Boris hält schon seit dreißig Jahren an seiner Jugendliebe fest, die ihn damals beim Schulball auf der Tanzfläche stehen ließ: Betty hat mittlerweile einen anderen Mann gefunden, der sich zum Bürgermeister des kleinen walisischen Dorfes Wrottin-Powys gemausert hat. Doch sowohl Betty als auch Boris scheinen mit ihrer Situation nicht zufrieden zu sein: während Betty , ahnungslos von der Beziehung ihres Mannes zu seiner Sekretärin, den Haushalt alleine schmeißt und diese Arbeit von ihrem rüden Trampel von Mann kaum gewürdigt wird, verzweifelt Boris Plott, beruflich dörflicher Bestatter, beinahe an seiner Einsamkeit. Insgeheim hat er das Tanzen noch nicht aufgegeben.
Doch als Bettys Schwiegermutter vor dem Fernseher an einer Schüssel Cornflakes erstickt, nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung. Boris übernimmt die Bestattung. Als Betty ihn eines Abends zwecks Begräbnis aufsucht, findet sie einen begeistert durch die Wohnung tanzenden Mann vor: eine peinliche Situation, die Boris nutzt, um Betty zum Tanzen aufzufordern. Und es kommt, wie es kommen muss: die beiden entdecken ihre angeblich nicht mehr vorhandene Liebe zueinander und beschließen, Wrottin-Powys zu verlassen. Doch Betty ist nicht bereit, ihren Mann einfach so sitzen zu lassen. Also hilft nur eins: Betty muss sterben. Ein angeblich leichter Plan, der die Nerven der beiden jedoch bald auf eine harte Probe stellen wird...
Der typisch schwarze britische Humor kommt bei dieser keineswegs geschmacklosen Komödie nicht zu kurz. Sterbeszenen sind sogar so gestaltet, dass man unwillkürlich lächeln muss, so fallen alte Spaziergänger im Hintergrund einer Szene einfach um oder rasen in den Brunnen. Regisseur Nick Hurran nimmt das Leben in der Dorfgemeinschaft aufs Korn, unterstrichen durch die zwei „Erlebnisbestatter" aus Amerika, klasse gespielt von Horrorfilmstar Christopher Walken und Comedian Lee Evans, die eine tote Oma schon mal als Mister Spock verkleiden und den Sarg unter Raumschiff-Enterprise-Musik an die Decke schweben lassen.
Gekonnt setzt man sich hier auf lustige Weise mit dem Thema Tod auseinander, jedoch ohne unter die Gürtellinie zu gehen oder geschmacklos zu werden. Der Film verzichtet auf große Effekte, sondern setzt auf Warmherzigkeit und Gefühl. Jeder Schauspieler setzt seine Rolle toll um, alleine Alfred Molina einmal tanzen zu sehen und singen zu hören macht den Film schon sehenswert, genauso wie Naomi Watts als sexgeile Sekretärin.
Viel Charme, viel Humor und natürlich Liebe! Einer dieser „Insidertipps", die man eigentlich nicht sofort in die Hand nimmt, wenn man einmal in die Videothek geht.
Die DVD - Featurette gestaltet sich eher spärlich, ist aber nicht minder interessant und bietet interessante Einblicke, wie die Schauspieler ihre eigene Rolle interpretieren.