittelbar und tief.
Was denkt man sich eigentlich, wenn man (so wie ich) erst posthum auf Jeff Buckley aufmerksam geworden ist, weil man seine Version von Halleluja" zufällig in einem Film (Die fetten Jahre sind vorbei") gehört und daraufhin nach ihm gegoogelt hat? Womit wird man konfrontiert?
Mit einem androgynen Schönling? Mit einem rund um ihn und seinen tragisch frühen Tod aufgebau(sch)ten Mythos? Das könnte man meinen... ...bis... ...ja bis man ihn singen hört...
Jeff Buckley und seine Kunst ziehen einen sofort in ihren Bann - und irgendwie drängt sich die Frage auf, wie man, während aus allen Lautsprechern der Grunge tönte, diesen genialen Künstler und Grace" versäumen konnte...
Faszinierende und bewegende Musik!