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Katja (Tatjana Trieb) und Johann (Robert Gwisdek) verbindet ihre Liebe zum Wald und seinen Legenden. Sie träumen davon, einmal Archäologen zu werden und der lokalen Sage vom tapferen Ritter Heinrich auf den Grund zu gehen. Doch dann erkrankt Johann an Leukämie, und alle Träume von Liebe und einer gemeinsamen Zukunft beginnen zu zerbrechen. Zudem zerbricht zur selben Zeit noch die Ehe von Katjas Eltern Doris (Martina Gedeck) und Detlef (Ulrich Noethen) an seiner Verschlossenheit und an ihrer Affäre mit Johanns Vater Simon (Heino Ferch).
Alle Figuren in Grüne Wüste werden zwischen tiefer Verzweiflung und einem Vertrauen auf eine glücklichere Zukunft hin- und hergerissen. Dabei gelingt es Tatjana Trieb und Robert Gwisdek genauso wie den erwachsenen und viel erfahreneren Stars Martina Gedeck, Ulrich Noethen und Heino Ferch, diesen Zwiespalt auf höchst eindrucksvolle Art zu verdeutlichen. Ihr Leiden und ihr Hoffen wirkt nie gespielt. Beides besitzt eine Wahrhaftigkeit, die einen regelrecht hineinzieht in dieses sensible Melodram.
Selten hat ein Regisseur im deutschen Kino die Natur, insbesondere den Wald, so lebendig und frei von Klischees in Szene gesetzt wie hier Anno Saul. Der Widerspruch, der in dem Titel Grüne Wüste zu stecken scheint, löst sich auf in den wunderbaren Cinemascope-Bildern des Films. Der Wald ist hier eine bedrohliche Wüste, die den Menschen verschlucken kann, aber er ist auch der grüne Quell des Lebens, in dem Katja die Kraft findet, die sie braucht. So wird der Odenwald beinahe zu einer eigenen Figur in diesem Drama um Liebe und Tod. Die Ambivalenz, mit der sich Saul ihm nähert, spiegelt auch seine Einstellung zum Leben. Trotz aller Schmerzen und Schicksalsschläge, die Katja und die anderen beinahe zerstören, gibt es doch noch Hoffnung. --Sascha Westphal
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Kritiesiert wurde am Film die scheinbare Zusammenhanglosigkeit und Unruhe, die dem Schnitt inne ist - viele Geschichtsfäden werden nicht nahe beleuchtet; liegen brach oder verschmelzen in der Geschichte. Das mag ungewohnt sein, ist aber nur wie das Leben selbst: Unberechenbar, Unruhig und allzuoft Oberflächlich.
Schade ist, dass Anno Saul zu Anfang die Beziehung von Johann und Katja nicht stark genug ausarbeitet; sie wirken oftmals zu weit weg vom Betrachter.
Dieses Gefühl wird durch die distanzierte Kamera von Gero Steffen unterstrichen. Die Bilder sind stark und akzentuiert; ihnen liegt eine wunderschöne Ästhetik zugrunde, doch sie halten Abstand von den Protagonisten. Das kommt im Kino besser als auf DVD o. VIDEO, da man hier in seinem Sichtfeld weitaus beschränkter ist.
Doch der Film von Anno Saul ist trotz dieser Kritikpunkte sehr gut. Die Geschichte erinnert allzuoft an das eigene Leben und die Charaktere (allen voran Tatjana Trieb und Robert Gwisdek) spielen wundervoll überzeugend. Jeder, der gerne in Träumen schwelgt sollte sich diesen Film anschauen.
Der Film berührt, macht nachdenklich, überzeugt und vor allem: unterhält ... in diesem Fall eben mal mit Anspruch.
Regisseur Anno Saul hat einen leisen Film geschaffen, den man dennoch nicht so schnell vergisst.
ich bin selbst in diesem Alter uns verstehe diesen Film sehr gut. Die Handlung könnte so wirklich passiert sein. Sie wird so lebensecht erzählt. Deshalb erhält er von mir 5 von 5 Sternen
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