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Cafe Größenwahn. Es geschah in Berlin ...1912. Kappes zweiter Fall Broschiert – 1. Januar 2007


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Produktinformation

  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: Jaron; Auflage: 3., Aufl. (1. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3897735555
  • ISBN-13: 978-3897735552
  • Größe und/oder Gewicht: 12 x 2 x 18,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 181.057 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Sybil Volks, geboren 1965, lebt in Berlin und arbeitet als freie Redakteurin und Autorin. Sie hat zahlreiche Erzählungen und Gedichte veröffentlicht und erhielt ein Literaturstipendium des Berliner Senats. Ihr historischer Berlin-Krimi 'Café Größenwahn' war nominiert für den Sir-Walter-Scott-Preis sowie den Glauser-Preis 2008 als bestes Krimidebüt.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Sybil Volks, geboren 1965 in Rheine, lebt als freie Lektorin und Autorin in Berlin. Sie veröffentlichte bereits zahlreiche Kurzgeschichten sowie Lyrik in Zeitschriften und Anthologien und erhielt mehrere Preise und Stipendien.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der Geldbote ist gegangen, lebendig, mit seiner Tasche. Nun haben
sie beide drei Tage gewonnen, der Bote Butterweck und er selbst. Eugen
zieht die Vorhänge auf und schaut aus dem Fenster des Hotel Adlon. Warum
hat er ihn bloß nach seinem Namen gefragt? Es tötet sich leichter, wenn der
Mensch namenlos bleibt. Und dann dieser Name! Es scheint schon wieder eine
Farce zu werden, sein Drama. Vielleicht sollte er die Aufführung abblasen.
Noch ist es nicht zu spät.

Von Unruhe ergriffen, verlässt Eugen mittags das Hotel. Im Foyer herrscht
Trubel. La belle Otéro, die weltberühmte Tänzerin, zieht mit ihrem Gefolge
ins Adlon ein, und zu diesem Gefolge gehören neben achtunddreißig Koffern
und ihren Kammerzofen auch ein Papagei, ein Perlhuhn, zwei Möpse und eine
siamesische Tempelkatze. Die Otéro wird das Personal des Adlon in den
kommenden Tagen in Atem halten, denkt Eugen, ebenso gut wie Kaiser oder
Zar, ein mittleres Erdbeben oder eine Revolution. Und das kann ihm nur
recht sein.

Ohne Ziel spaziert Eugen durchs Brandenburger Tor in den Tiergarten. Er
biegt in die Siegesallee ein, die flankiert von zweiunddreißig weißen
Hohenzollern-Standbildern auf die Siegessäule zuläuft. In der
Frühlingssonne sind am Samstag vor Ostern viele Spaziergänger unterwegs,
Familien, Mütter und Ammen mit hochrädrigen Kinderwagen, junge Paare, die
Arm in Arm über die Wege schlendern. Ein Fahrradfahrer kurvt um sie herum
und singt Puppchen, du bist mein Augenstern ...

Frühling ist eine ungeeignete Jahreszeit für einen Mord, geht es Eugen
durch den Kopf. Im November, da kommt es einem fast natürlich vor.
Vielleicht sollte er warten bis zum Herbst, den Sommer mit Maxi genießen.
Und einen anderen Boten wählen. Er ist noch so jung, dieser Emil
Butterweck, kaum älter als er selbst. Lebenslustig ist er und
liebenswürdig. So lustig und liebenswürdig, wie er es nie sein wird.

Am Ostersonntag fällt die Morgensonne im Hotel Adlon auf das bronzene
Bettgestell. Obwohl die Versuchung groß ist, lässt Eugen sich das Frühstück
nicht aufs Zimmer bringen. Die Hotelangestellten sollen ihn so wenig wie
möglich zu Gesicht bekommen. Um so weniger werden sie sich später an ihn
erinnern. Er holt sein Manuskript Geldboten aus dem Koffer, greift nach dem
Füllfederhalter und schreibt: Keine Postanweisung, keine Spur. Keine
Pistole, kein Blut. Dann notiert er: Methoden, lautlos zu töten: ?
Während er grübelnd im Zimmer hin und her geht, erinnert sich Eugen daran,
wie er vor dem ersten Überfall das Fesseln und Knebeln geübt hat. Das Töten
kann man nicht üben. Vielleicht wird es leichter, wenn man es schon einmal
hinter sich gebracht hat. Das erste Mal muss man es einfach tun. Er holt
sich ein Glas Wasser und trinkt einen Schluck. Es tut gut, das eiskalte
Glas in den Händen zu halten. Er hat doch schon zwei Menschen getötet, sagt
er sich, wenn auch unbeabsichtigt. Das hilft ihm jetzt bei seinem Vorhaben,
wenn er daran denkt. Ich bin ein Mörder, schreibt er auf das weiße Blatt.
Es gibt kein Zurück. Dann notiert er unter Methoden, lautlos zu töten:
vergiften. erwürgen. erdrosseln.
Nicht nur möglichst lautlos, auch möglichst schnell muss es gehen. Zweimal
unterstreicht er erdrosseln. Und hat nun auch eine Idee, wie man es üben
kann. In seinem Koffer liegen mehrere Schnüre verschiedener Stärke. Eugen
wählt eine dünne, feste Schnur und knüpft eine Schlinge. Er muss den
speziellen Knoten, der sich mit einem Ruck zuziehen lässt, immer wieder
üben. Als er das Gefühl hat, den Knoten im Schlaf zu beherrschen, stellt er
die Gipsbüste des Kaisers in Reichweite. Es ist eine kleinere Ausgabe der
Büste, die auf dem Hallenkamin im Foyer des Hotels steht: Wilhelm II. nach
Art der römischen Imperatoren. Der Kopf des Gipskaisers ist nur etwas
kleiner als der eines Menschen aus Fleisch und Blut.
Eugen stellt sich etwa drei Meter hinter der Kaiserbüste auf und wirft. Er
postiert den Kopf auf der Blumensäule, der Kommode, probiert in
unterschiedlicher Höhe und aus unterschiedlichen Entfernungen immer wieder
den richtigen Wurf. Eugen übt so lange, bis er vierzig Mal, ohne Ausnahme,
trifft. Liegt die Schlinge dem Kaiser sauber auf den Schultern, zieht er
sie mit einem Ruck zu. Mehrmals poltert die Büste auf den Teppich herab,
doch Wilhelm II. erweist sich als hartnäckig. Nur von Wilhelms berühmtem
Es-ist-erreicht-Schnurrbart bricht auf einer Seite die Spitze ab.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Amazon Kundenrezensionen TOP 1000 REZENSENT am 18. Juni 2007
Format: Broschiert
Die Reihe "Es geschah in Berlin" soll den Leserinnen und Lesern verschiedene Aspekte des Lebens der Menschen in der Hauptstadt im frühen 20. Jahrhundert vorstellen. Dabei sollen - in der Form eines Kettenromans verschiedene Autorinnen und Autoren die Figur des Kriminalwachtmeisters Hermann Kappes anhand von zeitgebundenen Kriminalfällen immer weiter entwickeln. Nachdem Horst Bosetsky dabei den Anfang machte, führt uns Sybil Volks nun in die Künstler- und Theaterszene um das berühmt-berüchtigte Café des Westens ein, wo ein angehender Dramatiker sein Ziel ein Stück auf die Bühne zu bekommen sehr konsequent verfolgt und sich als Kriminller dabei schneller entwickelt als als Dramaturg.

Historisch sehr informativ, mit einer glaubhaften - und glaubhaft eingebundenen - Täterfigur. Gutes Ferienlesefutter, das dazu noch ein wenig Geschichte näherbringt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Captain am 20. Oktober 2009
Format: Broschiert
Eine lange Nachtfahrt von Berlin bis nach Italien war dank Sybil Volks' "Café Größenwahn" überhaupt nicht lang!
Zu Inhalt und historischem Kontext dieses Romans wurde hier bereits alles Wesentliche gesagt. Besonders beeindruckend ist aber außerdem, wie Sybil Volks die Schicksale ihrer Protagonisten sprachlich gestaltet. Wo zeitgenössische Literatur häufig schlecht geschrieben, schlecht übersetzt, thematisch uninteressant oder einfach humorlos ist, zeigt diese Autorin ein überaus feines Gefühl für Sprache, das das Lesen zu einer echten Freude macht! Nicht ein einziges Mal stolpert der Leser über missglückte oder unpassende Formulierungen. Die Erzählerin tritt ganz in den Hintergrund und nimmt gerade durch diese Unaufdringlichkeit den Leser völlig gefangen. Sie verlässt sich mit Recht ganz auf ihr brillantes Sprachgefühl und die Tragfähigkeit ihrer Geschichte.
Gleichzeitig gibt es zahlreiche, erfreuliche inhaltliche Details und Einfälle, deren schönster wohl die Idee ist, die ganze Geschichte im Milieu der Expressionisten anzusiedeln. Was von den Autoren dieser Zeit und ihren Werken vielleicht schon bekannt ist, wird durchs "Café Größenwahn" in überaus hohem Maße mit Leben gefüllt.
Ein Lesegenuss, nicht nur für lange Winterabende.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Barbara am 30. Juni 2007
Format: Broschiert
Dieser Roman ist sehr lesenswert. Die Sprache ist knapp und kühl - passend zu einem Krimi - aber ungeheuer präzise. Vor allem aber ist die Erzählperspektive sehr geschickt gewählt. Man sieht Berlin durch die Augen eines Menschen, der als ahnungsloser junger Provinzler in die Stadt kommt und sie sich nach und nach erobert. Es ist der Blick von jemand, der sein Glück machen, den großen Coup landen will - jemand, der ständig auf Beutezug ist und darum sehr scharf beobachtet. Sein Weg führt in die armseligen Berliner Arbeiterviertel, in gutbürgerliche Kreise, Künstlerkreise, sogar ins hochvornehme Hotel Adlon.

Besonders schön sind natürlich die Szenen im Café Größenwahn, wo Else Lasker-Schüler Hof hällt, Gottfried Benn Gedichte rezitiert, George Grosz im Vorgarten steht und Passanten erschreckt. Auch die Berliner Polizei wird sehr lebendig, wenn auch knapp vorgeführt.

Am meisten hat mich jedoch beeindruckt, wie durch die scheinbar geradlinige Krimihandlung die Stimmung der Zeit transportiert wird. Der Größenwahn ist allgegenwärtig: beim Protagonisten, bei den Erbauern der Titanic, bei den neureich protzigen Adligen und Großbürgern im Adlon. Während man miterlebt, wie die Menschen großsprecherisch die Zukunft planen, weiß man, dass sie geradewegs ins Unglück steuern. Die Titanic wird sinken, der Weltkrieg steht unmittelbar bevor - und auch beim Täter ahnt man von Anfang an, dass es nicht so kommen wird, wie er es erwartet.

Ein großes Kompliment an die Autorin!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Calendula82 am 29. August 2011
Format: Broschiert
Geld bedeutet Freiheit, ein Mittel zum Zweck um die eigenen Träume und Talente zu erfüllen. Mit geerbtem Geld macht sich der junge Protagonist dieses Romans auf den Weg nach Berlin um dort am wahren Leben teilzunehmen und Theaterstücke zu schreiben. Der Leser nimmt an seiner Entwicklung vom unerfahrenen Provinzler bis zum Mörder, der kühl kalkuliert jedoch nicht ohne Zweifel ist, teil. Das Leben des jungen Mannes wird vor allem durch die Personen und Geschehnisse im "Cafe Größenwahn" geprägt.
Sowohl das Cafe wie auch einige Personen sind historisch belegt, die Handlung fiktiv. Teilweise wirken die historischen Geschehnisse etwas steif in die erdachte Handlung eingewoben. Davon abgesehen gelingt es der Autorin aber sehr gut einen Ausschnitt aus dem Leben in Berlin anno 1912 darzustellen der zumindest einen sehr realistischen Eindruck erweckt (das Zeitgefühl eines Jahres fast ein Jahrhundert später wiederzuerwecken birgt schließlich sehr große Schwierigkeiten in sich). Die Charaktere sind einerseits gut dargestellt, wirken aber manchmal etwas flach, was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. Die Autorin trifft ein gutes Mittelmaß in der Beschreibung der Charaktere, man meint sie zu kennen, es fällt aber schwer mit einem von ihnen zu sympathisieren oder ihn zu verabscheuen. Besonders gut ist ihr dieser Balanceakt mit dem Protagonisten Eugen Hofmann gelungen.
Lediglich Kommissar Kappe bleibt etwas außen vor, und wirkt teilweise etwas "hineingepresst" in die Handlung.
Dieser Kriminalroman ist gut und leicht zu lesen, in lebendiger Sprache geschrieben, es wird an keiner Stelle wirklich langatmig oder gar langweilig, allerdings kommt auch wenig nervenaufreibende Spannung auf.
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