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Gottesstreiter: Roman Gebundene Ausgabe – 1. November 2006


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 740 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423245719
  • ISBN-13: 978-3423245715
  • Originaltitel: Bozy bojownicy Niezalezna Oficyna Wydawnicza NOWA Sp. z o.o., Warschau 2004
  • Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 5 x 21,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 231.880 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Sein Beruf scheint so gar nicht zu einem Fantasyautor zu passen: Andrzej Sapkowski ließ sich für den Außenhandel ausbilden und war in dieser Branche mehr als zwanzig Jahre lang für polnische Firmen tätig. Aber ganz erfüllt hat ihn dieser Job offenbar nicht, denn bereits 1986 wurde in einer Zeitschrift seine Erzählung "Der Hexer" veröffentlicht. In Deutschland waren es vor allem die "Narrenturm"-Trilogie und die "Geralt-Saga", die seinen Namen in der Szene zum Begriff werden ließen. Geboren wurde der Autor 1948 in Łódź. Er lebt weiterhin in seiner Heimatstadt, als deren Ehrenbürger er sich seit 2008 bezeichnen darf.

Produktbeschreibungen

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Schon der Narrenturm, der erste Teil der Trilogie, stieß bei nicht wenigen Lesern auf geteilte Aufnahme. „Sehr verwirrend“, „viele Daten, wenig Story“, lauteten nur einige der Urteile. Auch beim langerwarteten zweiten Mosaikstein des Dreierpacks, erweist sich der geschichtsmächtige Pole Andrzej Sapkowski als ebenso penibles wie sperriges Erzähltalent. Wer sich also auf die kommenden Abenteuer des jungen Medicus Reinmar von Bielau im Sturm der böhmischen Hussitenkriege einlässt, sollte sich unbedingt mit begleitendem historischen Material ausstatten, will er nicht der Gefahr erliegen, in einer unüberschaubaren Daten- und Namensflut hoffnungslos zu ertrinken.

Was 1415 mit der Verbrennung des tschechischen Reformators Jan Hus auf dem Konzil zu Konstanz begonnen hatte, findet nun seine Fortsetzung. Nach dem berühmten Prager Fenstersturz fügen auf Böhmens Schlachtfeldern die reformatorischen Hussiten den böhmischen Königen eine Niederlage nach der andern zu. Um die Vormacht der Ketzer einzudämmen, ruft Papst Martin gar zum Kreuzzug gegen die Hussiten auf. In diese komplizierte politische Gemengelage aus hussitischen Splittergruppen, kaiserlichen und päpstlichen Gotteskriegern, verpflanzt Sapkowski seinen Helden Reinmar/Reynevan. Das Prag des Jahres 1427 war ein regelrechter Forschungsstandort. Allerlei Alchimisten suchten nach dem sagenhaften Stein des Weisen, wieder andere trachteten danach, aus stinkigem Moldauschlamm einen Golem zu formen. Kreise, von denen sich der smarte Reynevan magisch angezogen fühlte. Was ihn der Inquisition naturgemäß höchst verdächtig machte.

Sapkowskis nimmermüde Aufzählungen unaussprechlicher Ortsnamen, lokaler Kriegshelden, dazu sein Hang zu lateinischen Einsprengseln und slawischem Liedgut, dies alles vorgetragen in einer historisierend ziselierten Sprache, erfordern allerhöchste Konzentration. In den Kriegswirren kehrt Reynevan dem blutgetränkten Prag den Rücken um in Schlesien auf Rache für seinen ermordeten Bruder zu sinnen. Auch soll Kumpel Samson endlich von seinem Zauberspruch erlöst werden (Sapkowskis notorisches Faible für Fantasyelemente!) -- schließlich wartet noch die süße Nicoletta auf ihren Medicus. Kein kleines Programm inmitten tobender Glaubenskriege. Und wahrlich kein leichtes Programm für den Freund historischer Thriller. --Ravi Unger

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Andrzej Sapkowski, geboren 1948, ist Literaturkritiker und Schriftsteller. Er lebt in Łódź. Seine Hexer-Sage erreicht weltweit Millionen-Auflagen. Höchst erfolgreich ist auch seine Mittelalter-Trilogie um den Medicus Reinmar von Bielau. 2008 wurde Andrzej Sapkowski mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Łódź ausgezeichnet.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Anne von Blomberg am 19. Oktober 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Mit "Narrenturm" führte der polnische Autor Andrzej Sapkowski seine Leser zum ersten Mal in die Hussitenkriege, die Anfang des 15. Jahrhunderts in Böhmen plus Umgebung zwischen den Anhängern des Reformators Jan Hus und der Kirche ausgefochten wurden. Mit Folter, Mord, Verbrennung, Pfählung, Vergewaltigung, Raub. Aber:

"Gottesstreiter", der zweite Band seiner Trilogie, ist mindestens ebenso gut - Superthrill, Gruseln und Grausen in hoher Dosis, zärtliche Liebe zwischen dem jungen Medicus, Ritter und Magier Reynevan von Bielau und seiner schönen Nicoletta, Witz, Komik und bitterer Humor machen das Buch unwiderstehlich, sobald man die ersten Seiten gelesen hat.

Die historisch überlieferten Schlachten, Einzelduelle, Grausamkeiten jener Zeit schildert der Autor ebenso exakt wie ihre Mythen und Legenden. Wassermänner treten so selbstverständlich auf wie ein Fledermausdämon und seine Haschisch-Ritter. Hexen hexen tatsächlich mehr oder minder erfolgreich. "Held" Reynevan, als Spion der hussitischen Generäle unterwegs in Böhmen und Schlesien, verlässt sich beim Heilen auf Magie, benützt "telepathische" Talismane und Lichtzauber.

Das Besondere daran: Im 15. Jahrhundert glaubten fast alle Menschen tatsächlich an die Kraft der Magie. Die besten Wissenschaftler waren aus Überzeugung Alchimisten und damit Magier. Die einfachen Menschen waren wie die gebildeten Kirchenfürsten ganz selbstverständlich der Meinung, dass es Hexen, Wassermänner, Waldschrate, Gnomen, den Rübezahl und, ab und an, auch hilfreiche Engel gibt. Sapkowski verbindet beides, Geschichte wie Geistermythen, mit einem sehr modernen Witz.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von hellstorm am 27. März 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Der 2te Band der Trilogie um den schlesischen Medicus Reinmar ist seinem Vorgänger sogar etwas überlegen. Man kennt Charaktere und Land und der Autor muss keine so detaillierten Erklärungen zu Familienverhältnissen und Herrschergruppen mehr abgeben. Es bleibt mehr Zeit für die einzelnen Schicksale unserer Helden.

Der Erzählstil bleibt anspruchsvoll, aber das sollte nicht abschrecken. Die Geschichte selbst gibt sicherlich nicht nur mir zu denken. Viele Themen lassen sich auf unsere Zeit umlegen, und wieder erkennt man, wie wenig der Mensch durch durch seine Vergangenheit gerlernt hat und lernt.

Alles in Allem eine packende Erzählung, mit fantastischen Elementen, epischen Schlachten, aber auch (Galgen)Humor und erotische Liebesgeschichten kommen nicht zu kurz.

Selten dass mich ein Buch so sehr gefesselt hat. Ich erwarte sehnsüchtig den dritten Teil der Saga!

!Unbedingt den ersten Teil (Narrenturm) vorher lesen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stefan Damian Riedler am 19. Januar 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Beim Band "Gottesstreiter" handelt es sich um die Fortsetzung des Romans "Narrenturm". Während erste Band frech, humorvoll, witzig in das Szenario der Hussitenkriege einführte, in welchem sich der Medicus und Magier Reinmar von Bielau in den Wirren der Zeit verheddert, kämpft sich der Protagonist im zweiten Band weiter.
Auch der Leser muss sich weiter kämpfen, denn es wird kaum mehr Neues eingeführt, der Wortwitz flacht ab (vielleicht ist man auch einfach vom ersten Band zu sehr verwöhnt) und die Handlung nimmt keine spektakuläre Wendungen mehr. Ein Rätsel bleibt auch - im weitesten Sinne -, weshalb der Autor immer stärker auf Lovecrafts Cthulhu-Universum bezug zu nehmen beginnt (Im "Narrenturm" gab es nur Anspielungen auf das Necronomicon, in "Gottesstreiter" wird er wesentlich deutlicher).
Der Krieg als solcher wird sehr drastisch dargestellt: Gewalt, Blut, Brandschatzung ist etwas Alltägliches. Vielleicht nicht zu drastisch, aber indem sich solche Szenen aneinander reihen, wird der Eindruck eines fortwährenden Schlachtens evoziert, auch wenn sich die Handlung über mehr als ein Jahr erstreckt.
Wenn man jetzt die vorhergehenden Worte liest, stellt sich die Frage, warum ich diesem Roman trotzdem vier Sterne gab. Die Antwort ist banal: Es handelt sich trotz allem um ein hintergründiges, amüsantes Werk, das leicht zu lesen ist. Vor allem distanziert es sich angenehm von anderen historischen Romanen, wo ohne Ironie Historizität suggeriert wird und die Welt ganz klar in Gut und Böse unterteilt wird. In diesem Sinne überflügelt "Gottestreiter" die meisten Werke, die auf dem Markt sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Helmut Krietsch am 11. Januar 2011
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Gelesen als Teil der Trilogie.
Bei jeder Fortsetzung wurde es ein bisschen langatmiger und flacher.
Bitte keinen 4. Teil
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