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Gottes Tochter [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

Friedrich Ani
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Droemer/Knaur; Auflage: 2 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426196042
  • ISBN-13: 978-3426196045
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 689.118 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Friedrich Ani
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Süden macht sich mal wieder unbeliebt. Zu nachtschlafener Zeit trommelt der 44-jährige Hauptkommissar mit Besoldungsstufe A11 bekifft auf seinen Bongos herum und nervt seine Nachbarn. Überhaupt ist Süden (ebenfalls mal wieder) in einer Lebenskrise: "Er war Polizist", heißt es in Friedrich Anis Roman Gottes Tochter, "der aus Gründen diesen Beruf ergriffen hatte, die ihm heute seltsam und unbedeutend erschienen und ihn, wenn er in einer jener katastrophalen Nächte in seinem gelben Zimmer darüber nachdachte, zwangen sich zu fragen, warum er nicht seine Dienstwaffe, die er nie benutzte, aus der Schublade holte, den Lauf zwischen die Zähne steckte und abdrückte." Gut nur, dass Selbstmord für ihn keine Lösung ist.

Am Ende des Buches wird sich im Beisein Südens jemand anderes eine Waffe in den Mund stecken und sich erschießen, am Ende einer hoffnungslosen Liebe auch, die sich zwischen einem Mädchen aus München und einem Jungen aus Rostock -- beide mit dunkler Vergangenheit -- entsponnen hat. Wie Shakespeares Romeo und Julia können sie erst im Tod zusammenkommen, weshalb Ani nicht nur ein Motto aus eben jenem Drama für sein Buch gewählt, sondern seine Helden auch noch Rico und Julika genannt hat. Derart offensichtlich ist vieles, allzu vieles in Gottes Tochter. Was bei Shakespeare wirklich tragisch war, klingt in Anis Krimi häufig kitschig.

"Wir durften nicht leben und haben es dennoch getan", schreibt Julika zum Schluss in ihr Tagebuch. "Wir durften uns nicht kennen und sind uns dennoch begegnet. Wir sind erwachsen genug für den Tod." Davor aber hat Ani einen Plot um Schuld und Verstrickung gesetzt, der über weite Strecken nicht wirklich überzeugt. --Thomas Köster

Brigitte, 01. Oktober 2003

Ein Krimi, dessen Geschichte auf den ersten Blick gar nicht so ungewöhnlich scheint. Julika de Vries, gerade 18 geworden, haut von zu Hause ab, um mit ihrer frischen Liebe Rico ein neues Leben anzufangen. Tabor Süden, Hauptkommissar der Vermisstenstelle in München, soll das Mädchen finden. Seine Spur führt ihn nach Rostock, in Ricos Heimatstadt. Da ist Julika untergetaucht. Was als zarte Liebesgeschichte beginnt, nimmt eine dramatische Wendung: Es stellt sich heraus, dass Rico und seine Freunde an den Ausschreitungen um das Asylbewerberheim in Rostock-Lichtenhagen beteiligt waren, bei denen (jedenfalls im Buch) ein Vietnamese ums Leben kam. In diesem Umfeld sucht Süden nach Julika. Seine Ermittlungsmethoden sind bemerkenswert: Er schweigt und bleibt und bringt damit nahezu jeden zum Reden. Süden ist überhaupt eine eigenwillige Persönlichkeit – innerlich selbst zerrissen, mit einem unerschöpflichen Verständnis für die Schicksale anderer. Sein Erfinder Ani hat einen Ermittler geschaffen, der so ungewöhnlich ist wie die Sprache, in der er seine Welt beschreibt: nüchtern, poetisch, präzise, wach, bewegend. Einfach grandios! Stephan Bartels

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Kundenrezensionen

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Süden anders verpackt 29. August 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
alle paar monate durfte man sich auf einen süden krimi freuen, waren sie alle mit dem am münchner hauptbahnhof in der vermisstenstelle ermittelten kommissar süden ungewöhnlich spannend, poetisch und brauchte bisher kaum morde um großartig zu sein.
Hier steht zwar nicht Süden drauf, ist aber Süden drin, doch leider enttäuschend. Der Autor wollte zuviel hineinpacken,Romeo und Julia in die heutige Zeit verlegen, ein Asylantenheim brennt, ein Vietamese stirbt, nach und nach werden die Zeugen oder die Täter? tot aufgefunden. Zu oft dagewesen, zu oft schon gelesen. Da kann man nur auf einen neuen Süden (im bescheideneren Taschenbuch) hoffen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Julika aus München lebt bei ihren wohlhabenden Eltern. An ihrem achtzehnten Geburtstag verlässt sie die Wohnung und taucht nicht mehr auf. Ihr Vater zeigt die „Vermissung" an, Kommissar Süden von der Vermisstenabteilung soll sie schnellstmöglich wieder heimbringen. Doch Julika ist jetzt volljährig, sie kann tun und lassen, was sie will und auch leben wo sie will. Und sie will nicht zurück zu ihren Eltern, das stellt sie eindeutig klar. Trotzdem gelingt es ihrem Vater, Polizei und Fernsehen in Bewegung zu setzen und herauszufinden, dass Julika in Rostock ist.

Rico ist zweiundzwanzig und lebt noch bei seiner Mutter in einem Rostocker Plattenbau. Eines Abends steht Julika vor der Tür, Julika, die er vor ein paar Wochen an einem Abend getroffen hat. Rico hat eine ABM Stelle, die bald ausläuft und wie Julika eine Vergangenheit, doch die ist nicht wohlbehütet. Rico war als Jugendlicher dabei, als ein Asylbewerberwohnheim brannte, er war dabei, als sich ein Vietnamese aus dem Fenster stürzte und verblutete.

Zusammen besuchen Julika und Rico die Verlobungsfeier von Juri und Ale. Auch die beiden waren vor Jahren dabei, als der Vietnamese starb. Und als das Schiff, auf dem Verlobung gefeiert wird, brennt, Ale dabei stirbt, holt die Vergangenheit Rico wieder ein und auch Julika stellt fest, dass man nicht so einfach entfliehen kann.

Eigentlich ein Krimi, aber einer abseits von den üblichen Krimiklischees. Kommissar Süden ist nicht bei der Mordkommission, sondern für Vermissungen zuständig, ein richtiger Mord passiert nicht und das Buch handelt eher von verschiedenen Leben in Deutschland Ost und West, den Vorurteilen auf beiden Seiten, selbst die Polizisten sprechen hüben und drüben die gleiche Sprache und meinen doch ganz anderes. Seine Spannung folgt aus den Personen und deren Geschichte, nicht aus einer Vielzahl von Morden und Actionszenen mit Verfolgungsjagden und wilden Schießereien. Ein Buch, das auch für Krimi-fans in Bann schlägt. Sicher nicht „das" Buch zur deutschen Wiedervereinigung - als ob ein einziges Buch dazu genügen würde! -, aber eines davon.
Dass der Verlag es als „Romeo und Julia im heutigen Deutschland" anpreist, mag aus Marketinggesichtspunkten verständlich sein, wird aber weder Shakespeare noch Ani gerecht. Und vielleicht hält es sogar den einen oder anderen vom Lesen ab. Letzteres wäre wirklich schade.

(C) Hans Peter Roentgen

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ohne Happy-End-Geflimmer 9. Januar 2005
Von Detlef Rüsch #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ein sehr spannendes Lesevergnügen, das kriminalistische Neugier weckt und mit den vielfältigen Verknüpfungen der Akteure in sehr geschickter Weise umzugehen weiß.
Friedrich Ani zeigt sich von seiner besten Seite, indem er einen breiten Teppich zwischen München, Rostock und Berlin ausbreitet, wo sich sehr unterschiedliche deutsche Charaktere tummeln können.
Auch wen er mit Gewalt und Todesopfern nicht spart, kommen sehr menschlich-versöhnliche Passagen in diesem Roman vor, wo selbst Zärtlichkeit ihren Platz hat.
Anis Spielart zeigt sich nicht nur in den parallelen Erzählsträngen und den überraschenden Wendepunkten sondern insbesondere auch in der stellenweise sehr sparsamen Sprache, die sich trotz alledem in Wenig-Wort-Sätzen brillant einzubringen vermag.
Die Lesenden werden mit den unterschiedlichen Lebenskulturen im Osten und Süden Deutschlands mitsamt den historisch-politischen Verstrickungen vertraut gemacht und können in einzelnen biographischen Details das ein oder andere Wiedersehen mit vertrauten Menschen aus ihrem Umfeld feiern.
Ein alltagsnahes deutsches Drama ohne Happy End- Hollywood - Geflimmer.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Der beschreibende Stil des Autors bremst die Phantasie des Lesers
Oh je, der Autor will so viel reinpacken. Femdenhass,"typische" Ost- und "West" Kommunikation beispielsweise und das Ganze aufgehängt an einer Geschichte über Julia und... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Jemima Stevens veröffentlicht
Krimis für Sozialkundelehrer
Das war jetzt mein fünfter oder sechster Ani. Aber jetzt reicht es mir doch langsam. Mal ganz abgesehen von den gequält seltsamen Namen wie Tabor Süden und Polonius... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. April 2008 von Stefan Schwarz
Rico und Julika
Liebesdrama, Krimi oder Gesellschaftsstudie

Desillusioniert klingt eine Stimme aus dem Lautsprecher. Offensichtlich traurig, an der Welt verzagt, gescheitert, ausgebrannt. Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 8. Februar 2006 von Wolfgang Haan
Diese Story bewegt...........
Friedrich Ani hat mit seinem Roman einen unglaublichen Spagat zwischen Krimi, Sozialroman und zeitgenössischen Geschehen geschaffen, ohne hierbei jemals den mahnenden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Mai 2005 von "sabinehein"
Nur für wirkliche 'Ani- bzw. Tabor-Süden-Fans' ein Muss.
Nur für wirkliche Ani-Fans und seiner "Tabor-Süden-Reihe" ein Muss, sonst kann man darauf verzichten. Lesen Sie weiter...
Am 21. August 2004 veröffentlicht
Heikles Thema gut verpackt
Wie es zu diesem Titel kommt, ist mir zwar nicht ganz klar geworden, aber das tut dem Roman keinen Abbruch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2003 von "mskasten"
Süden gegen einen bösen Gott
Der Gott des Titels ist kein lieber Gott, eher ein Dämon, und - vielleicht ein antikapitalistischer Affekt des Autors - ein Unternehmer, der obendrein seine Tochter... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. September 2003 von Dr. Klaus-Peter Walter
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