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Gott ist Liebe - Deus caritas est: Die Enzyklika
 
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Gott ist Liebe - Deus caritas est: Die Enzyklika [Gebundene Ausgabe]

Benedikt XVI.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 104 Seiten
  • Verlag: Sankt Ulrich Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. April 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936484902
  • ISBN-13: 978-3936484908
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 654.904 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Deus caritas est" - "Gott ist Liebe". Titel und Inhalt dieser ersten Enzyklika von Papst Benedikt XVI. haben weltweit für eine überraschte und begeisterte Aufnahme gesorgt. Der Heilige Vater verbindet mit seiner Antrittsenzyklika den Wunsch, die Liebe Gottes zu den Menschen tiefer kennenzulernen und diese Liebe an Gott und die Mitmenschen weiterzugeben. Vollständige und repräsentative Ausgabe mit einer Einführung des Augsburger Bischofs Walter Mixa.

Über den Autor

Joseph Ratzinger, geboren 1927, lehrte von 1959 an Theologie in Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg. 1977 wurde er Erzbischof von München und Freising und 1978 zum Kardinal erhoben. 1981 berief ihn Papst Johannes Paul II. zum Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre. Seit 1992 ist Ratzinger Mitglied der Académie des Sciences morales et politiques am Institut de France. Ab 2002 war er Dekan des Kardinalskollegiums. Am 19. April 2005 wurde Joseph Ratzinger zum Papst gewählt und nahm den Namen Benedikt XVI. an.


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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Eigentlich bezeichne ich mich als Atheist.
Wenn ich in "Weinlaune" bin, auch mal nur als "Agnostiker".

Aber im Grunde ist der Himmel über unseren Köpfen für mich leer - reine Athmosphäre.

Trotzdem habe ich die Enzyklika des neuen Papstes nicht nur mit Interesse, sondern mit Gewinn gelesen.

Will heissen:
Die Botschaft des ehemals als "Inquisitor" verschriehenen Kardinals ist so universell, dass sie jeden angeht - egal ob und welcher Religion man angehört.

Die Liebe in all ihren Facetten (oh ja, auch die erotische. Lustig eigentlich, dass sich alle Kommentatoren ganz verwundert immer wieder gerade dazu äußern...), und schließlich die uns alle angehende Frage, wie wir als Individuen und als Gemeinschaft der Menschen mit ihrer Hilfe unsere Leben sinnvoll und in einem ganz direkten Sinne "gut" gestalten können - all diesen Fragen geht der Papst hier nach.

Dass er sich hierbei hauptsächlich der Bibel bedient, ist logisch. Dass er dort aber nicht stehenbleibt, sondern auch allgemein-philosophische (persönliche?) Betrachtungen mit einwebt, also das Stadium der reinen "Bibel-Exegese" überschreitet, rechne ich ihm sehr hoch an.

Wer weiß, hätte man mir als Kind den christlichen Glauben in diesem Ton nahegebracht, vielleicht hätte ich die Ecclesia nie verlassen ;-)

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gott ist Liebe... 19. November 2008
Format:Gebundene Ausgabe
...und Christentum ohne Liebe ist nicht Christentum. Wie wahr!

Ich bin keine Theologin, und dieses Büchlein wurde mir empfohlen. Na ja, dachte ich, ein katholischer Dogmatiker. Wie konnte ich ahnen, dass sich Papst Benedikt XVI. als Mystiker entpuppt, denn alles was er hier schreibt, ist zutiefst wahr, und man merkt, der Mann GLAUBT mit voller Überzeugung, was er hier schreibt. Und das trefflich und logisch formuliert, zu Weihnachten 2005. Lesenswert nicht nur für Christen, sondern für alle. Spiritualitat (Gottesliebe) muss sich mit Nächstenliebe verbinden, die wahre Gottesliebe beweist sich in der aktiv praktizierten Nächstenliebe. Andernfalls ist überhaupt keine Spiritualität vorhanden.

Benedikt bezieht sich dabei auf Stellen im Alten und Neuen Testament: "Du solltst Gott lieben vom ganzen Herzen, von ganzer Seele... Und liebe deinen Nächsten wie dich selbst." "Eros" wird als begehrende, für sich selbst fordernde, ekstatische Liebe besprochen, die nur durch "Agape" (schenkende, fürsorgliche, selbstlose Liebe) als Gegenpol Dauer erhält - eines bedingt unablässig das andere. Gott begehrt Liebe und verschenkt Liebe, und der Mensch der Liebe begehrt muss ebenso Liebe verschenken. Und so wird die Idee herausgearbeitet, dass in einer Partnerschaft echte rauschhafte gemeinsame Liebe sich zur fürsorglichen, dauerhaften und bedingungslosen Liebe weiterentwickelt, in der Eros und Agape sich gegenseitig hervorbringen und bedingen.

Im größeren Zusammenhang erweist sich die brennende Liebe Gottes für seine Schöpfung in seiner inneren zärtlichen geistigen Berührung (d.h. in der geistigen Verschmelzung Gott/Logos mit dem Menschen) und in der Fürsorge für seine Schöpfung (indem er z.B. als Logos/Jesus selbst in die Welt kam);
- und die brennende Gottesliebe des christlichen Menschen erweist sich seinerseits, dies spiegelnd, in der praktizierten Nächstenliebe (Caritas).

So erschließen sich in kleinen Textstellen der tiefe Sinn von Leben und Tod Jesus, als Logos und Christos, und die Bedeutung von Abendmahl und Eucharistie.

Im zweiten Teil beschreibt der Papst die alte Tradition der praktizierten Nächstenliebe (Caritas) seit dem Bestehen der Urkirche an und weist darauf hin, dass wahre Christen die unbedingte Verpflichtung haben, soweit sie können ihr Habe mit Notleidenden zu teilen; nicht nur mit notleidenden Christen, sondern mit JEDEM Notleidenden, nach dem Jesu-Wort: "Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan", und dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Benedikt lehnt sowohl übersteigerten Materialismus als auch den (atheistischen) Kommunismus ab. Das eine, weil zu egoistisch und ohne Agape, das andere weil die Nächstenliebe von innen und durch Überzeugung kommen muss (durch innere Berührung mit Gott) und Selbstlosigkeit nicht politisch, ohne Gespür und Liebe für Gott, auf Dauer diktierbar ist.

Benedikt befürwortet strikt die Trennung von Kirche und Staat ("gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist - und Gott, was Gottes ist"), die Kirche hat nicht die Aufgabe, politisch zu sein, - allerdings hat der Staat wiederum die Verpflichtung, gerecht zu sein und darf Misstände (wie Armut) in der Gesellschaft nicht dulden. Die Christen hätten ihrerseits die Verpflichtung als Staatsbürger, für einen gerechten Staat zu sorgen. Die von der Kirche entwickelte Soziallehre soll dazu Anregung und Hilfestellung geben. Einen perfekten Zustand im Staat wird es allerdings nie geben, sondern die Gesetzgebung muss immer auf die jeweiligen Erfordernisse reagieren.

Trotz der politischen Trennung von Kirche und Staat betont Benedikt dennoch die Wichtigkeit von caritativen Tätigkeiten, Vereinen und Organisationen innerhalb der Kirche, die von Gläubigen getragen werden und lobt vor allem jene Personen und Orden, die sich der Nächstenliebe und Sozialarbeit seit Anbeginn der Kirche (beginnend mit der kirchlichen diakonia) gewidmet haben (Armenfürsorge, Krankenpflege, Schulbildung, Sozialhilfevereine usw.). Benedikt endet mit einem Gebet an Maria, die als Mutter Jesu als Fürsprecherin aller Notleidenden gilt.

Papst Benedikt XVI. hat mit dieser Enzyklika wirklich mein Interesse geweckt und mich angeregt, mehr von ihm zu lesen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Kunst des Liebens 26. April 2006
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ein im vornhinein als Hardliner eingestufter Papst entpuppt sich überraschender Weise mit seiner ersten Enzyklika DEUS CARITAS EST eher als "Heart-Liner" in einer Folge derjenigen, die die Liebe nicht im Sinne der körperlichen Erfüllung, sondern als allumfassendes Gebilde menschlicher Einheit begreifen. Nicht aus psychologischer Sicht beleuchtet, aber sehr wohl aus theologischer, hier auch bibelexegetischer Sicht und gepaart mit philosophischen Zitaten findet Papst Benedikt XVI Zugang zu seiner Caritas in zweifacher Weise: er beginnt in Teil I seiner Enzyklika mit der Einheit der Liebe, beginnend mit dem feinen sprachlichen Diskurs über Eros und Agape gefolgt mit Bibelauszügen mannigfaltiger Art und Quellen zu der vielleicht eigentlichen Wesentlichkeit der christlichen Liebe, in der Verschmelzung von Gottes- und Nächstenliebe. Secundum non datur, möchte man sagen, denn der Ausschluss rein (ver-) käuflicher Liebe in diesem Traktat ist erwartet, aber eben doch nicht unerwähnt.

Teil II trägt das Wesen der Dienstleistung aus Liebe, der Hilfe, der Zuwendung, der Empathie. Liebestun ist Auftrag der Kirche im zuvor hergeleiteten Sinne. Vielfältige Strukturen werden aufgezeigt bis hin zu den eigentlichen Wirkungsträgern innerhalb der kirchlichen Gemeinschaft.

"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", der Auftrag aus dem Buche Levitikus ist bindend und einheits- bildend für die christliche Gemeinde. Auch wenn das "Leviten lesen" eher negativ angehaucht ist, findet dieser Wahlspruch mannigfaltige Wiederverwendung im alltäglichen Leben wie in den Ausführungen in Literatur und Philosophie.

Die Kirche kommt auf die Menschen zu. Die Steigerung von Wert gegen Beliebigkeit und Relativismus ist erklärte Aufgabe des Papstes. (vergleiche Ohne Wurzel u.a. Schriften).

Folgen kann man aus dieser Enzyklika, das die Kirche ernst macht, wieder "Menschenfischer" zu werden. Ralph W. Emerson hat es einmal so formuliert: "Der Weise angelt mit seinem eigenen Wert".

(Verlautbarung des Apostolischen Stuhls Nr. 171 / 25.12.2005 )
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