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Gounod - Faust [2 DVDs]
 
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Gounod - Faust [2 DVDs]

Antonio Pappano , Angela Gheorghiu    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 25,99 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Antonio Pappano, Angela Gheorghiu, Bryn Terfel
  • Format: Classical, PAL
  • Sprache: Französisch (DTS 5.1), Französisch (PCM Stereo)
  • Untertitel: Französisch, Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: EMI Music Germany GmbH & Co.KG
  • Erscheinungstermin: 24. September 2010
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 180 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003Y58CKI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.857 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Musik"
Orchestra of the Royal Opera House
Conductor: Antonio Pappano
Royal Opera Chorus
Chorus Master: Terry Edwards

"Interpreten"
Marguerite - Angela Gheroghiu
Faust - Roberto Alagna
Méphistophélès - Bryn Terfel
Valentin - Simon Keenlyside
Siébel - Sophie Koch
Marthe - Della Jones
Wagner - Matthew Rose

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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Begegnung mit dem Terfel... 15. November 2010
Format:DVD
Begegnung mit dem Terfel...

Vor einigen Tagen habe ich meinen ersten Faust" gesehen, und ich hatte das große Glück, eine Inszenierung zu erwischen, die in fast jeder Hinsicht herausragend ist. Hier also meine Eindrücek:

Die Handlung wurde in die Zeit um 1914 verlegt, also in die Zeit zu Beginn des ersten Weltkriegs, als Tod und Teufel reiche Ernte einfuhren, und als es, wie im Deutschland Goethes, einer Katastrophe gleichkommen konnte, wenn ein braves Bürgerstöchterlein unehelich schwanger wurde.
Nach der Ouvertüre befinden wir uns (ausgerechnet) in einer Kirche,
in der Faust seinen Lebensüberdruß besingt, sich von Gott abwendet weil der ihm die ersehnte Jugend nicht wiedergibt, und den Teufel um Hilfe anruft.

Es gehört schon eine gehörige Portion Mut und Frechheit dazu, heutzutage einen Opern-Mephisto wirklich und wahrhaftig mit Rauch, Feuer und Theaterdonner aus der Tiefe an die Oberfläche steigen zu lassen, und ihn noch dazu mit Federhut, Umhang, Degen und bleichem Gesicht auzustatten.
Das kann ganz schnell in die Parodie abgleiten und funktioniert nur, wenn man einen Teufel zu Verfügung hat, der die Szene mit der nötigen Ironie spielen kann.
Ich muß wohl nicht erwähnen, daß Terfel die Prüfüng glänzend besteht:
ein Teufel, der sich mit dem Taschentuch den Rauch aus dem gelangweilten Gesicht fächelt,
und es eigentlich jetzt schon satt hat, den immer gleichen Idioten die immer gleichen Wünsche zu erfüllen:
Ruhm, Geld, Macht oder, wie in diesem Fall, Jugend und Frauen.
Einer der wenigen Momente, in denen so etwas wie Humor aufblitzt, denn hier ist Terfel böse.
Nicht Don-Giovanni-böse, nicht Scarpia-böse, sondern wirklich RICHTIG böse.
So abgrundtief böse, daß ein bestimmter Regieeinfall im Walpurgisnacht-Bild,
der ganz fürchterlich hätte schief gehen und lächerlich wirken können, überhaupt erst möglich war. Ich verrate ihn hier nicht, aber was bei JEDEM anderen
Kollegen albern gewesen wäre, wirkt bei ihm erschreckend und kein einziger im Publikum hat sich getraut zu lachen.
Ich glaube, wir hatten alle Angst, daß wir geradewegs zu Hölle fahren, wenn wir auch nur grinsen.
Selbst Jahre später vor dem Fernseher...
Bryn Terfel ist ein Operngott, und er steckt alle Kollegen die jünger, schlanker und schöner sind als er
spielend in die Tasche. Der Satz "Tausend Künste kennt der Teufel, aber singen kann er nicht..."
trifft hier nicht zu. Dieser Teufel kann. Und wie.
Wo war ich?
Ja: Idioten die sich idiotische Dinge wünschen. Roberto Alagna verkörpert ihn perfekt.
Ich bin kein großer Fan von ihm, selbst in seinen besten Zeiten habe ich seine Stimme nie übermäßig gemocht, da mir sein Timbre einfach nicht gefällt, und die besten Zeiten liegen ja nun leider
auch schon eine Weile zurück. Aber hier schlägt er sich mehr als achtbar.
Er singt und spielt wirklich gut, auch wenn ich "Salut demeure..." schon sehnsuchtsvoller und musikalischer gehört habe, und er mir manchmal ein bißchen zu deutlich zeigt wie toll es mit den Spitzentönen gerade funktioniert, aber sei's drum.
Dieser Faust glaubt fast bis zum Schluß wirklich und wahrhaftig, daß Mephisto in seinen Diensten steht, während er (wie alle anderen) schon längst dessen Marionette ist. Ein kleines Kabinettstückchen vollbringt er, als er sich auf offener Bühne vom alten Faust in den jungen verwandelt,
und unmittelbar danach ein Rad schlägt. Dagegen sind Rolandos Villazóns Nemorino-Äpfel gar nix...
Also: dafür daß ich ihn nicht wirklich mag, hat er mir richtig gut gefallen!

Wirklich hingerissen bin ich dagegen von Angela Gheorghiu als Marguerite (Gretchen).
Optisch wirkt sie, vor allem in den strengen Kostümen der vorletzten Jahrhundertwende,
schon ein bißchen zu alt für die Rolle, singt und spielt aber darüber hinweg.
Im späteren Verlauf, mit offenem ( dann geschorenem) Haar und dem Wahnsinn nahe
wirkt sie auch optisch sehr jung und verletzlich.
Sie und Terfel haben einen besonders starken Moment in der Szene
in der Gretchen in der Kirche beten will und Mephisto als ihr Versucher auftritt,
sie in den Wahnsinn treiben will und verflucht.
Sein donnernder Bass-Bariton, ihr Sopran dazu der optische Gegensatz zwischen dem
riesenhaften Hünen und der zierlichen Sängerin: das war schon ganz, ganz großes Theater,
und hätte ich es nicht besser gewußt, hätte ich vermutet, daß hier mit Filmtricks gearbeitet wurde.
Glücklich der Regisseur, der solche Künstler zur Verfügung hat.

Mit Simon Keenlyside war ein wahrer Luxus-Valentin am Werk:
ein etwas spröder Soldat, dem die Ehreseiner Schwester
(was immer dieser viel mißbrauchte Begriff auch bedeuten mag) über alles geht,
der sie erbarmungs- und lieblos verflucht, und der dabei so unglaublich gut singt,
daß es mir völlig gleichgültig ist, ob er den französischen Stil trifft.
Als Soldat,der ohne Illusionen in den Krieg zieht, und noch desillusionierter aus selbigem zurückkehrt hat er mir sehr, sehr gut gefallen.
Er und seine Kameraden ziehen in den ersten Weltkrieg, und wenn man sie in ihren Uniformen sieht, kommt man nicht umhin, an die Hölle von Ypern zu denken, der sie anheim fallen werden...

Der einzige Mann in dieser Oper der zu wahrer Liebe fähig ist (denn über Mephistos Liebesfähigkeit müssen wir uns wohl nicht unterhalten, und was Faust für Liebe hält ...nun ja...) ist Siebel, der junge Anbeter Gretchens.
Es singt Sophie Koch, die ich bisher nur in Hosenrollen erlebt habe (Octavian) und die mir wieder sehr gefallen hat. Hier hat Siebel ein steifes Bein und hinkt, was erklärt. warum er nicht in den Krieg zieht.

Die Inszenierung kommt im Großen und Ganzen traditionell daher wenn man mal davon absieht,
daß die Handlung in eine andere Zeit versetzt wurde, ist aber m.E. alles andere als langweilig,
auch wenn es für mich ein paar Ungereimtheiten gibt: so tanzt man den Faust-Walzer in einem Cabaret mit dem sinnigen Namen "Cabaret L'Enfer" in dem es wüst zugeht und bei dem man sich fragt, was die brave Margarete dort verloren hat..
Sehr passend dagegen Margaretes Schicksal in einer Zeit in der ein einziger Fehltritt, oder was man dafür hielt, ausreichte, einer jungen Frau das Leben zu zerstören.

Das Ballett in der Walpurgisnacht erleben wir als zunächst amüsante, dann immer grausamere Parodie auf das romantische ballet blanc im allgemeinen und "Giselle" im Besonderen: in seinen Morphium-Fantasien durchlebt Faust noch einmal die jüngsten Ereignisse: die schwangere, verzweifelte Margarete die er verlassen hat, den scheinbar von den Toten zurückgekehrten Valentin den er getötet hat.
Ich werde den Endruck nicht los, daß es auch den Tänzerinnen des Corps de ballet Freude gemacht hat, die Spitzenschuhe in die Ecke pfeffern und in ihren schönen "Giselle"-Kostümen mal so richtig fies sein zu dürfen...

Am Ende, wir wissen es, siegt der Himmel: "Gerichtet!" "Gerettet!",
Faust bleibt verzweifelt (und erneut gealtert) zurück, Mephisto fährt, ein bißchen frustiert wie es scheint, zurück in die Hölle.
Bis der nächste Idiot kommt und sich was wünscht...
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Im Bann des Dämons 27. Dezember 2010
Format:DVD
Die Londoner Inszenierung stellt die Person von Mephisto in den Mittelpunkt, das heißt, dass er über alle anderen dominiert. Ein Blick von ihm, eine Geste zwingt das Leben der Menschen in die von ihm gewünschte Richtung.So schön sich manche Szene, manche Situation entfalten kann, sein Auftreten wendet alles ins Negative. Dies wird durch verschiedene Bühneneffekte verdeutlicht, am stärksten aber durch das Spiel des Darstellers Bryn Terfel selbst, dem es gelingt, das Dämonische dieser Figur in meisterhafter Form hervortreten zu lassen. Umso verständlicher wird die Reaktion von Marguerite, die sich ja am Ende bei seinem Auftritt dezidiert von ihm und damit auch von Faust abwendet und damit die Überwindung des Dämons provoziert. Während der abschließenden Auferstehungsgesänge versinkt Mephisto, und Faust sitzt in seiner ursprünglichen Gestalt - als alter Mann - an der Orgel.Die Handlung spielt in dieser Inszenierung in einem alten Pariser Stadtviertel mit großem Flair. Beleuchtungseffekte, lebendig wirkende Massenszenen, überraschende Ideen beleben die Handlung. Dabei wird in dieser Inszenierung aber immer die Aussage der Musik unterstrichen, nicht übertüncht. Bei einer Besetzung mit Pappano, Alagna, Gheorghiu und Terfel erwartet man sich in musikalischer und schauspielerischer Hinsicht eine ausgezeichnete Interpretation, und diese Erwartung wird erfüllt .
Elsa Wolfbauer
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Perfekt in jeder Beziehung 27. Februar 2011
Von Kurt Muehle VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Für Opernfreunde ein MUSS ! - Perfekt in Inszenierung, musikalisch überragend, sehr gute Hardware-Erstellung in Bild und Ton. Da mag ich gar nicht weitere Einzelheiten besonders hervorheben, allenfalls neben der sängerischen Top-Leistung der Gheorghiu noch deren hohe schauspielerischen Qualitäten. Eine Aufführung, die weder antiquiert-verstaubt noch krampfhaft "modern" wirkt und daher ein künstlerischer Genuss ist für Augen, Ohr und - mag man mich jetzt sentimental schimpfen - für die Seele.
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