Wer (wie der obige Schreiber in der Intro) seinerzeit dieses Album total verrissen hat, hat Jeff Buckley und die Musik der 90er nicht verstanden. Heute gilt dieses Album als eines der stilprägendsten und einflussreichsten Alben der 90er. Ein Beispiel: Ein männlicher Falsett-Gesang gehört heute bei vielen Musikern zum Standard (Rufus Wainwright, Tom Yorke, Chris Martin ...). Buckley hat es außerdem verstanden, Songs von so großen Künstlern wie Nina Simone oder Leonard Cohen seinen eigenen Stempel aufzudrücken, so dass diese sich problemlos neben einem selbst verfassten Eternal Life hören lassen können und nicht fremd wirken. Schlussendlich sind es die Eigenkompositionen wie Lover, you should've come over, Forget her (auf der Legacy Edition), Last Goodbye (von wegen überproduziert), Grace oder Mojo Pin, die so erst einmal geschrieben werden wollen. Grace war ein grandioses Major-Debut, und allein die Vorstellung, Buckley hätte noch etwas mehr Zeit auf der Erde gehabt, er hätte uns bestimmt noch viele weitere und wahrscheinlich noch großartigere Songs geschenkt.
Also lieber Kritiker der Intro und alle anderen, die Grace damals verrissen haben, seht ein, dass ihr bei diesem Album total daneben gelegen und subjektiven Geschmack mit objektiver Beurteilung verwechselt habt.