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Gottes heimliche Kinder: Töchter und Söhne von Priestern erzählen ihr Schicksal Ein SPIEGEL-Buch
 
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Gottes heimliche Kinder: Töchter und Söhne von Priestern erzählen ihr Schicksal Ein SPIEGEL-Buch [Taschenbuch]

Annette Bruhns , Peter Wensierski
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Seid fruchtbar und mehret Euch", lautet Gottes Auftrag, doch für katholische Priester soll dies angeblich nicht gelten. Sie sind im Gegenteil nach wie vor durch das Zölibat gebunden, das ihnen die Ehe und überhaupt den geschlechtlichen Verkehr grundsätzlich untersagt. Doch ganz im Einklang mit dem Gemeinspruch "Das mag zwar in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis" erliegen viele Gottesmänner den Reizen der Weiblichkeit bei allem guten Willen eben doch. Annette Bruhns und Peter Wensierski zitieren in ihrem Vorwort Schätzungen von Initiativen betroffener Priester und deren Frauen, denen zufolge mindestens die Hälfte aller katholischen Geistlichen sexuelle Beziehungen unterhält. Und das hat nicht selten die so genannten "Folgen".

Das mag zwar lustig klingen, für die Betroffenen -- und das sind neben den Priestern und ihren heimlichen Frauen insbesondere die Kinder aus solchen Beziehungen -- ist es alles andere als dies. Wenn es dazu noch eines Beweises bedurft hätte, dieses bedrückende Buch liefert etliche davon: Porträts und Schicksale von Priestern, Priestersöhnen, -töchtern und -frauen, die den Autoren ihre Geschichte anvertraut haben und die ausführlich auch selbst zu Wort kommen.

Neben dem Mitleid mit den Kindern (denen, die nicht hätten sein sollen, und denen, die tatsächlich nicht sein durften, die also abgetrieben wurden) und den Frauen, die ihr heimliches (Un-)Glück oft still ertragen, nährt manche der hier versammelten wahren Geschichten den Verdacht, dass Priester, die ein solch verlogenes Leben führen, denkbar schlecht geeignet sind, den ihnen anvertrauten Schäfchen den Weg zu Gott zu weisen. Manche freilich sind ihrer Kirche voraus und leben ihre Liebe mit ihrer "Haushälterin" und "deren" Kindern nur "offiziell geheim" -- ein fast schon, aber eben nicht wirklich ganz normales Familienleben. Und manche bekennen sich irgendwann dann doch offen zu ihrer Liebe und geben ihr kirchliches Amt dafür auf. Zu oft aber verstoßen die fruchtbaren Priester Frau und Kind und geben damit dem Zweifel an der Heiligkeit der Kirche jede Nahrung. Ein überfälliges Buch! --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Bewegende, oft erschreckende Geschichten über ein Leben in Lüge, Heimlichkeit und Heuchelei.

Liest man das informative und in Teilen erschütternde Buch, gewinnt man den Eindruck, dass noch nie in der Geschichte die Beziehung von katholischen Priestern zu Frauen so tabuisiert wurde wie heute.

Ein berührendes Buch für alle, die dieses Thema nicht ausblenden wollen.

Kurzbeschreibung

»Bewegende, oft erschreckende Geschichten über ein Leben in Lüge, Heimlichkeit und Heuchelei.« AZ

»Ein Priester ist jemand, den alle Vater nennen – außer seine Kinder. Sie nennen ihn Onkel.« Wie ist es für ein Kind, wenn sein Vater katholischer Priester ist? Wenn er sonntags auf der Kanzel von Nächstenliebe predigt, aber am Ausgang dem eigenen Sohn nicht in die Augen schaut? Wenn der Vater ein angesehener Mann ist, während seine Tochter mit der Mutter von Sozialhilfe leben muss?

Allein in Deutschland leben mehrere tausend Priesterkinder. Die Kirche behandelt sie wie ein Tabu, obwohl die meisten Katholiken den Zwang der Ehelosigkeit ihrer Priester für überholt halten. Die Autoren haben auf dem Land wie in der Stadt Menschen getroffen, die es nach dem Willen des Papstes und seiner Bischöfe nicht geben dürfte. Sie beschreiben Familien, die sich und ihre Liebe zueinander verbergen müssen. Sie schildern die Leiden und Hoffnungen der Betroffenen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als dass sie sich nicht länger schämen und verstecken müssen.

Über den Autor

Annette Bruhns, geboren 1966, ist Politikredakteurin des ›Spiegel‹. Zuvor arbeitete sie beim ›Greenpeace-Magazin‹ und lebte als UNESCO-Stipendiatin in einem brasilianischen Kloster, das sich der Theologie der Befreiung angeschlossen hatte.
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