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Produktinformation
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Als wäre das noch nicht genug des Makabren, erhält der Ermittler auch noch einen Anruf: Im norwegischen Küstenort Bergen ist die sympathische und hoch geachtete Bischöfin Eva Karin Lysgaard, die sich durch ihren Einsatz für Homosexuelle und Arme allerdings nicht nur Freunde gemacht hat, ermordet worden. Die Spur führt zu einer mysteriösen zahlenmystischen Sekte namens „Gruppe 25“, die die von Verderbnis durchzogene christliche Welt reinigen wollen. Und, der Leser weiß es gleich zu Beginn von Gotteszahl/, viel früher aus der Kommissar: Bei einem Mord wird es nicht bleiben...
Irgendwann kommt wohl kein moderner Krimi-Autor mehr drum herum, eine (christlich-fundamentalistische) Sekte zum Ausgangspunkt der Handlung zu machen. Die Mystery-Thriller des Genre-Übervaters Dan Brown werfen ihre lange Schatten bis in die letzten ausgeleuchteten Winkel der Gattung hinein. Aber es kommt ja vor allem auch darauf an, wie man als Autor mit – bewussten oder unbewussten – Vorbildern umzugehen versteht, und da ist die norwegische Bestsellerautorin Anne Holt wie immer eine sichere Bank. Denn sie versteift sich nicht in Spekulationen, sondern erzählt so souverän, dass der ganze Fall logisch und authentisch wirkt.
Kurz und gut: Gotteszahl ist ein spannender, klug gebauter und mit einer gehörigen Portion Witz geschriebener Kriminalroman: allein schon, wie es Holt gelingt, von der skurrilen Darstellung eines Leichenfunds am Kai eines Fjordes mit einem literarischen „Filmschnitt“ zum Weihnachtsessen der Stubøs überzuleiten, ist nichts weniger als brillant. -- Stefan Kellerer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragend konstruierter Krimi,
Rezension bezieht sich auf: Gotteszahl: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Dieses war mein erstes Buch von Anne Holt. Obwohl ich die Leseprobe schon sehr überzeugend fand, hatte ich doch einige Bedenken, so mittendrin einzusteigen, da ich gern chronologisch lese und die Yngvar Stubø-Reihe mir völlig unbekannt war - von Hanne Wilhelmsen, die am Rande ja auch ihren Einsatz hat, habe ich zumindest vorher schon mal gehört. Diese Bedenken waren jedoch völlig unnötig, man "freundet" sich schnell mit der sympathischen Familie Yngvar Stubøs an und ich hatte bei der Lektüre auch nicht das Gefühl, irgendeine Information zu missen.Im Mittelpunkt steht der rätselhafte Mord an der Bischöfin Eva Karin Lysgaard, für den sich so scheinbar gar kein Motiv finden lässt; die möglicherweise wissenden Angehörigen stehen Stubø bei den Ermittlungen zunächst auch nicht gerade hilfreich zur Seite. In weiteren Erzählsträngen wird über andere, unklare Todesfälle berichtet, die aber keinen Zusammenhang mit dem Tod der Bischöfin erkennen lassen. Schon lange habe ich es aufgegeben, selbst darüber nachzugrübeln, was wohl dahinterstecken mag. Oft meint man schon eine Ahnung zu haben und dann war doch alles ganz anders, so auch hier. Ich lasse mich gern vom Einfallsreichtum des jeweiligen Autors überraschen und bin bei diesem Buch dabei voll auf meine Kosten gekommen. Eine sehr gut und glaubwürdig konstruierte Geschichte, bei der zuletzt doch alles irgendwie zusammengepasst hat und die mich sehr kurzweilig unterhalten hat. Freue mich schon auf den nächsten Fall Stubøs mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Ehefrau! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Auch die Guten werden ermordet",
Rezension bezieht sich auf: Gotteszahl: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Das sagt Kriminalkommissar Yngvar Stubo zu seiner Frau Inger Johanne, als beide spät am Heiligabend von dem Mord an der sympathischen Bischöfin Eva Karin Lysgaard erfahren. Doch was verbindet die gütige Bischöfin, die sich sowohl für Homosexuelle als auch gegen den Schwangerschaftsabbruch einsetzt, den Strichjungen und den drogensüchtigen "Penner, beide am unteren Ende der sozialen Hierarchie stehend, den egozentrischen Künstler und die gutaussehende Australienreisende? Sie alle werden ermordet, möglicherweise von ein und demselben Täter. Wer sind hier die "Guten", wer hat hier Deck am Stecken und wie, um Himmels willen, fügen sich all die Lebensläufe, die uns von der Autorin vorgesetzt werden, zusammen?Anne Holt legt mit "Gotteszahl" den vierten Krimi mit Ermittler Yngvar Stubo vor. Er ist nicht nur im Hinblick auf die Spannung, sondern auch auf die sprachliche und stilistische Gestaltung ein wahrer Lesegenuss. Die Autorin ist eine Meisterin der Übergänge: Humorvoll die Überleitung von der schaurigen Beschreibung der Bergung einer aufgedunsenen Wasserleiche zum Weihnachtsessen bei Kommissar Stubo und seiner Familie: vom Gruselfisch, der aus dem Auge der Leiche in den Mund des schockierten Augenzeugen fällt, leitet die Autorin nahtlos über zum Kabeljau-Augen essenden Kommissar und dem familiären Geplänkel am festlich gedeckten Tisch. An anderer Stelle werden Gedanken über das Nicht-Wissen, die ein Kapitel abschliessen, zu Beginn des nachfolgenden wieder aufgenommen. Die doch sehr vielschichtigen und weitläufigen Handlungsstränge werden so ineinander übergeleitet und der Leser hat angesichts der spannenden Handlung kaum eine Chance, den Faden zu verlieren. Yngvar Stubo und seine Frau Inger Johanne, von Yngvars Kollegen als "the reluctant detective", die widerwillige, zögernde Ermittlerin bezeichnet, sind eine originelle und warmherzige Bereicherung der ermittelnden Teams der Krimi-Szene. Ihr Leben als Patchwork-Familie mit den beiden Töchtern Kristiane und Ragnhild, Kristianes Vater Isak, den Eltern/Schwiegereltern und Yngvars Enkel, wird immer wieder aufgegriffen und in die Handlung eingefügt und hat sich so als fester Bestandteil dieser Krimireihe etabliert. Diesmal spielt Kristiane im aktuellen Kriminalfall sogar eine entscheidende Rolle. Anne Holt schreibt für ihre Fangemeinde - als langjähriger Leserin und Kennerin ihres Gesamtwerks fällt es mir schwer zu sagen, ob es ebenso leicht fällt, der Handlung zu folgen, wenn man vorher keines ihrer Werke gelesen hat, doch die vielen Bezüge auf frühere Werke legen die Empfehlung nahe, sich zunächst einmal mit den vorhergehenden Bänden der Stubo-Reihe auseinanderzusetzen. Keine Sorge, es lohnt sich auf jeden Fall! Wen die teilweise doch etwas düstere, eben nordische Atmospäre bei Anne Holt, die doch immer wieder von humorvollen Elementen - sei es in Form von skurrilen Figuren, sei es durch das Einfügen einer heiteren Episode - durchsetzt wird, nicht schreckt, der könnte rasch zum Anne-Holt-Fan werden und in Zukunft wie ich jedem neuen Krimi dieser Autorin entgegenfiebern! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Gut gemeint, leider daneben,
Von
Rezension bezieht sich auf: Gotteszahl: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Leider kann ich mich den guten Rezensionen nicht anschließen. Mag sein, dass ich die Ausnahme bin, aber bei aller Sympathie für die diversen Ermittler spezielle in skandinavischen Krimis: Warum wird deren Privat-und Familienleben denn nun wirklich bis ins letzte Detail ausgetreten? Wollen die Leser wirklich wissen, wie Yngvar pinkelt? Sich Gedanken über sein Gewicht macht? Oder, während die Schwiegermutter über das unangemessene Weihnachtsessen lamentiert, den Kabeljau die Augen aussaugt? Wollen wir dabei sein, wie die Ehefrau die Unterhose des Gatten inspiziert, um dort eine nicht ermittlungsrelevante Bremsspur zu finden? Die gefühlt wichtigste Figur des Buches ist nicht etwa die ermordete Bischöfin, auch nicht der gute Yngvar und seine über 100 Kilo Gemütlichkeit oder seine an der Grenze zur Hysterie lavierende und diskret nervende Ehefrau Inger Johanne, sondern Tochter Kristiane. Wenn Kristiane hustet oder mit einem Fremden über den Gartenzaun hinweg redet, dreht Inger Johanne jedesmal vollkommen durch und der Leser muss mit. Wozu nun genau?Um wirklich, wirklich, wirklich verstanden zu haben , wie auserordentlich wundervoll, unschuldig, schön dieses Kind ist? Das steht circa auf jeder dritten Seite. Und irgendwann, wie gesagt, bei aller Sympathie auch für Kristiane, ging mir das unsagbar auf den Keks. Wenn mir nebenbei noch jemand schlüssig erläutern könnte, wieso Inger Johanne dem Mann, der ihrer Tochter das Leben gerettet hat , aus lauter Dankbarkeit eine reinhaut, wäre ich auch echt froh. Abgesehen davon bombardiert Anne Holt den Leser auf den ersten 150 Seiten mit einer schier unüberschaubare Masse an Opfern, Zeugen, Angehörigen, Verwandten, Bekannten und deren möglichst kompletter Lebensgeschichte seit der Geburt oder wenigstens Konfirmation. Etliche Male muste ich zurückblättern, um mich wieder zu orientieren, wer denn nun wer war und wenn man es gerade einsortiert hatte, verschwand diese Figur für den Rest des Buches im Nirvana. Nebenbei ermittelt Yngvar unendlich zäh und ergebnislos an Ehemann und Sohn der ermordeten Bischöfin herum. Es passiert immer das Gleiche, nämlich nichts. Seine Frau tauscht derweil lange mails auf Englisch mit einer alten Studienkollegin und spätestens nach dem zwanzig Seiten langen Abendessen mit dieser Karen ist die Auflösung der Mordfälle ziemlich klar, okay, eine kleine Überraschung hat Holt noch. Nur hat das Buch dann noch 200 Seiten. Da ist eine einzige kleine Überraschung ziemlich wenig. Was dem ganzen Elend dann aber die Krone aufsetzt, ist der Epilog/ Prolog. Das war ja gut gemeint, aber - ich will ja nicht spoilern!- etwas weniger Kinderbibel-Ambiente wäre wohltuend gewesen. Fazit: Der langweiligste und misslungendste Holt- Krimi und ich möchte bitte Hanne und Billy wiederhaben! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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