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Gott fährt Fahrrad oder: Die wunderliche Welt meines Vaters Taschenbuch – November 2008


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Taschenbuch, November 2008
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 7. (November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492234046
  • ISBN-13: 978-3492234047
  • Originaltitel: De aansprekers
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,1 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 321.081 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Geschichten wie Meditationen. Oder Kreuzwegstationen. Nichts entgeht Maarten auf seinem Spaziergang über den Friedhof. Der Molch, der über den Weg huscht, das seltene Glaskraut, das in alten Mauerritzen überlebt hat, alles ist plötzlich hochwichtig geworden. Die Furchen, die der Vater letzten Samstag noch in die Wege harkte. Der Vater! Sein Leben lang arbeitete dieser ewig fluchende, aber liebe Grobian als Grabmacher auf dem Friedhof, nun ist er selbst auf den Tod erkrankt. Krebs im Endstadium, ein halbes Jahr höchstens noch, lautete die Diagnose. Und nur der Sohn kennt die Wahrheit.

Dem Niederländer Maarten 't Hart ist ein Erinnerungsbuch an seinen Vater Pau gelungen, wie es sich zarter und schmerzlicher kaum denken lässt. "Schisshase", vom Vater seiner mangelnden Durchsetzungsfähigkeit wegen oft gehänselt, steht nun vor einer quälenden Entscheidung. Hat er die moralische Verpflichtung, den Todgeweihten von seinem unabwendbaren Schicksal zu unterrichten oder darf Verschweigen zugunsten einiger Monate in friedlicher Unkenntnis als die humanere Lösung gelten?

Da bietet auch sein geliebter Bach, Meister in Todesfragen, keinen Trost mehr. In diesem so schlagartig verdüsterten Sommer des Jahres 1973 begibt sich Maarten zurück auf eine denkwürdige Erkundungsfahrt in seine von calvinistischer Strenge geprägten Kindertage. Nach und nach erschließt sich ihm die schrullige Welt des stets fremd gebliebenen, aber geliebten Vaters -- bis ein Abschied möglich scheint.

In diesen lose zusammenhängenden Geschichten um Schuldverstrickung, Tod und dessen Verarbeitung zeigt sich eine Empfindungsschärfe, wie sie in der heutigen Literatur kaum noch anzutreffen ist. Trotz des großen tragischen Anlasses sind es im Grunde oft humorige Kleinstgeschehnisse, die erst durch Maartens philosophische Brille zu Betrachtungen von universeller Größe geraten. Das ist schön, das ist traurig, das ist selten geworden. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Der Niederländer Maarten ’t Hart ist ein phantastischer Erzähler. Was hat er uns nicht für Bücher geschenkt!« Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von marielan VINE-PRODUKTTESTER am 22. November 2004
Format: Taschenbuch
Eine autobiografische Erzählung 't Harts: Bei seinem Vater wird Krebs diagnostiziert, aber der Sohn, der einzige, der davon weiss, kann mit dem Vater nicht darüber sprechen. Mit dem nahen Ende vor Augen erinnert sich 't Hart an Episoden seiner Kindheit, Geschichten, die der Vater erzählt hat, und die Probleme einer Vater-Sohn-Beziehung.
Autobiografische Erzählungen sind fast das Schwierigste für Autoren, v.a. wenn es sich um die Auseinandersetzung mit Vater oder Mutter handelt. Von peinlichem Gefühlsüberschwang bis zu falscher Rücksichtnahme auch sich selbst gegenüber ist alles möglich. Umso bewundernswerter, wie 't Hart alle Klippen umgangen ist.
Der Autor erzählt Geschichten; er betreibt keine Ursachenforschung, hält sich nicht mit der Beschreibung einzelner Emotionen und deren Folgen auf. Im Gegenteil, gerade weil er die verletzenden Bemerkungen des Vaters gegen den Sohn unkommentiert stehen lässt, ist es der Leser, der die Kränkungen stellvertetend empfindet.
Doch auch der eigenen Feigheit stellt sich 't Hart: Obwohl der Vater Totengräber ist, der Sohn ihn als Kind oft zur Arbeit begleitet hat und ihm heute noch hilft, ist der Tod nur dann Gesprächsthema, wenn er andere betrifft. So haben Vater und Sohn als Erwachsene zwar eine friedliche Form des Miteinander-Umgehens gefunden, aber das eine wichtige klärende Gespräch bleibt aus.
't Harts Buch ist ein Zwei-Personen-Stück, denn Mutter, Bruder und Ehefrau sind Statisten, die die einzelnen Erzählungen begleiten, aber nicht prägen. Das Zentrum des Buches bildet die titelgebende Auseinandersetzung des Kindes mit Gott, wunderbar anschaulich erzählt.
Tipp: Es wäre nicht schlecht, beim Lesen des Buches die Bibel griffbereit zu haben, sonst bleiben Teile mancher Dialoge (S. 220 ff) im Dunkeln.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 13. Februar 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Maarten`t Hart ist ein ausgezeichneter Autor, und "Gott fährt Fahrrad" eines seiner besten, vielleicht sein persönlichstes Buch. In ihm würdigt er seinen verstorbenen Vater. In berührenden, nahezu zerfließenden Worten wird der Kindheit und Jugend Maartens gedacht, immer in Hinblick auf die existenzielle Angst über den baldigen Verlust des Vaters. Der Vater, "Grabmacher" von Maassluis, wird mal mürrisch, boshaft, schonungslos, mal verständnisvoll, mal zärtlich und eigensinnig, mal verspielt und wiederum wortkarg, klotzig, dumpf, in sich gekehrt, als "ein so humorvoller, fröhlicher Kerl, der noch so verflixt jung aussieht, man würde ihn auf Ende Fünfzig schätzen", dargestellt. Schon im ersten Kapitel wird klar, dass es sich hier nicht um einen besonders "wunderlichen Vater", sondern um "die wunderliche Welt meines Vaters" dreht. Ihre liebenswert düstere Atmosphäre beziehen die zwölf Kapitel des Romans aus der Fülle an Todesantizipationen; allein der Beruf des Vaters gibt da viel her; Maarten, der als einziger der Familie über das unabwendbare Ende des Vaters unterrichtet ist, stellt sich in immer beklemmenderen Ausmaß die Frage, ob er diejenigen, die er so sehr liebt, einweihen soll oder nicht, "tat ich wirklich gut daran, ihm nicht zu sagen, was ihn erwartete? Hatte man kein Recht darauf zu wissen, was los war? Würde ich selbst es wissen wollen, wenn meine Ende nahte?"; wieder und wieder machen sich Verzweiflung ("Solange ich es für mich behalten mußte, war es nicht sein, sondern mein Tod"), Fragen nach Glaube und Bestimmung ("Wenn er starb, gab es die einzige Person nicht mehr, die zwischen mir und dem Tod stand"), das Bewußtsein eigener Ohnmacht breit.Lesen Sie weiter... ›
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "es_hat_geklingelt" am 29. Juni 2004
Format: Taschenbuch
In diesem aus mehreren Episoden bestehenden Roman verarbeitet Maarten t'Hart den Tod seines Vaters. Nach einem Zusammenbruch des Vaters wird Maarten mitgeteilt, das sein Vater schwer an Krebs leide, und er noch wenige Wochen zu leben hat. Er entschließt sich, seinen Vater im Unklaren über diesen Zustand zu lassen. Er befürchtet, der als Totengräber arbeitende Vater, ließe sich dann gehen und Maarten würde so unnötig seinen Tod nur beschleunigen. So lebt er einige Woche mit seinem Vater und nimmt diese letzte Zeit besonders intensiv und sorgfältig war, doch irgendwann kann er sein Geheimnis einfach nicht mehr verstecken...
Dieses Buch zeugt von der außerordentlichen Liebe die Maarten t'Hart und seinen Vater verbunden haben. Sehr poetisch und mit viel Nachdruck schildert er diese traurige Geschichte so, das sie einem im Gedächtnis bleibt.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 20. September 2003
Format: Taschenbuch
Ja, 'Gott fährt Fahrrad', ist ein melancholisches Buch. Aber so viele Tränen gelacht wie bei diesem Buch habe ich auch schon lange nicht mehr.
Der Autor nimmt Abschied von seinem ungehobelten, skurrilen Vater. Dieser Abschied ist traurig und schmerzhaft. Aber er nimmt uns bei seinen Abschiedsbesuchen mit in die wunderliche Welt seines Vaters, der zugleich grob und verletzend sein kann, aber auch zart und empfindsam. Der ungebetene Friedhofsbesucher mit heraushängendem Gebiss vertreibt und sich beim Schachspielen durch zitieren von Bibelstellen unterhält. Mit dem Autor habe ich das liebenswerte an diesem eigentümlichen, sonderbaren oder besser: besonderen Menschen entdecken dürfen.
Bei aller Melancholie - ich habe das Buch mit einem Lächeln zugeklappt.
Ein wunderbares Buch!
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