Ja, die Scheibe ist schön und seit mich die Untoten gepackt haben, kaufe ich jede Scheibe ungehört. Aber, auch wenn die Melodien schön sind, so beginnt sich das Ganze zu wiederholen. Und obwohl die Geschichten die Greta erzählt spannend sind, so sind sie auf der neuen Scheibe das einzig Interessante. Der Sound ist mehr oder weniger nur eine Wiederholung von Bekanntem. Ich vermisse auf der Scheibe extrem die Vielfalt und die Verspieltheit von Gretas Stimme. Früher ging sie von erhaben-edel zu gruslig-kindlich, von hoch zu tief in einem Song. Es hat mich schlicht umgehauen. Auf der neusten Scheibe fehlt dieses Element fast gänzlich. Substanz ist wichtig, aber nach der x-ten Geschichten-CD möchte ich jetzt bitte mal wieder den geilen, tanzbaren, magischen Sound der Untoten haben, der einem diese unerklärliche Gänsehaut gibt. Ich höre Songs wie "Lord of the Flies", "Whitechaple Victims", "Alexanderplatz", "Strange Inside", "Die out by the sea", "Black Bood", "Abdomination", "Kindertotenlied" und "Blood Countess" praktisch täglich. Die Magie der Untoten liegt darin, dass man bei dieser Musik stets das Gefühl hat, sie ist anders, als alles was man kennt und sie lässt sich mit nichts vergleichen. Dies geht nun langsam verloren.
Oh und liebe Greta, lieber David, Ihr müsst unbedingt mal wieder in die Schweiz kommen. 2004 in Winterhur war soooo schön