"God Emperor of Dune", so der englische Titel des vorliegenden vierten Bandes aus dem Dune Zyklus ist ein weiterer Meilenstein Frank Herberts Vorstellungskraft. Im Gegensatz zu den verhergehenden Bänden ist dieser wohl einer der "fremdartigsten" und dank der recht komplexen Thematik um die Herrschaft und Metamorphose von Leto II., dem Sohn des Paul Muad Dib Atreides, weniger leicht zugänglich. Den meisten Teil der Handlung nehmen Dialoge zwischen dem, nun zum Gott-Kaiser avanciertem Leto, und seinen Begleitern ein. Einigen Ausführungen ist nur recht mühsam zu folgen und das Buch scheint daher etwas langatmig zu wirken, was nicht heissen soll, dass es schlecht ist. Die Geschichte um den Wüstenplaneten, der inzwischen zu einer blühenden Oase der Fruchtbarkeit mutiert ist, wird auf eine interessante, wenngleich auch sehr komplexe Weise fortgeführt. Keiner der ersten drei Bände verlangte dem Leser mehr eigene Vorstellungskraft, um der Thematik, die sich um Macht, Religion, und der Frage nach Menschlichkeit dreht, zu folgen. Wie schon von anderen Rezendenten erwähnt, schweifen die Dialoge oft in philosophische Betrachtungsweisen ab.
Wer die ersten 3 Bände des Dune Zyklus verschlungen hat wird auch dieses Buch lieben und es macht Lust auf das nächste Kapitel der Saga um den Wüstenplaneten.