Die Zeit der "Kalten Krieger" und Nazischergen ist entgültig vorbei. Nicht erst seit 2001 sieht sich der Westen zunehmend durch religiöse Fanatiker, bzw. Islamisten bedroht. Die Gefahr ist z.Zt. allgegenwärtig und greifbar. Die Angst vor Anschlägen groß. Daniel Silva greift in seinem neuen Roman genau dieses Thema auf.
Gabriel Allon seiner israelischer Held, bekommt den Auftrag, sich in Amsterdam um den Nachlass eines Professors namens Rosner zu kümmern, der sich jahrzehntelang ausschließlich mit der Bedrohung des Westens durch islamistische Extremisten beschäftigte. Er soll die eventuell vorhandenen Hinweise auf Verbindungen zwischen dem Mossad und dem erschossenen Professor beseitigen. Obwohl Gabriel Allon durch seine vorausgegangenen Aufträge in Europa als "Persona non grata" gilt, reist er nach Holland um den Auftrag auszuführen. Während seiner Ermittlungen stösst er auf ein Komplott, was den Weltfrieden gefährden könnte. Er bekommt einen Hinweis auf eine kurz bevorstehende Anschlagserie in England. Diese versucht er zu verhindern, reist nach London und findet sich schnell wieder "mittem im Geschäft", nachdem die Tochter des amerikanischen Botschafter von einer islamistischen Gruppierung namens "Sword of Allah" entführt wurde....
Auch Silvas neuester Roman liest sich atemberaubend spannend. Silva nimmt den Leser mit in eine unvorstellbare Parallelwelt, voller Intrigen und Gewalt. Auch die Verstrickungen der Politik, sowie die Aktualität des Beschriebenen fördern diese Spannung nur. Silva zeigt sich auch in seinem neuesten Werk als Meister des Szenenwechsels. Wie in einem mehrspurigen Film ist die silvasche Erzählweise angelegt. Silvas Romane sind detailreich und "fühlbar" authentisch. Ein sehr packender Roman der zum Mitfiebern einlädt.
Ich oute mich als "Fan" von Daniel Silva. 5 Sterne für die Gotteskrieger.