Anne Schneider beschreibt in diesem Buch wie ihr Mann nach einem Unfall und einer zunächst falschen ärztlichen Diagnose in die "Mühlen" unseres kalten, nüchternen, desinteressierten und formellen Gesundheitsapparates gerät und am Ende beinahe mit der vernichtenden Bilanz "Der wird nicht mehr." in die END-STATION geschlossene Psychiatrie abgeschoben wird.
Während die Familie die Endgültigkeit der ärztlichen Diagnose stoisch hinnimmt und damit beschäftigt ist, materielle Schadensbegrenzung zu betreiben, überwindet Anne ihre Ohnmacht, ihre Ängste und weigert sich, ihren Mann aufzugeben. Aufgrund ihrer naturheilkundlichen Kenntnisse weiß sie, dass noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Unbeirrt wendet sie ihr Wissen an und hat Erfolg.
Diese spannend geschriebene und ergreifende Erzählung zeigt, wie wichtig es ist, Verantwortung für "unseren Nächsten" zu übernehmen, ärztliche Diagnosen unter Umständen zu hinterfragen und im Rahmen vorhandener Möglichkeiten selbst nach Lösungswegen zu suchen.
Das geschilderte Beispiel macht deutlich, welches Potential in naturheilkundlicher und ganzheitlicher Medizin steckt. Der Mensch ist keine Maschine, die durch chemische Stoffe, Reparaturen und Ersatzteile funktionsfähig gehalten werden kann. Nach umfassender und individueller Diagnostik sollten körperliche, immunbiologische und seelische Aspekte eines Krankheitsgeschehens berücksichtigt werden. Es macht Sinn, sich wieder an alte Traditionen der Naturheilkunde heranzutasten und sie in Kombination mit modernen Methoden anzuwenden.
Einen praktischen Beweis hierfür gibt uns Anne Schneider mit ihrem überaus lesenswerten Buch.