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Gräfin Elisa: Eine Lebens- und Liebesgeschichte [Gebundene Ausgabe]

Günter de Bruyn
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

20. September 2012
Gräfin Elisa von Ahlefeldt gehörte neben Rahel Varnhagen und Caroline von Humboldt zu den wenigen Frauen ihrer Epoche, die den Ausbruch in die Selbstbestimmung wagen konnten. Legendär war ihre Zeit an der Seite des berühmten Majors von Lützow zur Zeit der Befreiungskriege. Nach der Scheidung lebte sie unverheiratet mit dem Schriftsteller Karl Immermann zusammen und unterhielt nach dessen Trennung einen der wichtigsten Berliner Salons. Mit großer Zuneigung nähert sich Günter de Bruyn dem Schicksal dieser ungewöhnlichen Frau, und wie in seinen vorangegangenen Büchern verweist die individuelle Biographie immer auch auf das Gesamtbild einer bis heute prägenden Epoche.

Wird oft zusammen gekauft

Gräfin Elisa: Eine Lebens- und Liebesgeschichte + Preußens Luise: Vom Entstehen und Vergehen einer Legende + Die Finckensteins: Eine Familie im Dienste Preußens
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: S. FISCHER; Auflage: 2 (20. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100096436
  • ISBN-13: 978-3100096432
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 67.263 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Günter de Bruyn, 1926 in Berlin geboren, lebt im brandenburgischen Görsdorf als freier Schriftsteller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Böll-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Johann-Heinrich-Merck-Preis. Zu seinen wichtigsten Werken gehören u.a. die beiden kulturgeschichtlichen Essays ›Als Poesie gut‹ und ›Die Zeit der schweren Not‹, die autobiographischen Bände ›Zwischenbilanz‹ und ›Vierzig Jahre‹ sowie die Romane ›Buridans Esel‹ und ›Neue Herrlichkeit‹. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freiheit und Selbstständigkeit 30. Januar 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Gräfin Elisa eine Lebens- und Liebesgeschichte heißt der Titel, aber wer nun glaubt, nur eine gräfliche Liebesgeschichte vor sich zu haben, der irrt sicherlich, denn es ist mehr - viel mehr!
Zunächst handelt es sich um eine Frau, die mit derm Major Lützow während der Zeit der Befreiungskriege verheiratet ist, und schon stecken wir drin, inmitten von Preußen. Was für Gestalten und Orte tauchen auf, aus jener Zeit. Heerführer, Pädgogen, Literaten, Dichter, Denker Philosophen. Es ist nicht möglich alles aufzuzählen. Getragen wird das alles vom Handeln und Leben der Gräfin, die stets für Freiheit und Selbstständigkeit einsteht. Das Buch animiert ungemein, altes Wissen wieder aufzufrischen und alte Bücher wieder auszugraben.
Ca. 160 Seiten umfasst der Band und ist sicherlich kein Buch für mal so nebenbei.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie schade! 5. Februar 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Natürlich kann ich nicht über de Bruyns Lebenserwartung entscheiden, aber bedauern kann ich schon, sagen wie schade es ist, dass aller Voraussicht nach nicht mehr viele neue Werke des Autors über den Ladentisch gehen werden. Gut,.dass man jetzt ein Buch genießen kann, das einen vollkommen überzeugt. Wie souverän hier mit Inhalt und Sprache umgegangen wird, unaufgeregt, nicht besserwisserisch, wo die Quiellenlage nicht viel hergibt, nicht ins Phanatasieren geraten oder scheinlogische Gedankenketten strapazieren, dazu gehört eine Grundhaltung, die bei Autoren selte geworden ist. Was mit Einfachheit zu erreichen ist, hier bekommt man es demonstriert. Das fleißige Studium der Quellen spürt man und bekommt sie nicht aufs Brot geschmiert. Ein Urteil über Bodo Kirchoffs neustes Werk (opus magnum) will ich nicht einmal andeuten Roman ist nicht Sachbuch). Aber, dass man es gerne einmal (oder mehrmals) aus der Hand legt, um sich durch Günter de Bruyn wieder "erden" zu lassen, ist äußerst lohnenswert. Selbstverständlich entfaltet sich die Schreibkunst de Bruyns nicht allein im Kontrast. Wie schade, dass das Vergnügen so verhältnismäßig schnell vorüber geht. Da gibt es niur eins: Noch einmal lesen. Mir war Gräfin Elisa ein unbeschriebes Blatt. Jetzt Gegenstand meines Interesses, dank de Bruyn.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Poesie des Krieges / Prosa der Ehe 13. Dezember 2013
Von o-o
Format:Gebundene Ausgabe
Wie deBruyn bereits einleitend zugibt, ist dies eigentlich ebenso ein Buch über drei Männer, die im Leben der Titelheldin wichtige Rollen spielten. Einfach weil deren Wirken und Wesen historisch wesentlich manifester nachwirkende Spuren hinterlassen hat als Elisa selbst ("... in einer politischen Hoffnungsphase, die wie üblich, ihr Ende in einer Enttäuschung fand").
Und nach Durchlesen des recht schlanken, ansprechend illustrierten Bändchens wird man feststellen, dass darin eine Menge über noch viele weitere Personen und Geschehnisse der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts zu erfahren ist. Für Leser mit Interesse an diesem Zeitabschnitt lauter entzückende Charakterisierungen bekannter sowie eher vergessener Persönlichkeiten.

Dabei bleibt die Hauptperson angesichts dürftiger Selbstzeugnisse eigentümlich schemenhaft. Der Autor bekennt zwar seine reine Liebe und Verehrung für die Gräfin und ihren selbständigen Lebensstil, hält sich ansonsten aber - preußisch-korrekt - mit romanhaften Ausschmückungen à la Sabine Ebert völlig zurück. Das wirkt souverän und unaufgeregt, führt trotzdem zu anhaltendem Lesegenuss von der ersten Seite bis zur letzen, die mit Elises Verfügung für den Todesfall schließt: ihre sterblichen Überreste sollen weder gewaschen noch neu umgekleidet, sondern möglichst unberührt, lediglich eingehüllt wie aufgefunden, bestattet werden. Distanz bis zum letzten Atemzug.
Distanz und unabhängige Lebensführung machen wohl die Leitlinien ihres Lebens aus. Zunächst eine ominöse uneheliche Schwangerschaft als ganz junge Frau.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gräfin Elisa - ihr Leben und ihre Zeit ... 25. November 2012
Von HEIDIZ TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Elisa Davidia Margarethe Gräfin von Ahlefeldt (* 17. November 1788 auf Schloss Trankjör auf der dänischen Insel Langeland; † 20. März 1855 in Berlin) war eine deutsch-dänische Edelfrau und Gattin des preußischen Generalmajors und Helden der Befreiungskriege Adolf von Lützow (1782-1834).

Elisa von Ahlefeldt war das einzige überlebende Kind des Grafen Friedrich von Ahlefeldt-Laurvigen. Sie genoss eine ausgezeichnete Erziehung, hatte aber keine glückliche Kindheit und Jugend. Häusliche Zerwürfnisse, meist hervorgerufen durch Verschwendung und Ausschweifungen des Vaters, trennten die Ehe der Eltern. 1806 wurde sie morganatisch dem dänischen Kronprinzen Christian (später Christian VIII.) angetraut und gebar 1807 eine Tochter. Diese erste gegen den Willen des Vaters geschlossene kurze, glückliche Ehe wurde verschwiegen und das Kind von Dänemark ferngehalten.
Bei einem Badereise nach Bad Nenndorf mit ihrer Mutter begegnete sie dem preußischen Offizier Adolf von Lützow, der sich dort von Verwundungen aus Kämpfen der Freischar Ferdinand von Schills gegen Napoleon kurierte. Sie heiratete ihn am 20. März 1810 nicht ohne den schwer zu überwindenden Widerstand ihres Vaters. Die Ehe war anfangs glücklich, solange die Vaterlandsliebe beide zu gemeinsamer Tätigkeit verband. Als Lützow 1813 sein Freikorps errichtete, hatte Elisa daran entschiedenen Anteil. Sie wirkte begeistert für die Werbung und Ausrüstung der Freiwilligen, nahm in Breslau die Meldungen an und widmete sich später aufopfernd den Verwundeten. Theodor Körner, Friedrich Friesen und Petersdorff, gehörten damals zu ihren treusten Freunden.
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