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Gräfin Cosel: Ein Frauenschicksal am Hofe August des Starken. Historischer Roman
 
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Gräfin Cosel: Ein Frauenschicksal am Hofe August des Starken. Historischer Roman [Taschenbuch]

Józef Ignacy Kraszewski , Hubert Sauer-Zur
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 305 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 12 (1. Dezember 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746613078
  • ISBN-13: 978-3746613079
  • Originaltitel: Hrabina Cosel
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,6 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 169.333 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Józef Ignacy Kraszewski
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Anna Constantia von Brockdorff (1680-1765), als Geliebte August des Starken zur Gräfin Cosel erhoben, war eine der schönsten Frauen ihrer Zeit. Sie entstammte altem Holsteiner Adel, wuchs frei auf, lernte Reiten und Schießen, Konversation und Tanz, bewegte sich stets mit Anmut, sprach voller Witz und mit Schlagfertigkeit. So gewann sie das Herz des sächsischen Kurfürsten, wurde seine heimliche Frau und gebar ihm drei Kinder. Neun Jahre lang war sie die mächtigste Frau Sachsens, danach wurde sie 49 Jahre auf der Festung Stolpen gefangengehalten.&Dieses Buch erzählt ihr anrührendes Schicksal und läßt ein prachtvolles Gemälde der königlichen Residenz in Dresden entstehen.

Über den Autor

Józef Ignacy Kraszewski (1812-1887) wurde in Warschau als ältester Sohn einer wenig begüterten polnischen Adelsfamilie geboren. Er studierte in Wilna Medizin, dann Philosophie und war ein Anhänger der polnischen Unabhängigkeitsbewegung. Nach dem Januaraufstand 1863 entging er nur durch Flucht der Verbannung nach Sibirien. Mehr als 20 Jahre lebt er in Dresden im Exil. 1883 wegen angeblichem Landesverrat in Berlin verhaftet und eingekerkert, wurde er 1885 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Gefängnis entlassen und verbrachte seine letzten Jahre in der Schweiz. Kraszewski hinterließ etwa 240 Romane und Erzählungen. Mit seinen sechs zwischen 1873 und 1875 entstandenen Sachsen-Romanen – »König August der Starke«, »Gräfin Cosel«, »Aus dem Siebenjährigen Krieg«, »Graf Brühl«, »Feldmarschall Flemming« und »Der Gouverneur von Warschau« – schuf er ein umfassendes und farbenprächtiges Zeitgemälde des Königreichs Sachsen und Polen, das von 1697 bis 1763 bestand.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gräfin Cosel 14. Januar 2003
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Gräfin Cosel ist die schöne, intelligente und dabei ehrgeizige Mätresse Augusts des Starken von Sachsen, die sich in ihrer Unbeugsamkeit von allen weiteren Geliebten seines berüchtigten "Harems" unterscheidet und nicht zuletzt dadurch in die Geschichte eingehen wird. Nachdem der König Madame Cosel beinahe
ein Jahrzehnt hindurch in jeder Beziehung Gunst bezeugt und sie mit Geschenken aller Art überhäuft hat, verliert er das Interesse an ihr und vollzieht die Trennung. Da sich "die Cosel" nicht ohne Widerspruch mit ihrem Los zufrieden gibt und dem Willen Augusts nicht beugen möchte, darf sie sich nicht länger als stolze Besitzerin des glanzvollen Taschenbergpalais betrachten, sondern muss sich stattdessen mit ihrer Inhaftierung auf der Festung Stolpen abfinden. Dort hält man sie schließlich jahrzehntelang gefangen. Diese Lebensphase wird die einstige Mätresse des sächsischen Königs jedoch ungebrochen überstehen, denn sie findet, wie man von Kraszewski erfährt, aufgrund ihres hohen Erkenntnisvermögens eine Möglichkeit, zwar physisch eingeengt und immerfort auszubrechen versuchend, sich zumindest geistigen Freiraum zu schaffen. Sie liest viel! Ihre Lieblingslesestoff sind hebräische und orientalische Bücher!
Als August der Starke verstirbt und man daraufhin Madame Cosel die Freiheit wieder zubilligt, sieht sie keine Notwendigkeit mehr Stolpen zu verlassen. Wie bereits angedeutet, liegen ihre Prioritäten jetzt auf geistigem Gebiet; der "Dresdner Hof" hat in ihrem Denken schon lange seine Bedeutung verloren!
Die letzte große Passion der Gräfin ist der jüdische Glaube, dem sie sich in ihren späten Jahren intensiv zuwendet.Im Alter von fast fünfundachtzig Jahren schließt Madame Coseldie Augen für immer, aber bis heute ist sie -nicht nur- bei der Dresdner Bevölkerung unvergessen und dazu leistet KraszewskisRoman ganz gewiß einen nicht unbedeutenden Beitrag!
Der polnische Autor hat dieses Buch vor weit mehr als hundert Jahren geschrieben. Dabei ist es ihm gelungen, ein vielschichtiges Bild von Gräfin Cosel zu zeichnen; das Bild einer Frau, der es an ausdrucksstarker Persönlichkeit nicht gemangelt hat. Kraszewski schafft es zudem, dem Leser einen farbenprächtigen Eindruck vom ziemlich intriganten, korrupten,sächsischen Hofleben, von allerlei politischen Verwicklungen, aber auch von den ehrgeizigen, kulturellen Ambitionen, während der Blütezeit von " Elbflorenz", in diesem und weiteren vier, ebenfalls empfehlenswerten Büchern* zu vermitteln. Dabei vergisst der Autor keineswegs die politischen Bestrebungen der damals Mächtigen kritisch zu beleuchten.

Jedem Besucher Dresdens ist es zu empfehlen, neben einem guten, handlichen Reiseführer, z. B. " Dresden und die Sächsische Schweiz", Dumont Reisetaschenbuch, ISBN 3-7701-5936-5, diese Bücher Kraszewskis zu lesen, um eine schillernde Idee von der Glanzzeit Dresdens im Kopf zu haben und sich, entsprechend inspiriert, auf die Stadt einzulassen. Sofern der potentielle Dresden-Besucher auch etwas über den leidvollen Untergang von"Elbflorenz" erfahren möchte, ist es unabdingbar, sich mit dem Buch von Walter Kempowski " Der rote Hahn" ISBN 3-442-72842-8 zu befassen.

*" König August der Starke", " Feldmarschall Flemming"," Graf Brühl" und " Aus dem Siebenjährigen Krieg", alle im Aufbau Taschenbuchverlag erschienen.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ½ TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Anna Constantia von Brockdorff (* 17. Oktober 1680 auf Gut Depenau, heute Ortsteil von Stolpe (Holstein); gestorben am 31. März 1765 in Stolpen), die spätere Reichsgräfin Cosel ist sicherlich die Bekannteste von all den Mätressen des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August dem Starken. Józef Ignacy Kraszewski beschreibt in der vorliegenden Biografie ihr Leben ab dem Jahre 1705.

Wenn man Kraszewski glaubt, dann lebte sie damals als Anna Hoym auf dem Lande in Laubegast, ohne ihrem Ehemann Adolf Magnus Hoym, welcher eine dem heutigen Finanzminister entsprechende Funktion bekleidete. Nicht einmal ein Boudoir besaß sie in dessen Haus in Dresden. Als Hoym eines Tages vom Wein berauscht vor dem König sein Weib als Göttin preist, wird ihm eine Wette abgepresst und er muss seine Gemahlin anweisen, an den Hof zu kommen. Nun erst trifft August der Starke die Dame ... tatsächlich?

Manfred Schwarz hat am 2.8.2006 in Süddeutschen Zeitung dieses Ereignis als Fantasieprodukt entlarvt: "Aber auch die Anekdote über ihren ersten Auftritt am Dresdner Hof entspricht nicht den Tatsachen, mag sie auch besonders schön sein. Vielleicht findet man sie deswegen bis heute in der Literatur zur Gräfin Cosel, die seit 1873, seitdem sie die Hauptfigur in einem damals populären Roman wurde, immer wieder das Interesse der Geschichtsschreiber und Belletristen anregte. Leider war bisher so recht niemand darunter, der an das Format des Carl Ludwig von Pöllnitz und an das der Cosel herangereicht hätte." Harte Worte, die zwar einer anderen Cosel-Biografie gelten, aber auch auf das vorliegende Werk zutreffen, da Kraszweski, diese Anekdote ebenso erzählt. Auf der Webseite der Burg Stolpen ist Übrigens eine andere Version der ersten Begegnung beschrieben: August der Starke soll am 7. Dezember 1704 bei einem Brand im Hause Hoym auf die Dame aufmerksam geworden sein. Diese Variante findet sich auch in der Cosel-Biografie von Gabriele Hoffmann Constantia von Cosel und August der Starke: Die Geschichte einer Mätresse (Dort auf S. 112f).

Kraszweski übernimmt aber nicht nur Legenden, sondern hat auch gleich noch eine neue Figur in das Geschehen eingebaut: Raimund Zaklika, ein junger Pole adeliger Herkunft, welcher gleich dem König Hufeisen zu verbiegen vermag und bei Hofe geduldet wird. Eben dieser Zaklika begegnet Anna Hoym noch in Laubegast und verliebt sich unsterblich in die Schönheit (S. 25). Später dann wird er der Gräfin Cosel aufrichtig und selbstlos dienen bis hin zum Tode während eines Fluchtversuchs von der Burg Stolpen. Schade nur, dass ich nirgendwo eine Bestätigung für das Leben dieses Raimund Zaklika gefunden habe.

Darüber hinaus hat Kraszweski eine recht eigenwillige Meinung vom Leben der Cosel: Selbstsucht und Intrigen scheinen ihr Leben zu bestimmen. Des Weiteren ist die Dame recht kämpferisch und schreckt auch vor Waffengebrauch nicht zurück! Die Geburt der drei Kinder wird zwar erwähnt, man erfährt jedoch nichts von einem gemeinsamen Leben, wie sie aufwachsen. Selbst als sie in Ungnade gefallen zunächst in Pillnitz gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn lebt, erwähnt Kraszweski diesen nicht, statt dessen immer wieder Zaklika!

Auch vom historischen Kontext erfährt der Leser viel zu wenig. Der Nordische Krieg spielt zwar eine geringfügige Rolle, aber vom Spanischen Erbfolgekrieg erfährt der Leser nur durch einen einzigen Satz, als erwähnt wird, dass August der Starke sich dem Herzog von Marlborough und Prinz Eugen anschloss. Ebenso wenig ist zu den Künstlern am Hof des Herrschers zu hören. Immerhin findet sich aber der Alchimist Böttger in einer Episode wieder. Ihm gelang zwar nicht die Produktion von Gold, statt dessen fand er 1709 den Schlüssel zur Herstellung von Porzellan.

Fazit: Es sollte nicht Aufgabe des Lesers sein, Fehler und Fantasieprodukte in einer Biografie aufzudecken. Wenn ein historischer Roman als Geschichtsquelle irgendeinen Nutzen haben soll, so ist es hilfreich, wenn im Anhang auf Abweichungen zum realen Geschehen hingewiesen wird; entweder durch den Autor selber oder durch einen Historiker, der sich mit der Materie auskennt. Vielleicht hat Kraszweski das Geschehen aber auch absichtlich verfälscht, ähnlich wie Robert Harris in Imperium seine eigene Agenda verfolgt hat. Es stellt sich freilich die Frage nach dem Sinn. Dies ist vom Leser im Hier und Heute ebenfalls kaum zu beantworten. Auch hier wäre eine Analyse durch einen Historiker hilfreich gewesen. Leider hat der Aufbau-Verlag dies versäumt.

Alles in Allem kann ich diese Cosel-Biografie aufgrund der inhaltlichen Mängel leider nicht empfehlen. Für Geschichtlich-Interessierte: Zeitverschwendung! Wer jedoch lediglich leichte Unterhaltung sucht ohne historischen Anspruch, der kann dieses Buch gerne kaufen, denn gut geschrieben und leicht lesbar ist es (deswegen auch zwei Punkte).

Sehr viel besser ist die bereits oben erwähnte Cosel-Biografie von Gabriele Hoffmann. Sie ist fast doppelt so lang, enthält auch Informationen zur Jugend und den Jahren vor der Ehe mit Hoym, sowie eine wesentliche genauere Beschreibung von politischen und geschichtlichen Fakten. Bemerkenswert sind die Quellenbeschreibungen, die Bibliografie und das Stichwortverzeichnis (im Gegensatz zu Kraszweski, bei dem man nichts davon findet!). Hoffmann hat ein fundiertes Werk geschaffen, welches unbedingt lesenswert ist.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von sweethomegheim TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Anna Constantia von Cosel war und ist für mich eine der bemitleidenswertesten Frauen der Geschichte. Ihr Leben und damit verbunden ihre jahrzehntelange Gefangenschaft hat mich schon immer beeindruckt.

Was Herr Kraszewski allerdings niedergeschrieben hat, erinnert mehr an eine Märchenerzählung und leider an keine gute.

Die Kinder-und Jugendzeit der Gräfin von Cosel wird vollkommen weggelassen, obwohl diese Jahre doch sehr entscheidend für ihr späteres Leben waren. Und es dauert wirklich und wahrhaftig hier über einhundert Seiten lang, bis sie den König erhört.

Der Untertitel "Ein Frauenschicksal am Hofe Augusts des Starken" ist ziemlich irreführend, denn es geht hier nie wirklich ganz klar hervor, wessen Schicksal Herr Kraszewski eigentlich beschreibt - das der Anna Constantia oder das Augusts des Starken.
Schwülstige Sätze wie "Sie lachte über sich, aber das Echo aus der Seele antwortete mit Ächzen" sind leider keine Seltenheit.

Es gibt einen sehr auführlichen Schloßführer von Jens Gaitzsch, der mehr Informationen liefert, als dieses Machwerk! Auch Gabriele Hoffmanns "Constantia von Cosel" ist sehr zu empfehlen.
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