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Grabstein - Mùbei: Die große chinesische Hungerkatastrophe 1958-1962 [Gebundene Ausgabe]

Jisheng Yang , Hans Peter Hoffmann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

15. Juni 2012
Die erste umfassende Dokumentation einer der schlimmsten Katastrophen der Menschheitsgeschichte ein epochemachendes Monumentalwerk
Mehr als 36 Millionen Menschen fielen ihr zum Opfer, in nahezu jeder Familie gibt es Tote zu beklagen und noch immer darf in China offiziell nicht darüber gesprochen werden: die schreckliche Hungerkatastrophe der Jahre 1958 bis 1962, die Mao und seine Parteikader zu verantworten haben.
Yang Jisheng, dessen eigener Vater verhungerte, hat über zwei Jahrzehnte lang Interviews mit Zeugen geführt und eine unglaubliche Fülle an bislang unzugänglichen Informationen zusammengetragen. Minutiös dokumentiert er so, in welch unheilvolles Desaster Maos "Großer Sprung nach vorn" führte. Ein aufsehenerregendes Buch, das bereits jetzt in einem Atemzug mit Solschenizyns Werken genannt wird.

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Über den Autor

Yang Jisheng, geboren 1940, studierte an der Tsinghua Universität in Beijing und trat 1964 der Kommunistischen Partei bei. Seit seinem Hochschulabschluss 1966 arbeitete er als Journalist für die Xinhua News Agency, der offiziellen Presseagentur der chinesischen Regierung, wodurch er Zugang zu Statistiken und Dokumenten der Partei hatte wie bislang niemand. Seit den frühen 90er Jahren führte er über ein Jahrzehnt lang Interviews mit zahlreichen Zeitzeugen, um sie – verbunden mit einer beispiellosen Fülle an Daten – zu seiner Dokumentation der großen Hungerkatastrophe zusammenzufügen.

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
4.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Den Grabstein den der chinesische Autor Yang Jisheng hier aufstellt ist gleich in mehrfacher Hinsicht zu sehen. Der Vater des Autors selbst ist bei der großen Hungerkatastrophe 1958 - 1962 in China verhungert. Der Autor geht von der familiären Tragödie aus und beschreibt dann wie die sozialistische Volksrepublik mit der Tragödie umgeht.

An dieser Stelle wird der grundlegende Unterschied sichtbar der zwischen sozialistischer Gesellschaft und westlichen Demokratien besteht. Im Westen wird in aller Öffentlichkeit nach Ursachen und Schuldigen für alles mögliche gesucht, im Sozialismus jedoch gibt es nur positive Meldungen in den Nachrichtensendungen. Und der Sozialismus hat auch Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass über negative Nachrichten im eigenen Land so gut wie nicht gesprochen wird.

Selbst habe ich 30 Jahre meines Lebens im real existierenden Sozialismus verbracht, habe sozusagen Vor - und Nachteile mit der Muttermilch in mich eingesaugt, für einen Menschen der immer innerhalb westlicher Demokratien gelebt hat, mag dieses Buch schwerer verständlich sein. In diesem Buch macht der Autor sehr deutlich wie menschenverachtend der real existierende Sozialismus ist und wie unmöglich es für ihn ist selbstkritisch in die eigene Geschichte zurückzublicken.

"Wir magern ab zum Skelett, die Kader fressen sich fett."

Der Autor taucht tief ab in die Geschichte Chinas, erklärt die Politik der Zeit vor einem halben Jahrhundert. An Umweltschutz dachte damals niemand und immer wieder wird die politische Komponente der Tragödie deutlich. Yang Jisheng zeigt wie die sozialistische Ideologie und wie geschickte Falschmeldungen damals die Hungerkatastrophe noch verschlimmerte.

Auch die Frage warum bei einer Katastrophe mit 36 Millionen Toten keine Aufstände unter der Bevölkerung entstanden, lässt sich wieder nur politisch beantworten. Sehr genau hat der Autor die vielen Versuche Aufstände zu organisieren dokumentiert, hat aufgelistet wieviele erschossen wurden beim Kampf um Nahrungsmittel. Aber einen wirksamen Volksaufstand zu organisieren schafften die chinesischen Arbeiter und Bauern nicht. Die kommunistische Partei Chinas und das von ihr geschaffene totalitäre System erstickte alle Anzeichen von Aufständen. Es wird wohl nie genau zu ermitteln sein, wieviele Menschen neben der eigentlichen Tragödie von Kadern der Partei noch erschossen wurden.

Den Grabstein, den der Autor hier für seinen verhungerten Vater aufgestellt hat, ist auch einer für die anderen Millionen Opfer. Vielleicht ist es ja auch ein symbolischer Grabstein für die Kommunistische Partei Chinas, denn ihr traut der mutige Genosse Yang Jisheng keine Veränderung in Richtung demokratischer Öffnung zu!

Was real existierender Sozialismus anzurichten vermag hat Jisheng gut recherchiert und mutig analysiert!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die vergessene Hungersnot 12. Juli 2012
Von Falk Müller TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Eines gleich vornweg: das Buch ist keine leichte Lektüre. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. So ist es so faktenreich, dass man manchmal fast den Überblick verliert. Vor allem aber sind einige Darstellungen im Buch so drastisch, dass man manchmal gar nicht weiterlesen kann oder will. Und doch liest man weiter, weil es einen in den Bann zieht.

Es geht um eine Tragödie, die sich zwischen 1958 -62 in China abspielte: dem Hungertod von 36 Mio Menschen - mehr als 450 mal so viel, wie beim Abwurf der Atombombe 1945 in Nagasaki ums Leben kamen. Und doch gab es damals fast niemanden, der klagte und weinte, kaum Mitgefühl, Trauer oder Tränen. Um die Gründe hierfür aufzuspüren, taucht der Autor tief in die chinesische Geschichte ein und entwirft ein vielschichtiges Bild Chinas, der damaligen Diktatur, dem kommunistischen Dogma unter Mao - und vor allem zeigt er, was es in den Köpfen der Menschen anrichtete.

Die Gründe für die Hungerkatastrophe sind vielfältig und reichen über utopische Planziele, die den chinesischen Bauern jede Lebensgrundlage entzogen, über unglaubliche Verschwendungen in den sogenannten Gemeinschaftsküchen, die jedem ein "kommunistisches Essen", also ohne Bezahlung versprachen. Über all dies berichtet der Autor in diesem interessanten Buch.

Und vor allem erzählt er auch von den Tragödien, die die Hungersnot in den Familien anrichtete. So wird z.B. berichtet von einem 14,15 Jahre altem Mädchen, dass ihren 4,5 Jahre alten Bruder umgebracht, gekocht und gegessen hat. Wie kann ein junges Mädchen zu so einem Monster werden? Ihre Eltern waren schon verhungert, nur die beiden Kinder waren übrig geblieben und sich selbst überlassen. Und als das Mädchen den Hunger nicht mehr aushielt, hat sie ihr Brüderchen gegessen.

Es gibt viele solcher Geschichten im Buch, die einfach unfassbar sind, so dass man die Lektüre nicht so schnell vergessen wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende 26. August 2012
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
china ist ein Land der Superlative, das einwohnerreichste Land. der größte staudamm. die längste Mauer und leider auch die größte Hungerkatastrophe
Yang Jisheng ist ein sehr mutiger Mann, da er ein solches Buch schreibt.

Damit die Parteidisziplin eingehaltren wurde, mußten ca. 40 Millionen Chinesen verhungern.
eine gute Bericht über das Buch findet sichin zdf Mediathek unter dem Suchbegrif: die größte hungerkatastrophe der welt.
gute Dokus sind auch auf youTubezu finden:Mao - Der große Diktator Teil 1 bis teil 6
oder bei Amazon die DVDs:Mao - Eine chinesische Geschichte
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