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Gott ist nicht gut und nicht gerecht: Zum Gottesbild der Gegenwart
 
 
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Gott ist nicht gut und nicht gerecht: Zum Gottesbild der Gegenwart [Gebundene Ausgabe]

Andreas Benk
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 214 Seiten
  • Verlag: Patmos-Verlag; Auflage: 1 (25. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3491704170
  • ISBN-13: 978-3491704176
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 301.914 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andreas Benk
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Kurzbeschreibung

? Mutige Auseinandersetzung mit einer überholten Gottesvorstellung ? Anstöße für eine glaubwürdige Rede von Gott ? Lektüre für nachdenkliche Zeitgenossen Gott begegnet in kirchlichen und persönlichen Bekenntnissen, in lautstarker Ablehnung, in politischen Kampagnen. Dabei spüren immer mehr Zeitgenossen, dass die Rede von Gott in eine Krise geraten ist. Dass Gott Schöpfer, Person, Vater ist, dass er allmächtig, gütig und gerecht ist ? das sind Auffassungen, denen zunehmend viele verständnislos gegenüberstehen. Das Buch erinnert an die biblischen Ursprünge und setzt sich mit der sogenannten negativen Theologie auseinander. Es plädiert für eine erneuerte Gottesrede, die den Anforderungen in der religiösen Erziehung, dem Verhältnis zu den Naturwissenschaften und dem Verständnis des Menschen gerecht wird.

Über den Autor

Andreas Benk, geboren 1957, Dr. theol. habil., ist Professor für Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch-Gmünd.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Benk, Gott ist nicht gut 14. Oktober 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Man könnte den Titel auch dem derzeitigen neuen Atheismustrend zurechnen und eine weitere polemische Abrechnung mit dem christlichen Gottesglauben erwarten. - Aber weit gefehlt. Hier wagt sich ein Theologe an ein vernachlässigtes Kapitel der Glaubensreflexion und liefert umgekehrt einen hilfreichen Beitrag zur neu geforderten Auseinandersetzung mit atheistischer Kritik als auch (intern) mit den Formen unglaubwürdig gewordener Gottesrede. Es geht um die so genannte 'Negative Theologie', die das Christentum, so J. B. Metz, mit zunehmendem Alter immer weniger zu ertragen scheint. Denn gegen allzu gewohnte Denk- und Sprachformeln des Glaubens gilt es die Unbegreiflichkeit Gottes zu wahren. 'Wer angesichts des himmelschreienden Elends unserer Welt nicht vorbehaltlos mehr einstimmen kann in das Gloria, das Magnifikat und das Exultet und doch sich weigert mit den Wölfen dieser Welt zu heulen ', der erfährt, dass Negative Theologie nicht Symptom >geistiger Erschlaffung< ist, sondern zum Beweggrund werden kann, Zeichen für eine andere Wirklichkeit zu setzen' (17f). Dieser theologische Weg ist 'keine hypertrophe oder dekadente Spekulation am Ende des Denkens', sondern 'aus der Not geboren' (18). So will dieses Buch dazu beitragen, christliche Gottesrede wieder in die unheimliche >Schwebe zwischen Ja und Nein über dem Abgrund der Unbegreiflichkeit Gottes< (K. Rahner) zu bringen (ebd.).
Dabei ist der Ansatz Negativer Theologie schon ein dauernder Begleiter religiösen Denkens. Die Spuren reichen von der griechischen Philosophie über die Bibel und quer durch die christliche Theologiegeschichte.
Doch die menschliche Schwäche für das klar Definierte hat dieser Theologie keinen prägenden Rang eingeräumt.
In kundiger, lesbarer und anregender Weise führt Benk den Leser durch Geschichte, Anliegen und Bedeutung 'negativer' theologischer Gottesrede. Dazu gehören auch Kapitel zur Religionspädagogik (Wie mit Kindern von Gott sprechen?), den Dialog mit der Naturwissenschaft als auch Klärungen über 'Gottesbildlichkeit des Menschen und Negative Anthropologie'.
Dass Gott weder gut noch gerecht, nicht Vater, Mutter, Geist oder Person ist, mag für viele Gläubige 'bestürzend und verstörend' (9) sein ' 'und doch ist es orthodoxe, katholische und evangelische Einsicht, es ist jüdische und muslimische Lehre' (ebd.).
Das Buch erscheint zur rechten Zeit, fordert es doch von den Christen eine revidierte Gottesrede (die vielleicht wieder mehr Glaubwürdigkeit erlangt) und von den neuen Atheisten ebenso eine redlichere Gegenrede.

Reiner Jungnitsch
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20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Zwergnase
Format:Gebundene Ausgabe
Astrophysikalische Theorien können allenfalls Aussagen über einen zeitlichen Anfang unseres Universums treffen ' aber sie können grundsätzlich keinen letzten Grund für die Existenz aller Dinge angeben (S.110).

Theologischer Schöpfungsglaube und naturwissenschaftliche Urknalltheorie stellen keine Alternative dar (S.111).

Dies sind zwei Zitate aus dem Kapitel "Schöpfung" ist kein Weltentstehungsmodell.

Kann ein (christliches) Gottesbild im 21. Jahrhundert noch aufrecht erhalten werden?
Der Autor Andreas Benk meint JA (aber unter gewissen Voraussetzungen und Vorbehalten).

Was ist negative Theologie?
Die Erkenntnis, 'Theologie und Kirchen verfügen nicht und verfügten nie über Gewissheiten, wenn es um letzte Fragen geht.' (S.13).

'Aber Negative Theologie rechtfertigt auch schon gar nicht eine resignierende Haltung, die sich abfindet mit unserer heillosen Welt.' (S.17)

'Das Göttliche liegt auch jenseits jeder denkbaren Offenbarung, auch die biblischen Schriftsteller können Gottes Wesen nicht offen legen...' (S.45)

'Unangemessen ist es, Gott gut und gerecht zu nennen, wahr dagegen ist es zu sagen, dass Gott nicht gut und nicht gerecht ist.' (S.48)

'Dieser Irrtum besteht darin, Gott als ein Ding innerhalb der Welt anzusehen und ihn nach den Kategorien der seienden Dinge dieser Welt bestimmen zu wollen.' (S.50)

Ja, zum Teil bietet dieses Buch jede Menge 'starken Tobaks', der verdaut werden muss.
Es liest sich durchwegs süffig und unterscheidet sich durch seine Leserfreundlichkeit deutlich von anderen theologischen Schriften.

Ich verstehe diese Schrift auch als Einladung zur Beibehaltung eines "von allen nachgeplapperten und doch nicht verstandenen Glaubenssätzen entschlackten Christentums".

Weg von einem auf dogmatische Lehrsätze reduziertem christlichen Glauben, welcher ein abstraktes Konstrukt, ein geschichtliches Relikt ist und somit nur noch einem Popanz gleichkommt. (S.148)

Christsein trotz 2000 Jahre Christentum!
Jesus nicht 'als Mensch getarnten Gott' verstehen, sondern als ein Mensch, der in besonderer Weisheit Bild Gottes sei und als dieses Bild Gott repräsentiert. (S.159)

Ein wirklich spannendes Buch, welches zum Verweilen und mehrmaligen Lesen einlädt.
Ich kam fast nicht nach mit dem Markieren einzelner Sätze.
Denkfutter und beste Unterhaltung zugleich.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Theologie zum Nachdenken 21. Januar 2011
Von TROH
Format:Gebundene Ausgabe
Gottesbegriffe wie Schöpfer,Vater und König sind unangemessen,theologische Rede missverständlich ,biblische und dogmatische Gottesbilder allzu menschlich,
Gott der Unverfügbare ist nicht abbildbar,die negative Theologie wird vom Autor leicht lesbar dargestellt und provoziert bei jedem Christen Fragen wie z.b.:
Kann man 2000 Jahre Glaubensgeschichte verbunden mit konziliarem Feilen an Lehrsätzen so ohne weiteres wegwischen ?
Hat nicht der authentische (?) Jesus selbst ständig Gottesbegriffe verwendet .
Weht nicht der Heilige Geist wo er will ?
Ist die persönliche Erfahrung des lebendigen Gottes frommer Trug?
Die göttliche Ebendbildlichkeit des Menschen versteht der Autor nicht als eine wesenhafte Verwandtschaft sondern als Bestimmung und Aufgabe zum
sozialen Handeln zur Solidarität mit den Opfern und zur Untermauerung der Menschenwürde,allerdings führt so die negative Theologie zu einer nicht unproblematischen Ethik ,wo der vernünftige Mensch sich selbst Gesetz wird ,da Gott der Unerreichbare ethisch-biblisch nicht verwertbar ist.
Ein Buch das zum Nachdenken und Hinterfragen des persönlichen Gottesbildes anregt, empfehlenswert auch auf Grund des flüssigen Schreibstils.
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