Duncan MacElroy, Student der Ingenieurwissenschaft, wird eines Abends auf dem Rückweg vom örtlichen Supermarkt von Außerirdischen überfallen, die entfernt an Neandertaler erinnern. Seine Begleiterin, Jane Dugway, tötet den Angreifer mit einer Strahlenwaffe - und entpuppt sich als Agentin der Zeitwache, einer Organisation der Taladoranischen Konföderation, die anstelle der Raumfahrt die Reisen zwischen parallelen Universen perfektioniert hat. Da Duncan jetzt von Dingen erfahren hat, die er nicht wissen dürfte, wird er vor die Wahl gestellt, alles zu vergessen, oder der Zeitwache beizutreten. Natürlich entscheidet er sich für letzteres. Noch während seiner Ausbildung auf der Akademie erfolgt ein weiterer dreister Überfall aus dem Dalgiri-Imperium. Es sieht so aus, als wüssten die Dalgiri mehr über Duncans Zukunft als er selbst.
Der Anfang liest sich wie eine Mixtur aus einem überdrehten Douglas Adams-Roman und einem kindlich-naiven Jugendbuch. "Größere Unendlichkeit" ist jedoch weder das eine noch das andere. Nach meinem Eindruck wurde hier entweder ein Frühwerk des Autors ausgegraben, oder der Autor selbst hat versucht, eine Jugendsünde auf Vordermann zu bringen. Ab dem Überfall auf die Zeitakademie liest sich das Buch recht flüssig und leidlich spannend. Gegen Ende zu bleibt die Logik ein wenig auf der Strecke, oder vielleicht ist die Schilderung der Zusammenhänge zwischen den Zeitlinien Europo-Amerika, Syllsin und Vecka/Dalgiri-Imperium nur etwas konfus geraten. Es bleiben außerdem zwei lose Fäden: die Konfrontation mit einer mächtigen, bisher unbekannten "Zivilisation X", die vermuten lässt, dass der Roman als Beginn einer Serie konzipiert war. Und es ist unklar, ob es Duncan letztlich gelingt, sich vom scheinbar vorgegebenen Schicksal zu befreien... so ein halb-offenes Ende hat aber durchaus seinen Reiz. Es muss ja nicht immer jedes Detail haarklein aufgeklärt werden.