C.C. James setzt sich in ihrem Buch Gottes verlorene Töchter sehr intensiv mit den Lebensgeschichten einiger bekannter und weniger bekannter biblischer Frauengestalten auseinander und rückt die damit - sowohl in der glaubensmäßigen als auch theologischen Betrachtung - oft kaum beachteten Frauen ins Blickfeld.
Wer die biblischen Geschichten kennt oder meint zu kennen, wird viele neue Entdeckungen machen und vielleicht die eine oder andere Überraschung erleben.
Wer mit den biblischen Geschichten allerdings nicht vertraut ist, sollte sich diese vor der Lektüre des Buches einmal zu Gemüte führen. Die Autorin hat sie aus Platzgründen nicht noch einmal erzählt. Die entsprechenden Bibelstellen sind am Ende jedes Kapitel angegeben.
C.C. James versteht es, die Leser in die Lebenswelt der biblischen Frauen mitzunehmen. Ihr Alltag, ihre Geschichte, ihre Kämpfe und ihre Begegnungen mit Gott. Dabei gelingt es C.C. James auf eindrückliche Weise eine Verbindung zwischen ihnen und den Frauen heute herzustellen. Die Leserin entdeckt: die Fragen, Nöte, Hoffnungen und Kämpfe der Frauen damals und heute haben sich nicht geändert.
Auf diese Weise werden die Erfahrungen, Niederlagen und Siege der biblischen Frauen zu einer ermutigenden Botschaft für Frauen in unserer Zeit: dass Gott Frauen und ihre Mitwirkung wertschätzt. Es erfreut sein Herz und bringt Segen für andere Menschen, wenn seine Töchter sich auf ihn verlassen und die Herausforderungen annehmen, die er ihnen in den Weg stellt. (S. 182) Und das nicht ausschließlich zwischen Küche und Kindern!!
Am Ende jeden Kapitels laden einige Fragen zum eigenen Nachdenken in der Stille oder in einer Gesprächsgruppe ein.
Ein sehr empfehlenswertes Buch, übrigens auch für Männer.