Madeleine und Michael Matheson erwarten ihr Wunschkind. Madeleine, die streng vegan lebt, entscheidet sich gegen den Willen ihrer Schwiegermutter gegen eine Geburt im Krankenhaus und will ihre Tochter in einem Geburtshaus bei einer alten Bekannten gebären. Michael unterstützt seine Frau, doch eines Tages haben die beiden einen Unfall und Michael stirbt. Auch Töchterchen Grace überlebt den Unfall im Mutterleib nicht. Madeleine bringt die Kleine tot zur Welt, doch kurz darauf ist Grace putzmunter. Wieder zuhause merkt Madeleine bald, dass ihre Tochter kein normales Kind ist. Sie ist innerlich tot und um am Leben zu bleiben braucht sie Blut - viel Blut...
Ein Thema, das Kontroversen ausgelöst hat, verpackt in einen ruhigen, subtilen Horrorfilm.
Das Thema ist leise und ohne viel Effekte erzählt, mit ruhigen Bildern und Dialogen, aber doch spannend und nicht langweilig.
Es wurde auch ein echtes Baby gefilmt (wirklich sehr süß die Kleine!), wenn auch natürlich bei den entscheidenden Szenen eine Puppe verwendet wurde, aber das trägt natürlich zu mehr Authentizität bei.
Grace geht einen ans Herz, bleibt aber doch irgendwie oberflächlich, da man dem "Mysterium" nicht auf den Grund geht und wir nicht erfahren, warum Grace so ist wie sie ist.
Ihre Mutter scheint aus dem Nichts zu verstehen, was die Kleine braucht, nachdem sie ihr die Brustwarzen blutig gesaugt hat. Man versteht alles nicht wirklich.
Dann wäre da noch die Schwiegermutter, die ihren Sohn bis zum 3ten Lebensjahr gestillt hat und auch jetzt noch übermässig viel Milch zu produzieren scheint (auch da erfährt man nicht, warum) und sich der kleinen Grace bemächtigen will, nachdem sie ihren Sohn verloren hat.
Jordan Ladd spielt die sich abschottende und langsam fertige Mutter sehr überzeugend, ihr Spiel hat mir wirklich gefallen.
Allerdings hätte ich mir gerne mehr Hintergründe von allem gewünscht, die Story ist doch etwas oberflächlich geblieben.
Die Erzählweise und Bildführung hat mich teilweise ein wenig an die französischen Filme wie "In my skin" erinnert, sehr ruhig, ohne viel Musik, aber eindringlich.
Mir hat der Film trotz allem sehr gut gefallen und er wird im Regal bleiben ;)