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Nicht alle Dichtungen eignen sich dafür, mit Jazz verschmolzen zu werden, die von Benn (und Heine) gehören aber unbedingt dazu. Wieder wurde der begnadete Sprecher Gert Westphal dafür gewonnen, die Gedichte Gottfried Benns kongenial vorzutragen und Joachim Ernst Berendt fand eine adäquate Musik, die sich mit den Worten förmlich verbindet. Oft klingt der Jazz wie eine verstärkende Bestätigung der Texte und die Texte sind wie eine Antwort auf die Improvisationen vom Dave Brubeck Quartet, mit dem lyrischen Saxophon von Paul Desmond, sowie die Gruppen von J.J. Johnson und Kai Winding.
Sind es bei Heinrich Heine vor allen Dingen emotionale Texte die mitreißen, so ist es bei Gottfried Benn der kühle Intellekt, die "protokollarische" Beobachtung seiner Umwelt, die faszinieren. Die völlig neue Form der Gedichte brach auch inhaltlich radikal mit der bisherigen Lyrik-Sprache und korrespondiert sehr gut mit dem (damals) aktuellen Jazz. Auch heute hat diese Verbindung nichts von seiner Faszination verloren.
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