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Der Gott der kleinen Dinge.
 
 
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Der Gott der kleinen Dinge. [Taschenbuch]

Arundhati Roy
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (68 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 379 Seiten
  • Verlag: Goldmann (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442448387
  • ISBN-13: 978-3442448388
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (68 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 576.450 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Arundhati Roy
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein bedeutender Roman, der bereits durch seine bildkräftige Sprache besticht." (Die Welt) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Die in Neu Delhi lebende Autorin erzählt die Geschichte einer indischen Familie und damit auch die Geschichte Indiens als Teil des britischen Empires und des später unabhängigen Staates; eine wichtige Rolle spielen das uralte, oft grausame Kastensystem und der Konflikt zwischen den großen Religionen. "Roys visionäre Klarheit ist bemerkenswert, ihre Erzählkunst originell, ihre Geschichte grandios strukturiert und meisterhaft geschildert." (Publishers Weekly.)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

106 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen ~~~Emotionaler Leserausch~~~, 23. Juli 1999
Von Ein Kunde
Der Gott der kleinen Dinge ist ein fesselndes und mitunter nicht ganz leicht verdauliches Leseerlebnis, denn die Autorin scheut sich nicht, sich mit unbequemen Themen auseinanderzusetzen.

Die Geschichte dreht sich um eine indische Familie, die hin und her gerissen ist zwischen Klassen- und Kasten-Unterschieden, einer Scheidung, größeren und kleineren Eifersüchteleien und Rivalitäten. Unter dem Druck dieser Umstände zerbricht die Familie schließlich. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Zwillinge Rahel und Estha, deren Mutter es wagte, sich gegen die herrschenden Konventionen zu stellen, sich scheiden ließ und einen Unberührbaren liebte.

Die Handlung ist stilistisch wunderschön verpackt. Zahlreiche Rückblenden, Erinnerungen und Hinweise auf wichtige Ereignisse im Leben der Protagonisten werden unter den Händen von Arundhati Roy zu einem schillernden Teppich, der von Haß, Liebe, Vergeltung und Vergebung erzählt. Besonders faszinierend ist der Einblick in das uns fremde indische Kastensystem, den die Autorin uns gewährt. Viele kleine und doch so aussagekräftige Szenen, die in einer sehr aussagekräftigen und malerischen Prosa geschildert werden, zeigen dem Leser, daß es die kleinen Dinge sind, die das Leben lebenswert machen.

Ich machte im Laufe des Buches alle Stationen von Wut, Freude, Glück und Trauer durch, und doch schloß ich das Buch mit einem Lächeln und der Gewißheit, das das Leben trotz allen Härten doch schön ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Kasten-förmiges Loch im Universum, 18. März 2007
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Der Gott der kleinen Dinge entlarvt sich zumal auch als ein Gott des Verlustes, der sich eines einzigen Tages, eines unbedachten Kinderspiels bemächtigt und eine Familie unwiderruflich in weit entfernte Einzelindividuen trennt.

Die zweieiigen Zwillinge Esthappen und Rahel erleben Kerala - die Gewürzküste Indiens - in strahlender Schönheit, das erbarmungslose jedoch anzuerkennende Kastenwesen, ihren Platz in der Hierarchie der Dinge - unterschieden im Geschlecht, geteilt durch die Scheidung ihrer Mutter Ammu - die starke Bindung an Großbritannien in Sprache und Etikette und die Zwiespältigkeit des aufkeimenden Marxismus, der sehr wohl zwischen seinen Genossen unterscheidet.

Das erste Kapitel ist wohl eines der allerschönsten ersten Kapitel, das ein Roman uns schenken kann. Es fasst uns zu Beginn die nicht zu verhindernden Ereignisse, Tragödien und ihre Folgen zusammen und ermöglicht uns die Bekanntschaft mit den Charakteren, wovon jeder eine eigene Geschichte wert ist. Es zeigt uns in geschmeidig raschem Wechsel der zeitlichen Erzählperspektiven den Wandel Indiens und zugleich die Vielzahl der zerbrochenen Persönlichkeiten, die diesem Wandel nur in ihrer äußeren Hülle gefolgt sind. Es ist der Startschuss für eine ganz große Geschichte!

In wunderschön trauriger und nicht verurteilender Manier erzählt Arundhati Roy vom kindlichen, naiven und unbekümmerten Erleben der beiden Zwillinge, von Fragen der Messbarkeit der elterlichen Zuneigung und Gleichheit ob unterschiedlicher Hautfarbe und Herkunft.

Fabelhaft erheiternd und zumal makaber die Schilderungen von Beobachtungsgabe, Kinderwelten und ihren Bildern, vom Rückwärtslesen und alten Damen, die dem Rad der Zeit nur noch technisch Folge leisten können.

Widerlich die Tatsachen von verschwiegenem Kindesmissbrauch, von Misshandlungen seitens der Behörde, von der Verurteilung eines Unschuldigen nach dem Prinzip des "geringsten Verlustes", von Kasten-basierenden Falschaussagen und der Vertreibung eines geliebten Menschen zu Gunsten des Verdrängens, Vergessens und "Unter den Tisch Kehrens".

Verben als Neuentdeckung von Begriffen, die sich wie Meilensteile wiederholend durch die Geschichte schlängeln und der Vielzahl ganz kleiner Dingen eine Definition verleihen - und ihre fabelhafte Übersetzung ins Deutsche festigt diese!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein lebendes, pulsierendes Buch voller dunkler Schönheit, 25. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Mit beständiger Regelmäßigkeit erweisen sich die Bücher, die auf den englischen Bookerpreis Thron gehievt werden, immer wieder als fantastische Lektüre. A. Roy gewann diesen Preis für ihr Erstlingswerk "Der Gott der kleinen Dinge" 1997 -- zu Recht! Schon auf den ersten Seiten, die den Leser in das Buch hineinsaugen, wird klar, daß der Leser es hier mit einer gleichsam virtouosen wie sicheren und prägnanten Sprachschöpferin zu tun hat. Die (äußert tragische) Handlung, die sich (wie so häufig schon) um die Liebe zwischen Standesgrenzen hinweg dreht und äußerst tragisch ist, spielt in einem entfernten Dschungelgebiet Indiens und wird von A. Roy wunderbar in kraftvolle, sehr organische andschaftsbeschreibungen eingebettet. Bemerkenswert ist, wie es die Autorin schafft, allein durch geschickte Wortkonstruktionen, die Handlung aus der Perspektive zweier vorpubertärer Kinder zu beschreiben, ohne dabei naiv oder aufgesetzt zu wirken. Dazu kommt eine sehr reiche Fantasie, so daß das Buch nicht nur von der Sprachgewalt, sondern auch von der großen Ausmalungsraft der Autorin lebt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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