Meine Rezension stellt keine Inhaltsangabe dar, sondern gibt meine persönliche Meinung wieder, die ich zu dem Buch habe und ja auch Sinn und Zweck einer Rezension ist.
Nachdem ich Schattenblume ja regelrecht verschlungen habe und die Uhrzeit beim Lesen des Vorgängers völlig aus den Augen verlor, war ich natürlich gespannt, wie es mit den beiden Hauptpersonen und ihrem Umfeld weiterging.
Als erstes viel mir auf, dass die Anknüpfung an Schattenblume nicht wirklich gelang.
Es wurde sehr sehr wenig Bezug zum Vorgänger Schattenblume geschaffen, der nur in sehr dünn gesäten Beisätzen hie und da mal gemacht wurde.
Die Idee um die gläubige Gemeinde, die fast autark außerhalb der "normalen" Zivilisation lebte, war an und für sich kein schlecht gewähltes Thema, aber wurde nicht sehr spannend und fesselnd umgesetzt.
Es gab einige Längen, die ich getrost nur großzügig querlesen konnte und nichts verpasste.
Dieses Buch fesselte mich nicht wirklich, mich interessierte zwar, wies weitergeht bzw. wie der Fall gelöst wird, aber... nicht so begierig.
Es fiel leicht, das Buch beiseite zu legen.
Ich ließ Gottlos tage- und sogar wochenlang ungeachtet liegen.
Und das heißt was bei mir!
Stellenweise musste ich mich zwingen, diesen Teil endlich doch zu vollenden, aber nur, um bestätigt zu bekommen, ob ich den "Richtigen" Täter relativ früh erkannt habe.
Und oh... Überraschung:
Ich hatte den "Richtigen" sehr schnell ausgemacht, was mir bei Karin Slaughters Werken ja nicht immer auf Anhieb gelang.
Ob es daran lag, dass dieser "Fall" leicht durchschaubar war, weil für mich zu "seicht konstruiert, oder ob es daran lag, dass mir diese Person von Anfang an nur unsympatisch war... keine Ahnung.
Auf jeden Fall ist dieser "geistliche Erguss" von Karin Slaughter eine Enttäuschung für mich und wäre ich nicht durch die vier Vorgänger überzeugt von der Autorin ein sicherer Grund, mir kein Werk mehr von Karin Slaughter anzuschaffen, denn dieser Teil der Sara Linton/Chief Tolliver-Reihe ist für mich wirklich enttäuschend umgesetzt.