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Produktinformation
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Plötzlich sind alle Klimaretter! Toralf Staud spießt kurzweilig und ironisch Dutzende Fälle von Grünfärberei auf - und stellt Unternehmen und Lobbyisten ebenso bloß wie Politiker. Schadenfreude ist garantiert! Ökostrom von E.on, umweltfreundlich fliegen mit Lufthansa, Porsche fahren und das Klima schützen - neuerdings versprechen Firmen das Blaue vom Himmel. Mindestens so wichtig wie das Produkt ist dabei das Image des Unternehmens. Wörter wie "verantwortungsbewusst" oder "nachhaltig" gehören heute unbedingt in die Werbung und in einen Geschäftsbericht. Was aber steckt wirklich dahinter? Sind die Produkte ökologisch sinnvoll? Oder handelt es sich um "Greenwashing"? Wo also wird mit geschickter PR der jeweiligen Firma bloß ein grünes Mäntelchen verpasst? Werbeabteilungen und Lobbyisten werden dabei immer geschickter: Kaum jemand wagt es noch, den Klimawandel (und die Schuld des Menschen daran) rundheraus zu leugnen. Kaum jemand traut sich noch, die Notwendigkeit von Klimaschutz anzuzweifeln. Stattdessen werden Informationen verdreht, weggelassen, in irreführende Zusammenhänge gestellt. Man schmückt sich mit Stars, schreibt Preise mit wohlklingenden Namen aus, stellt eigene Aktivitäten groß heraus, seien sie auch noch so klein. All das funktioniert nur, solange niemand nachfragt. Ein genauer Blick und detaillierte Recherche dagegen lassen die mit großem finanziellen und rhetorischen Aufwand produzierten Luftblasen schnell platzen.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Interessantes Thema - leider mit zu vielen Wiederholungen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Grün, grün, grün ist alles, was wir kaufen: Lügen, bis das Image stimmt (Taschenbuch)
Das Thema Grünfärberei (Greenwashing) ist aktueller den je. Beinahe jedes Unternehmen versucht den eigenen Produkten und Dienstleistungen durch umfangreiche Marketingmaßnahmen ein grünes Mäntelchen umzuhängen. Schnelle Autos, Kohle- und Atomstrom, Reisen im neuen Großraumflugzeug - aus Sicht der Industrie alles kein Problem und auf jeden Fall immer mit einem Gewinn für die Umwelt. Ein wie ich finde interessantes Thema.Spannend beginnt auch das Buch mit der Einführung "Wie Grünfärberei funktioniert - und warum sie ein Problem ist". In diesem Kapitel erklärt der Autor die Vorgehensweise der Wirtschaft. Großformatige Anzeigen und geschickt ausgetüftelte Imagekampagnen sollen Verbraucher (des-)informieren. Politiker und unkritische Medien werden durch Pressemitteilungen, Lobbyarbeit, gekaufte wissenschaftliche Studien und ähnliches beeinflusst und im Interesse der Wirtschaft instrumentalisiert. Doch leider hat alles gute auch ein Ende, in diesem Buch nach genau 15 Seiten. Nach der Einführung in das Thema beginnt die Darstellung der zuvor beschriebenen Mechanismen anhand von konkreten Beispielen, nämlich exakt 59 Stück auf 241 Seiten. Diese Beispiele - großteils Werbeanzeigen - sind den Bereichen Autos, Energie, Forschung, Konsum, Medien, Luftfahrt, Ölindustrie und Politik zugeordnet. Die Schwerpunkte liegen dabei eindeutig bei den "üblichen Verdächtigen", der Automobil-, Strom- und Luftfahrtindustrie. Produkte des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Elektronikartikel, ...) dagegen sind deutlich unterrepräsentiert oder finden gar keine Erwähnung. Über alle Bereiche hinweg sind die Beispiele nach Firmenname bzw. Name der Organisation oder des Mediums alphabetisch aufsteigend sortiert. Dadurch soll entweder Objektivität suggeriert (keiner der Greenwashing-Sünder wird benachteiligt) oder der Charakter eines Nachschlagewerks erzeugt werden. Durch die geringe Zahl von Beispielen ist dies jedoch keineswegs möglich, da sicherlich nur wenige Firmen, die im Buch keine Erwähnung gefunden haben, wirklich zu den "Guten" gehören. Leider ist die Sortierung der Beispiele gleichzeitig der größte Schwachpunkt des Buches, da kein Bereich konzentriert "abgearbeitet" wird. Stattdessen ergeben sich häufige Wiederholungen, die beim Lesen zu einigen Ermüdungserscheinungen führen. Die zum großen Teil bereichsspezifischen Greenwashing-Mittel, beispielsweise das Schönrechnen des CO2-Ausstoßes bei Neufahrzeugen, wird mit leichten Variationen insgesamt 9x wiederholt: von Audi (Seiten 31-37) über Bentley (S. 50-53), BMW (S. 65-68), Daimler (S. 103-110), Ford (S. 140-143), Lexus (S. 165-169), Porsche (S. 177-182) und den Verband der Automobilindustrie (S. 255-258) bis zu Volkswagen (S. 259-260). Besser wäre meiner Meinung gewesen, alle genannten Autohersteller in einen Sack zu stecken und einmal richtig drauf zu hauen - schließlich trifft es nie den falschen. Auch ein bereichsübergreifender Vergleich wäre interessant gewesen. Am Beispiel der Automobilindustrie könnten dies einige Diagramme sein, die die tatsächliche Entwicklung des CO2-Ausstoßes der Fahrzeugflotte der kritisierten Hersteller darstellen. Dieselben Diagramme um einige besser agierende Hersteller erweitert, und schon ließe sich das Buch für konkrete Konsumentscheidungen nutzen. Trotz einiger Schwächen bei der Umsetzung ist das Ziel des Buches, die Enttarnung von Täuschern, Lügnern und deren allzu gutgläubigen Opfern, jedoch sinnvoll. Vielleicht schafft es Toralf Staudt in einem neuen Buch den Fokus mehr auf das große Ganze statt einzelner, plakativer Detailbeispiele zu richten. Auch eine bessere Orientierung am täglichen Bedarf und damit dem tatsächlich beeinflussbaren Einkaufsverhalten der Menschen wäre wünschenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
der grünwäscherei die luft rauslassen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Grün, grün, grün ist alles, was wir kaufen: Lügen, bis das Image stimmt (Taschenbuch)
sehr kurzweiliges, gut zu lesendes buch. sehr aufklärend.prinzip ist immer die vorstellung einer werbeanzeige, in der eine firma (oder ein politiker) mit ihren bemühungen um umwelt- und/oder klimaschutz wirbt. das wird dann kontrastiert mit nachprüfbaren fakten. ziemlich ernüchternde sache. wenn es nicht so ein ernstes thema, wäre es geradezu lustig, wie da die luft aus der werbung rausgelassen wird. zeigt sehr eindrucksvoll, dass marketing halt dem verkauf dienen muss, und da kommen umweltschutzargumente gut zur zeit. mit der realität hat das wenig bis nichts zu tun. der aufgeklärte verbraucher darf sich eben nicht vom gewieften marketing leiten lassen bei seinen kaufentscheidungen, sondern muss unabhängige informationsquellen suchen. das zeigt dieses buch auf eindrucksvolle und unterhaltsame art. volle punktzahl! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
enttäuschend...,
Rezension bezieht sich auf: Grün, grün, grün ist alles, was wir kaufen: Lügen, bis das Image stimmt (Taschenbuch)
leider hält das buch nicht ansatzweise, was es verspricht:abgesehen von den häufigen wiederholungen begeht der autor den fehler, teilweise selbst die tatsachen zu verdrehen. z.B. wird der CO2-ausstoß von kernkraftwerken als relativ hoch dargestellt und biogasanlagen als DIE grüne stromerzeugungstechnologie schlechthin gepriesen. bei gründlichen recherchen hätte dem autor auffallen müssen, dass die spezifischen treibhausgasemissionen von biogas-BHKWs tendenziell höher sind, als jene von AKWs (ohne kernenergie verteidigen zu wollen - es gibt genug andere gründe, die für einen ausstieg sprechen). gleichzeitig werden agrotreibstoffe generell negativ dargestellt. dass deren erzeugung in konkurrenz zur nahrungsmittelerzeugung steht, ist zwar richtig, trifft aber auf biogasanlagen ebenso zu, da als rohstoffe in erster linie energiepflanzen verwendet werden, die auf ackerflächen produziert werden. die "tricks" von werbeagenturen, industrie und politik, die der autor "aufdeckt", liegen zum großteil ohnehin auf der hand. dass beispielsweise die behauptung, mit dem bau von kohlekraftwerken würden co2-emissionen vermieden werden, schwachsinn ist, sollte jedem bewusst sein, der der sich auch nur periphär mit dem thema energie beschäftigt. der titel ist irreführend: in dem buch geht es zu 90% um das thema energie (ein gebiet, von dem der autor scheinbar nicht wirklich viel ahnung hat). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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