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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen170
3,7 von 5 Sternen
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Als riesiger Slaughter - Fan habe ich dieses Buch pflichtschuldig verschlungen, es stellt sich aber nicht die fast schon hypnotische Begeisterung ein wie bei "Schattenblume" oder "Dreh dich nicht um".
Die ewige on-Off- Beziehung von Sara und Chef Tolliver beginnt zu nerven,
und Lena möchte man eigentlich nur unentwegt in den Hintern treten, damit sie sich endlich von dem schwachsinnigen Ex-Nazi Ethan trennt - eine Figur, deren Entwicklung ich Karin Slaughter richtig übel nehme, Ethan war faszinierend vielschichtig gezeichnet in all seiner Zerrissenheit, nun ist er nur noch der tumbe Schläger und Lena einfach nur noch das Opfer.
Dann gibt es einige religiöse Eiferer, Saras Schwester Tessa entdeckt ihre Leidenschaft für die Kirche und - welch ein Zufall! - es ist die gleiche Gemeinde, in der gerade ein Mord verübt wurde!!!! Und dann finden sich in dieser Gemeinde auch noch Leichen im höchstpersönlichen Keller der Linton - Familie!!!!!Bisschen viel des Zufalls, oder???
Die Story ist einfach zu vorhersehbar, die wenigen überraschenden Wendungen reichen nicht aus, um den Thriller auf das gewohnte Niveau zu hieven und diesesmal übertreibt die Autorin auch die blutigen Details gar zu sehr, bei der Schilderung des Mordes an dem Barmann konnte ich wirklich nicht weiterlesen, das war zu übel und ich lese viel aus diesem Genre. Davon abgesehen einfach zu konventionell, die Guten und die Bösen stehen einfach zu rasch fest, jede Figur, die eingeführt wird, scheint ein Etikett auf der Stirn zu tragen : " Bösewicht", " verdorbenes Luder",
"armes Opfer", "tapfere Mutter" etc.
Sicherlich durch die gute Schreibe der Autorin immer noch besser als der Durchschnitt und sein Geld wert, dennoch für Fans eher enttäuschend.
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am 8. September 2008
Gottlos
Karin Slaughter
TB, 2007, Rowohlt, 509 Seiten, 9,95 €
ISBN 978-3-499-24074-4

Chief Tolliver gerät während eines Waldspaziergangs mit seiner Lebensabschnittsgefährtin, der Ärztin Sara Linton, ins Stolpern. Als beide nachsehen, was ihn aus dem Gleichgewicht gebracht hat, finden sie ein Rohr, welches senkrecht aus dem Boden ragt und an dessen oberem Ende ein Drahtgitter befestigt ist. Nichts Gutes ahnend legen Sie das Rohr frei und stellen dabei fest, daß es fest mit einem Holzkasten verbunden ist. Es gelingt ihnen, auch diesen auszugraben. Als sie den Deckel öffnen, finden sie die Leiche eines jungen Mädchens. Seine Augen sind weit geöffnet, als hätte es dem Tod ins direkt ins Gesicht geschaut, an der Innenseite des Sargdeckels befinden sich Kratzspuren - Zeichen für einen verzweifelten und hoffnungslosen Versuch, dem unterirdischen Gefängnis zu entkommen.
Klar, daß ein grausiges Verbrechen vorliegt, aber war es wirklich ein kaltblütiger Mord? Dagegen sprechen einerseits das Rohr, welches zweifellos der Luftzufuhr gedient hat, und zum anderen die Tatsache, daß sich in dem Sarg Wasser und Nahrung befanden. Was war es dann? Ein perverses Spiel mit tödlichem Ausgang?
Aufschluß erhofft sich Chief Tolliver von den Verwandten des Mädchens, aber die sind allesamt Angehörige einer dubiosen Sekte und Fremden gegenüber nicht sehr aufgeschlossen. Das ändert sich langsam, als plötzlich auch die Schwester der Toten verschwindet '

Karin Slaughter, die Autorin, läßt keine auch noch so unappetitlichen Details aus, wenn es um die Schilderung von Verbrechen geht, und führt den Leser dadurch visuell an den Tatort. Der Thriller ist entsprechend brutal, dabei durchgehend spannend und wartet gelegentlich mit kleinen Überraschungen auf, aber mit keinen, die den Leser auf dem völlig falschen Fuß erwischen würden.
Leider extrem dick aufgetragen sind die Schicksale der Charaktere, besonders der weiblichen: Kaum eine Frau, die nicht mißhandelt, vergewaltigt, gnadenlos unterdrückt wird oder wurde oder zumindest aus unterschiedlichen Gründen schon mal ein geborenes oder ungeborenes Kind verloren hätte. Unabhängig von der zweifellos vorhandenen Qualität des Romans wird diese Tatsache die Leserschaft spalten: Die Leserin wird mit den verprügelten Figuren fühlen, beim Leser - zumindest war es bei mir so - wandelt sich dieses Mitgefühl spätestens dann in verständnisloses Kopfschütteln, wenn er erfährt, daß mehrfach bis zur Bewußtlosigkeit geprügelte Frauen immer wieder zu ihren Peinigern zurückkehren.
Aber das ändert nichts daran, daß wir es bei Gottlos mit einem sehr packenden und lesenswerten Roman zu tun haben, den ich durchaus empfehlen kann.
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am 7. Februar 2008
Meine Rezension stellt keine Inhaltsangabe dar, sondern gibt meine persönliche Meinung wieder, die ich zu dem Buch habe und ja auch Sinn und Zweck einer Rezension ist.

Nachdem ich Schattenblume ja regelrecht verschlungen habe und die Uhrzeit beim Lesen des Vorgängers völlig aus den Augen verlor, war ich natürlich gespannt, wie es mit den beiden Hauptpersonen und ihrem Umfeld weiterging.
Als erstes viel mir auf, dass die Anknüpfung an Schattenblume nicht wirklich gelang.
Es wurde sehr sehr wenig Bezug zum Vorgänger Schattenblume geschaffen, der nur in sehr dünn gesäten Beisätzen hie und da mal gemacht wurde.

Die Idee um die gläubige Gemeinde, die fast autark außerhalb der "normalen" Zivilisation lebte, war an und für sich kein schlecht gewähltes Thema, aber wurde nicht sehr spannend und fesselnd umgesetzt.
Es gab einige Längen, die ich getrost nur großzügig querlesen konnte und nichts verpasste.

Dieses Buch fesselte mich nicht wirklich, mich interessierte zwar, wies weitergeht bzw. wie der Fall gelöst wird, aber... nicht so begierig.
Es fiel leicht, das Buch beiseite zu legen.
Ich ließ Gottlos tage- und sogar wochenlang ungeachtet liegen.
Und das heißt was bei mir!

Stellenweise musste ich mich zwingen, diesen Teil endlich doch zu vollenden, aber nur, um bestätigt zu bekommen, ob ich den "Richtigen" Täter relativ früh erkannt habe.
Und oh... Überraschung:
Ich hatte den "Richtigen" sehr schnell ausgemacht, was mir bei Karin Slaughters Werken ja nicht immer auf Anhieb gelang.
Ob es daran lag, dass dieser "Fall" leicht durchschaubar war, weil für mich zu "seicht konstruiert, oder ob es daran lag, dass mir diese Person von Anfang an nur unsympatisch war... keine Ahnung.

Auf jeden Fall ist dieser "geistliche Erguss" von Karin Slaughter eine Enttäuschung für mich und wäre ich nicht durch die vier Vorgänger überzeugt von der Autorin ein sicherer Grund, mir kein Werk mehr von Karin Slaughter anzuschaffen, denn dieser Teil der Sara Linton/Chief Tolliver-Reihe ist für mich wirklich enttäuschend umgesetzt.
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Das vorliegende Hörbuch GOTTLOS zeichnet das typische Gebaren einer sehr christlichen Gemeinde in den USA auf, beten und arbeiten, Frömmigkeit und Nächstenliebe und die Bibel immer griffbereit, doch im vorliegenden Fall hat sich der Teufel in die Gemeinde eingeschlichen. Die Folge sind Morde mit Zyankali, hinterhältig, grausam und gottlos.

Ein Mädchen wurde begraben, lebendig. Im Sarg eingeschlossen für mehrere Tage, dann kam der Tod auf leisen Sohlen, jemand kippte Zyankali das Belüftungsrohr herunter, ein unschöner Tod. Doch wer war es und warum, denn das Mädchen war zudem schwanger...

Die Spur führt in eine der sehr bibelfesten Gemeinden in der Nähe Atlantas, doch was hat Zyankali dort zu suchen?

Viele machen sich verdächtig, selbst der Anwalt der Familie des getöteten Mädchens scheint nicht ganz sauber zu sein. Auch der Vorarbeiter der Farm hat anscheinend ganz eigene Methoden der Erziehung gefunden...

Sehr spannend, manches Mal aber ein wenig konfus in den Handlungssträngen und am Ende leider ein wenig offen in einigen Nebenpunkten.

Trotzdem ein gutes Hörvergnügen für Krimifans.

Die Stimme der Sprecherin Andrea Sawatzki ist gut gewählt, sehr passend.

Empfehlenswert!
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am 24. Mai 2007
Jeffrey Tolliver und Dr. Sara Linton ziehen wieder zusammen. Es scheint, als haetten die beiden doch noch ihr persoenliches Happy End gefunden. Doch natuerlich geschieht wieder irgendetwas, was den beiden das Glueck vergoennt. Eine junge Frau wird in einer Kiste begraben tot aufgefunden. Dieser Fall beschaeftigt Chief Tolliver sehr und er und sein Team setzen alles daran, den Fall so schnell wie moeglich aufzuklaeren. Auf die Beziehung von Lena und Ethan wird in diesem Band leider nicht so eingegangen wie ich es mir nach Ende von "Schattenblume" erhofft hatte. Trotzdem ist es sehr lesenswert.

Im gesamten ist auch dieser Band von Karin Slaughter super spannend und echt gut geschrieben. Doch leider muss ich sagen, dass ich es nicht so spannend fand wie die anderen Teile. Auf die Hauptprotagonisten wird gut eingegangen und es entwickelt sich in eine tolle Richtung.

Auch dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen und ich freue mich jetzt schon auf einen neuen Band von ihr. Denn der Schluss dieses Buches laesst mir keine Ruh... ein wenig Sorge hab ich ja schon, aber ich moechte natuerlich nicht zuviel verraten. Kann dieses Buch an alle Karin Slaughter Fans nur weiterempfehlen. Vorallem an die, die an die Entwicklung der Hauptprotagonisten interessiert sind.
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am 21. Juni 2010
Ohne chauvinistisch klingen zu wollen, habe ich bei Thrillern, die von weiblichen Autoren geschrieben wurden, immer die Befürchtung, daß "Frauen-Themen" nicht ganz ausgeklammert werden können.
Bei "Gottlos" fühlte ich mich dann auch einigermaßen bestätigt.
Über große Strecken des Buches fragte ich mich, ob es hier darum geht, einen Mord aufzuklären oder die Beziehung oder Nicht-Beziehung der Protagonisten Sara Linton/Jeffrey Tolliver darzustellen.
Die eigentliche Handlung, die im Vordergrund stehen sollte, ist nicht unspannend. Linton und Tolliver stoßen - beim ewigen Diskutieren über ihre Beziehung - auf eine im Wald vergrabene Holzkiste, in der sich eine Leiche befindet, die offensichtlich bei lebendigem Leibe verbuddelt wurde. Die Ermittlungen führen zu einer Sekte, deren Anhänger ausnahmslos einen merkwürdigen Eindruck machen und so einen geeigneten Spielraum für potenzielle Täter liefern.
Der Thriller von Slaughter kommt nicht so richtig in Schwung; erst bei Befragung der Sektenmitglieder baut sich allmählich eine Spannung auf, die allerdings zunehmend zu Verwirrung führt. Slaughters Aufbau wirkt zu konstruiert; sie springt von einem Verdächtigen zum anderen und scheint sich dann wahllos für einen Täter zu entscheiden.
Die Hauptpersonen kann ich auch nicht gerade als echte Sympathie-Träger bezeichnen; Sara Linton nervt mit ihrer Eifersucht, Jeffrey Tolliver läßt sich etwas unterdrücken und die Ermittlerin Jane schießt in jeglicher Beziehung den Vogel ab: Eine Polizeibeamtin, die sich mißhandeln und schikanieren läßt und nicht in der Lage ist, ihren Status dahingehend zu verwenden, ihren Peiniger dingfest zu machen, erscheint ein wenig lächerlich.
Vielleicht hätte ich mit dem ersten Band anfangen sollen, so jedenfalls bin ich auf weitere Fälle des Ermittlerteams nicht unbedingt scharf.
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am 7. Dezember 2008
Karin Slaughters "Gottlos" lässt sich gut / flüssig lesen
und bietet "kriminalistische" Unterhaltung im typisch
amerikanischen Stil.
Leider fehlt mir an der Geschichte selber der "Thrill".
Es ist kein Buch, an dem man sich vor lauter
Spannung festkrallen kann/muss. Obwohl der Klappentext anderes
vermuten lässt:
Gerichtsmedizinerin und Chief finden die
Leiche eines jungen Mädchens im Wald und es stellt sich
heraus, dass das Opfer lebendig begraben wurde.
Die Familie des Opfers lebt in einer frommen (Sekten-)Gemeinschaft
und wenig später findet man einen zweiten Sarg.
Klingt spannend.
Leider scheint die Autorin jedoch ein größeres Augenmerk
auf die Beziehungsgeschichten der Beteiligten
- Chief/Pathologin ; Polizistin / krimineller Freund -
zu legen. Das macht die Story zwar durchaus unterhaltsam,
führt aber leider eben auch dazu, dass sich die Spannung
in Grenzen hält.
Fazit: nette Unterhaltung, aber kein Thriller
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am 15. Juni 2007
Ich bin ein leidenschaftlicher Karin Slaughter-Fan. Ich habe alle vier Bücher aus der Reihe gelesen oder gehört. Mit Spannung habe ich auf das Hörbuch gehört. Die Geschichte an sich ist nicht schlecht, aber irgendwie zu langatmig. Es fehlt die Spannung wie in den anderen Büchern zu vor. Die Nebengeschichten sind wie immer spannend. Aber nur dann, wenn man die vier anderen Bücher kennt.

Es ist bedingt empfehlenswert. Würde aber trotzdem, wenn ein weiters Buch folgen würde das dann lesen bzw. hören!
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am 12. Mai 2013
Worum geht es:

Vergraben in einer Kiste unter der Erde, wird die Leiche der jungen Abigail gefunden. Sie ist erstickt, in dem qualvollen Wissen, dass sie aus der Kiste vermutlich nicht mehr wird herauskommen können. Doch wer hatte ein Interesse daran, die Tochter der erzgläubigen Familie umzubringen? Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn trotz des grausamen Verbrechens hält die Familie von Abigail zusammen, und scheint ein geheimnis zu hüten. Erst als auch Abigails jüngere Schwester verschwindet, beginnen sich die Rädchen langsam aber sicher zu drehen - und ungeahnte Geheimnisse kommen ans Licht.

Meine Meinung:

Die Geschichte geht uuuunheimlich spannend los - genau der richtige Auftakt, für ein Hörbuch bei dem man sich im Vorfeld natürlich noch nicht sicher kein kann, inwieweit es einen wird fesseln können. Doch mit den ersten Kapiteln der ersten CD ist man sofort mitten in der Story, und gefangen in dem Verwirrspiel der gläubigen Familie.

Dabei ist die Geschichte an sich nichts neues. Gerade diese Art von Mord, und dieser Familienhintergrund sind ja Thema etlicher Krimis, Thriller und Serien. Doch der Spannungsbogen der gezeichnet wird, schafft es die Geschichte dennoch interessant zu halten.

Allerdings sind mir die Charaktere viel zu flach gezeichnet, da wäre definitiv mehr drinnen gewesen. Alle sind sehr eindimensional, und haben extrem stereotypische Merkmale: Genau so, wie man sich die "bösen Kirchenfanatiker" vorstellt. Es ist nicht unbedingt ein störender Faktor der Geschichte, aber mit ein wenig mehr Liebe zum Detail, hätte sie die Story doch eher abgerundet.

Andrea Sawatzki finde ich als Sprecherin im Übrigen furchtbar anstrengend. Gerade wenn viele Frauen an einer Unterhaltung beteiligt waren, war es schwer die einzelnen Personen zu unterscheiden. Aber vor allem ihre Art Wörter zu betonen hat mich nach einigen CD's dann wirklich angestrengt. Viel zu übertrieben, viel zu hysterisch um dann plötzlich wieder fast schon emotionslos die Geschichte runterzurattern.

Alles in allem kann ich das Hörbuch aber empfehlen. Man langweilt sich garantiert nicht beim Hören und wird immer wieder auf falsche Fährten geführt, aber dennoch ist es keine Geschichte, die man lange in Erinnerung behalten wird, oder die man nicht auch getrost abbrechen kann, wenn man andere Dinge zu tun hat.
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am 10. April 2012
Ich bin jetzt nicht gerade ein Linton-Tolliver-Fan, mag aber die Romane von Karin Slaughter ganz gern.

Diesmal geht es um einen Mord an einem Mädchen, das im Wald in einer Kiste verscharrt wurde und dort qualvoll verendet ist. Die Spuren führen auf eine Sojafarm, die von einer konservativen christlichen Gruppe betrieben wird, die sich nicht nur Jesus widmet, sondern auch dem Seelenheil von Straftätern. Ich war sehr gespannt darauf, ob die Autorin in die Klischeekiste greifen würde, doch sie griff nicht in die, die ich gedacht hatte.
Stattdessen nimmt ein Großteil der Geschichte die Beziehung von Linton und Tolliver, sowie Lenas Leidensgeschichte ein. Offenbar unvermeidlich ist die christliche Gruppe auch noch mit Sara Lintons eigener Familie verbunden. Saras Schwester besucht regelmäßig die Gottesdienste und hat offenbar ein Auge auf den Prediger geworfen. Und auch ihre Mutter teilt eine unangenehme Vergangenheit mit dem Gründer der Sojafarm. Was für ein Zufall...

Die übrigen Charaktere sind sehr klischeebeladen und überraschen nicht. Die Frauen auf der Sojafarm scheinen allesamt anständige Hausfrauen, die ihren Männern zu Diensten sind, aber irgendwie doch auch Bedürfnisse haben. Der reiche Anwalt-Bruder ist der unfreundlichste. Ein christlicher Fanatiker, Ex-Knacki, der aufbrausendste... Wie Rezensentin Paula Jakob schon schrieb: Jede Figur scheint von vornherein ein Etikett auf der Stirn zu tragen.

Brutalität kommt auch nicht zu kurz. Während ich für die Schilderung der Kistengeschichte noch Verständnis habe, hört es an anderer Stelle bei mir auf. Brutalität zum Selbstzweck? Sollte der überaus brutale Mord an einem Barkeeper die Geschichte aufwerten? Nun... Ein einfaches Messer in den Bauch hätte es auch getan. Aber das wäre vermutlich zu langweilig und zwei Seiten wollen schon mit Beschreibungen gefüllt sein, oder?

Trotzdem ein recht interessanter Thriller. Habe allerdings drei oder vier Tage mit Lesen verbracht. Kein gutes Zeichen. Nach gut der Hälfte hatte ich leider schon nicht mehr wirklich Interesse an der Aufklärung des Mordes und habe nur weitergelesen, weil der Romane gut und stellenweise spannend geschrieben war.

Hier noch einmal die richtige Reihenfolge der Romane (leider nicht alle beim selben Verlag erschienen):

1. Belladonna: Thriller
2. Vergiss mein nicht: Thriller
3. Dreh dich nicht um
4. Schattenblume
5. Gottlos
6. Zerstört: Thriller
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