Normalerweise brauche ich mindestens eine Woche, um ein so dickes Buch zu lesen. Für dieses habe ich 2 Tage gebraucht. Es ist eines dieser (heutzutage leider selten gewordenen) Bücher, die den Leser so fesseln, dass er es einfach nicht mehr weglegen kann.
Das Thema ist packend und aktuell: Spionage und Hochverrat, aber auch die Frage, ob die USA wirklich die einzige Großmacht der Erse sein sollten? Diese Dinge werden so aufbereitet, dass auch Laien und junge Menschen, die sich kaum an den Kalten Krief erinnern können (wie ich *g*) keinerlei Verständnisprobleme haben. Dass Peter Millar immer wieder zwischen heute und den 40er Jahren wechselt, erhöht meiner Meinung nach sogar sdie Spannung und erweckt im Leser ambivalente Gefühle gegenüber den Protagonisten.
Gut finde ich, dass der Autor niemandem den "schwarzen Peter" zuschiebt, sondern die Beweggründe aller Beteiligten erläutert. Auch am Ende gleitet er weder in Kitsch noch in Übertreibung ab. Alles , was in dem Buch geschieht, ist in unserer Zeit vorstellber. In dieser Hinsicht fand ich das Buch beinahe schon beängstigend. Es regt hervorragend zum Nachdenken an.
Einen speziellen Punkt möchte ich noch ansprechen: Es hat mich sehr gefreut. dass in diesem Buch Islandpferde vorkommen auf eine Weise, die in nichts dem typischen Mädchen-reitet-auf-Pferd-glücklich-in-den-Sonnenuntergang-Klischee entsprechen.
Ich hoffe, Peter Millar schreibt noch viele weitere derartige Bücher!