Ein Killer erschießt einen Biotechnologieprofessor, der mit undurchsichtigen Forschungen befasst war und wird dann selber man glaubt es kaum mit einem Motorradhelm ermordet, dessen Innenseite mit kleinen Spitzen versehen war, bestrichen mit dem Sekret eines Pfeilgiftfrosches, das in Sekunden zum Tode führt. In Guayana geht es dann erst richtig zur Sache, ins Spiel kommt eine bis dato unbekannte Droge, gewonnen aus einem Organismus mit mehr als bizarrem Stoffwechselman verliert am Schluss ein bisschen den Überblick, denn der Roman ist ein Kompositum interessanter wissenschaftlicher Details und den üblichen Tropen-Thrillerzutaten wie Schießereien, Kämpfe im Dschungel und jeder Menge Todesgefahr, der die Hauptfiguren immer mit knapper Not entkommen, die Nebenfiguren dagegen in erheblicher Anzahl nicht.
Die Spannung ist durchgehend gut, die Figuren sind locker und amüsant, und der Schreibstil des Autors ist wirklich interessant. Einige Passagen sind mit viel Wortwitz geschrieben, welche einen zum schmunzeln (ich musste sogar richtig Lachen) anregen. Insbesondere die Gespräche mit seiner Chefin. Aber dennoch handelt es sich hier um einen Thriller mit einem ernsten Thema. Ein paar nette Ideen gibt es auch, z. B. die von einer Droge, die die Abhängigkeit von anderen Drogen aufhebt.
In Frankreich ist schon das zweite Buch des Autors mit dem Ermittler Pierre Sénéchal veröffentlicht worden.