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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Phantastische Vorlage - eindrücklicher Film!, 10. September 2002
Wie viele Bücher hat man gelesen und sich im Anschluss auf eine gelungene Verfilmung gefreut? Wie viele Erwartungen wurden dabei enttäuscht? Mit Bestimmtheit viele. Nicht zuletzt deshalb ist der vorliegende Film „Gottes Werk und Teufels Beitrag" besonders zu erwähnen. Das als Vorlage benutzte gleichnamige Buch von John Irving ist phantastisch, mitreissend, einfach genial. Bei dieser Rezension handelt es sich aber nicht um eine Stellungsnahme betreffend des Buches, sondern um die Beschreibung dessen Verfilmung. Und diese wird mit Bestimmtheit einerseits die Irving-Leser, aber auch etliche Filmfreaks zufrieden stellen. Die Schauspieler brillieren in ihren Rollen, die Gefühlswelt von Irvings Buch wird einwandfrei umgesetzt und die einzelnen Charakteren werden perfekt auf die Leinwand projiziert. Was macht diese Literatur-Verfilmung so einzigartig? Was hebt sie so vehement von anderen ab? Die Antwort liegt auf der Hand: Der Autor des Buches - John Irving - schrieb auch das Drehbuch des Films und arbeitete vor Ort an dessen Umsetzung mit. Meines Erachtens kommt es selten vor, dass ein Autor sich so sehr in ein Projekt vertieft, dass er nach dem Buch noch die Arbeit eines Drehbuchs auf sich nimmt und schliesslich sogar am Set bei der Verfilmung präsent ist. Das Ergebnis spricht für sich. Was der/die Betrachtende zu sehen bekommt, ist nicht eine Umsetzung eines Meisterwerkes durch ein Drehbuch eines anderen Autors, sondern die Vorstellungen des Autors persönlich. Aufgrund dessen mag man dem Film auch verzeihen, dass das Buch nicht 1:1 umgesetzt und auf einige im Buch schön beschriebene Szenen und Personen verzichtet wurde. Irving hat bei den Dreharbeiten stets vehement die Meinung vertreten, dass der Film nicht ein Buch sei und dass es sich dementsprechend auch um zwei Paar verschiedene Schuhe handelt. Buch ist Buch, Film ist Film - dennoch wird niemand enttäuscht werden. Obschon man als begeisterter Leser/begeisterte Leserin so manches von der literarischen Vorlage vermissen mag, begeistert die Verfilmung absolut, kennt man doch auch den Umstand, dass jegliche Veränderungen und Anpassungen im Sinne des Autors geschehen sind. Ein Film mit Tiefgang, ein Film, welcher berührt, ein Film, bei dessen Ende man (wie bei Irvings Bücher auch) traurig sein wird, dass er schon fertig ist. Dringende Empfehlung meinerseits: Buch lesen und Film schauen! Diejenigen, die sich für die Einzelheiten der Umsetzung von der Vorlage über das Drehbuch bis hin zum Drehen des Films interessieren, empfehle ich zudem ‚My Movie Business' von John Irving.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungene Umsetzung eines großen Romans, 28. Februar 2006
Es gibt mindestens zwei Gründe, diesen Film zu kennen: Die Romanvorlage (bzw. das Drehbuch) von John Irving und die Regiearbeit von Lasse Hallström, der schon mit ,Gilbert Grape' (1993) ein Jahrzehnt-Werk hervorgebracht hat. Darüber hinaus habe ich eine ganze Reihe von Gründen, diesen Film zu lieben. Da ist zunächst die Geschichte selbst: Homer Wells (Toby McGuire), ein Waisenjunge, wächst in einem Heim auf, das von dem eigenwilligen und und sanften Dr. Larch (Michael Caine) geleitet wird. Larch will seinen Liebling Homer als Nachfolger haben und bildet ihn zum Geburtshelfer und Arzt aus, doch Homer teilt die Auffasung seines Pflegevaters über die Abtreibung nicht, die Larch ohne das Wissen des christlichen Aufsichtsrats immer wieder durchführt. Eines Tages verschwindet Homer aus dem Heim, um seiner Liebe zu folgen. Er landet bei den Apfelpflückern und lernt das harte Leben von fahrenden Arbeitern kennen. Was er dort erlebt, erteilt ihm mehr als nur eine nützliche Lektion ... Die typische Irving-Geschichte kommt im Film ohne die teilweise grotesken Ereignisse des Romans aus. Zahlreiche Streichungen von Handlungssträngen und Figuren wurden notwendig, um aus dem umfangreichen Werk einen zweistündigen Film zu machen. Irving ist das zweifellos gelungen, wenn auch das Ergebnis ohne die humorigen Elemente des Romans doch relativ ernst und melodramatisch daherkommt. Doch an dieser Stelle kommt Lasse Hallströms Stärke zum Tragen. In pastellartigen Farben, die viel Landschaft, Bewegung und Gesichter zeigen, erzählt er die im Grund wenig spektakuläre Geschichte so, dass sie im Gedächtnis haften bleibt und nachdenklich macht. Wer diesen Film gesehen hat, kann die Frage, ob Abtreibung erlaubt sein soll, nicht mehr so einfach beantworten. Homer Wells kommt zu einer eigenen Entscheidung, doch sie bleibt die Antwort eines einzelnen. Irvings Ansatz sucht nicht nach allgemein gültigen Aussagen, sondern geht von Figuren und Situationen aus. Michael Caine als Dr. Larch ist absolut überzeugend. Er wirkt sanft, aber entschieden und schlitzohrig, genau wie der Larch des Romans. Auch Charlize Theron als Candy mit ihrer Mischung aus Mitleid und Erotik vermittelt eindrucksvoll den Konflikt der Figur. Toby McGuire als Homer bleibt dagegen ein bisschen farblos, doch er ist trotzdem die richtige Wahl gewesen. Auch der Homer des Romans wirkt brav, unentschieden, schweigsam und ein bisschen verklemmt. Wahrscheinlich muss McGuire aufpassen, dass er nicht nur solche Rollen angeboten bekommt. Ob natürlich ,Spiderman' die richtige Stoßrichtung war, bleibt dahin gestellt. Mir gefällt er als Homer besser, auch wenn er hier naiv und ein bisschen hölzern wirkt. Der Film ist eine gelungene Umsetzung des Romans, kann aber durchaus auch für sich selbst stehen. Wer ihn mit Gewinn gesehen hat, kann sich durchaus auch mal den Roman vornehmen und dabei Neues entdecken - vor allem Irvings unnachahmliche Sprache. Beide, Film und Roman, sind groß, echt und gut gemacht.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderbares, einfühlsames Werk, 28. Oktober 2002
Der Film von Lasse Hallström ist eine der gelungensten Literatur-Adaptionen, die ich kenne. John Irving selbst hat sein Buch zum Drehbuch gemacht und wurde dafür, so wie auch Michael Caine, mit dem Oscar ausgezeichnet. Zu Recht. Mag man auch sonst über die Entscheidungen der Academy streiten, so ist diesmal weise abgestimmt worden. Die Schauspieler sind allesamt hervoragend und die Location gut ausgesucht. Ruhige Kameraführung und vor allem die geniale Musik von Rachel Portman tragen noch zum umwerfenden Filmerlebnis bei. Die Untertitel der DVD lassen sich allerdings doch ausblenden, nämlich im Player-Menü. Also erst die englische Tonspur anwählen, dann ins Set-Up Menü des DVD-Players gehen und Untertitel dort ausschalten. Das geht mit allen Playern und DVD's, die ich kenne (zB. Magnolia, Man on the moon Leih-DVD ...). Gerade die englische Tonspur ist nämlich am interessantesten!
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