Eine aktion- und temporeiche, blutige Geschichte einer Rache. Dank der Erklärungen und Querverweise über Geschehnisse, die wahrscheinlich im ersten Flint-Buch erzählt wurden, erfahren wir, die nur dieses zweite Buch gelesen haben, warum Grace Flint so verdammt gut aussieht und dazu noch eine ausgezeichnete Polizistin/Dedektivin/Spionin/Tochter - Ehefrau vielleicht weniger - ist. So gewinnt sie als einzige in der Geschichte an Persönlichkeit und Profil, die restlichen Figuren kreisen im Halbschatten um diese Lichtgestalt und bleiben eher farblos, da zuwenig Zeit bleibt oder zu wenig Licht auf sie fällt.
Wie in einer guten Spionagegeschichte pendeln wir zwischen Neuer und Alter Welt hin und her. Die Spannung auch. Eigentlich weiß man schon längst, was als nächstes kommt. Und doch ist man neugierig und will wissen, ob man recht hatte mit seinen Prophezeiungen. Meistens schon. Auch wenn man am Ende doch nicht sicher ist, ob jetzt alle die Rechnung bezahlt haben, geht es weiter - im nächsten Buch? - und warum noch in diesem Buch ein Epilögchen angehängt wurde?