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Grüße aus dem Schützengraben. Feldpostkarten im Ersten Weltkrieg.
 
 
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Grüße aus dem Schützengraben. Feldpostkarten im Ersten Weltkrieg. [Gebundene Ausgabe]

Thomas Flemming , Ulf Heinrich
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Be bra; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898090558
  • ISBN-13: 978-3898090551
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 17,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 654.097 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Bereits die Wahrnehmung des Ersten Weltkriegs war in hohem Maße durch moderne Medien vermittelt. Dazu gehörten unter anderem Feldpostkarten, die die Soldaten zu Hunderttausenden an ihre Lieben daheim schickten. Auf ihnen werden unterschiedlichste Aspekte dieser Zeit thematisiert. Wir finden stolze Heerführer, Frontalltag, Zerstörungen, Schmähung des Gegners, aber auch kitschige Überhöhung des Todes oder frühe Formen des Pin-Ups, wenn Fräulein Leutnant ihren neckischen Gruß entbietet. All diese Bilder zeigen jedoch eines nicht: das wahre Gesicht des Krieges. Der Postkartensammler Ulf Hartmut Heinrich hat für den vorliegenden Band die ungewöhnlichsten Exemplare aus seinem Archiv ausgewählt. Der Historiker Thomas Flemming beschreibt die Dekade europäischer Geschichte, in der diese Bilder und nicht zuletzt die handschriftlichen Grüße und Mitteilungen der Soldaten entstanden sind. Indem die Scheinwelt der Propaganda immer wieder mit den Fakten konfrontiert wird, ergeben sich ungewöhnlich e Einblicke in die Zeit zwischen 1914 und 1918. Besonderer Blick auf die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Kunst, Kitsch und Propaganda auf bisher unveröffentlichten Ansichtskarten.

Über den Autor

Thomas Flemming, geboren 1957 in Bochum, Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie an der dortigen Ruhruniversität und der FU Berlin. Er ist Publizist und Historiker, Veröffentlichungen insbesondere zur Nachkriegsgeschichte und Geschichte Berlins.Ulf Heinrich, geboren 1939 in Neuruppin. Studium der Geschichte und Germanistik an der FU Berlin. Lehrtätigkeit als Oberstudienrat in Wilhelmshaven und Wolfsburg.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von der hämischen Verunglimpfung des Kriegsgegners bis zur Verehrung der eigenen Helden, von Fräulein-Leutnant-Albernheiten bis zur stumpfen Bunker-Lethargie, von verharmlosender Kameradschafts-Fröhlichkeit bis zum bitteren Frontalltag, vom kraftmeierischen Zerstörungsstolz bis zur Anflehung himmlischer Instanzen reicht das Spektrum, das die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", wie der Historiker Flemming den Krieg bezeichnet, in Form grausig-kitschiger Propaganda-Ansichtskarten darstellt. "Je mehr Memoiren und Bücher man über die Ereignisse vor dem 1. August 1914 liest, desto mehr begreift man, dass kein Politiker zu jener Zeit diesen Krieg wirklich gewollt hat," schrieb der britische Premierminister David Lloyd George 1920. Keiner gewollt? Flemings Ansichtskartenbuch (die Originale stammen aus Ulf Heinrichs Archiv) überzeugt einen vom Gegenteil. Flemming schildert übrigens auch, wie der fürchterliche Krieg, den angeblich keiner wollte und den zu verhindern dennoch niemand anstrebte, zu Ende ging, mit Protesten in der Heimat wie etwa durch den Streik von 180.000 Munitionsarbeitern Ende Januar 1918 in der Reichshauptstadt, die nicht nur mehr Brot und Lohn (Hunger und Entbehrungen hatten in Deutschland ein bis dahin nie gekanntes Ausmaß erreicht), sondern vor allem endlich Frieden forderten - doch der Kaiserliche Feldmarschall Hindenburg und sein General Ludendorff ließen dennoch ihre Soldaten zu weiteren Offensiven und Materialschlachten antreten, die angesichts der alliierten Verstärkung im Westen nicht mehr zu gewinnen waren.
Ich halte Thomas Flemmings und Ulf Heinrichs Buch für einen sehr bemerkenswerten, schlimm-komischen Beitrag zur Dokumentierung der deutschen Geschichte 1914-1918 und würde mich mit den Autoren gern einmal unterhalten, begegnete ich ihnen gelegentlich!
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