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Gott und die Wissenschaft
 
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Gott und die Wissenschaft [Taschenbuch]

Jean Guitton , Grichka Bogdanov , Igor Bogdanov , Eva Moldlenhauer
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Dtv (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423330279
  • ISBN-13: 978-3423330275
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 782.332 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Das Thema liegt zur Zeit in der Luft. Doch wenn man nur ein einziges Buch dazu kaufen dürfte, so sollte man unbedingt das Gespräch zwischen dem großen christlichen Philosophen Lean Guitton und den Brüdern Bogdanov wählen, das dieses populärwissenschaftliche und populärphilosophische Meisterwerk wiedergibt." (Madame Figaro)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wer nach der Lektüre dieses Buches noch an einem Schöpfer zweifelt, dessen Glaube ist wirklich bewundernswert! In einem bemerkenswerten Dialog zwischen dem Philosophen Jean Guitton und den Naturwissenschaftlern Grichka und Igor Bogdanov werden wichtige Fragen besprochen wie: Wie sieht die moderne Physik die Beziehung zwischen Geist und Materie? Woher kommt das Universum, was ist das Reale, warum gibt es etwas und nicht nichts? Die diskutierten Antworten sind verblüffend. Immer mehr führen sie den Leser zu der Erkenntnis, daß es wohl unwahrscheinlich ist, daß der Zufall für die Existenz des Universums und des Lebens verantwortlich ist. Die althergebrachte Vorstellung Gott und die Wissenschaft gehören zu zwei unterschiedlichen Welten wird bezwingend widerlegt. Wahrhaftig ein populärwissenschaftliches und populärphilosophisches Meisterwerk.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mag Sarah Krampl TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Jean Guitton (1901-1999 Paris) war ein Schüler von Henri Bergson und ein christlich geprägter Philosoph, 1961 wurde er Mitglied der Académie francaise.

Die Zwillingsbrüder Grichka und Igor Bogdanov (1949 in Frankreich) sind Physikwissenschaftler in den Bereichen Astrophysik und Theoretische Physik.

"Gott und die Wissenschaft" ist ein Gedankenaustausch in Form eines Interviews zwischen den Brüdern Bogdanov und Jean Guitton. Ähnlich wie im neuesten Buch von Hans-Peter Dürr oder in Bücher von Joseph Tomiska, Walter Thirring, Jörg Starkmuth und viele mehr, beschäftigen sich die Autoren mit der Frage nach der Realität vom Standpunkt der neueren Physik ab Entdeckung der Quantentheorie bzw. mit der materiellen versus der spirituellen, religiösen Welt. Heutzutage gelangt man immer weiter weg vom Determinismus und Materialismus des 19. Jahrhunderts zugunsten geisteswissenschaftlicher Erkenntnisse. Seitdem Physiker auf die Existenz von Elementarteilchen aufmerksam wurden, die noch viel kleiner als die Atome sind, wie die Quarks zum Beispiel, und aufgrund der höchst dynamischen und unberechenbaren Quantentheorie, ist man sich hinsichtlich der Beschaffung und der Wirkmechanismen der materiellen, be- und angreifbaren, sichtbaren Welt nicht mehr so einig und sicher. Auch in diesem Buch wird darüber in sehr effektiver Weise diskutiert. Dass Elementarteilchen sowohl als Teilchen als auch als Wellen vorkommen können führt in diesem Buch zu der Einsicht, dass die Realität davon abhängt, "auf welche Weise wir sie zu beobachten beschließen". Es fallen neue Begriffe wie Metalogik und Metarealismus, die zu einer neuen, dem 21. Jahrhundert gebührenden Weltsicht führen sollen. Die Entropie, die wachsende Unordnung des expandierenden Universums, birgt vielleicht doch in der Unordnung eine eigene Ordnung:

"Kurz gesagt, der Kosmos, wie wir ihn heute kennen, samt allem, was er enthält, angefangen von den Sternen bis zu Ihrem Schlüssel hier auf dem Tisch, ist lediglich der asymmetrische Überrest eines Universums, das einst vollkommen symmetrisch war. Die Energie des anfänglichen Feuerballs war so hoch, dass die vier Wechselwirkungen - die Gravitation, die elektromagnetische Kraft, die starke Kernkraft und die Zerfallskraft - in einer einzigen, vollkommen symmetrischen Wechselwirkung vereinigt waren. Dann ist dieser Feuerball aus Quarks, Elektronen und Photonen in eine Phase der Expansion eingetreten, das Universum hat sich abgekühlt, und die vollkommene Symmetrie ist augenblicklich zerbrochen."

Wann und wie ist laut Urknalltheorie, die die Autoren aus verschiedenen Gründen bejahen, das Universum entstanden?

"Wir befinden uns also 10 hoch minus 43 Sekunden nach dem Urknall [...] Die Geschichte, die wir durchlaufen haben, hat etwa drei Minuten gedauert. Von nun an entwickeln sich die Dinge sehr viel langsamer."

Die Autoren behandeln Fragen hinsichtlich der belebten und unbelebten Materie, und Begriffe wie Zufall und Notwendigkeit, also Themen die gerade heute in der Physik höchste Priorität haben und kommen unter anderem zu folgendem Schluss:

"Der entscheidende Sprung jedoch erfolgt auf der Ebene der Makromoleküle. In diesem Stadium scheint der Schmetterling unendlich strukturierter, geordneter zu sein als der Stein.
Dieses kleine Beispiel erlaubt uns, den einzigen grundlegenden Unterschied zwischen dem Unbelebten und dem Belebten zu erfassen. Das eine enthält ganz einfach mehr Informationen als das andere."

Das Lebendige entsteht aus Materie, alles strebt zur Bewusstwerdung. Dass zunächst Unordnung herrschen muss - wie auch der zweite Hauptsatz der Thermodynamik formuliert - wird als Vorbereitung für eine größere Ordnung angesehen, alles befindet sich in ständigem Wandel, alles ist in Bewegung, alles ändert und verwandelt sich infolge des dynamischen Prozesses des Lebens:

"[...] das, was man Realität nennt, ist folglich nichts anderes als eine Aufeinanderfolge von Diskontinuitäten, Fluktuationen, Kontrasten und Unebenheiten des Terrains, die in ihrer Gesamtheit ein Informationsnetz bilden."

Wie Peter Dürr, sind auch hier die Autoren der Meinung, dass Teilchen oder Wellen nicht durch sich selbst existieren sondern mittels der Wirkungen, die sie hervorbringen. Die kleinsten Teilchen wie die Quarks sind keine Kraft und auch keine Energie sondern Wirkungen, Wechselwirkungen:

"Die Welt besteht aus Feldern, die ständig miteinander in Wechselwirkung stehen".

Schließlich äußert sich besonders Jean Guitton über das Doppelspalt-Experiment, wonach Beobachter und Beobachtetes ein dasselbe System bilden, und durch das Experiment mit Schrödingers Katze zum Thema: Gott und Glaube. Die Frage drängt sich nämlich auf, wer wohl das Universum beobachtet. Guitton Antwort dazu ist folgende:

"Meine Antwort: Die parallelen Universen, die alternativen Realitäten existieren nicht. Es gibt lediglich virtuelle Realitäten, mögliche Verzweigungen, die verschwinden, um unserer einzigen Realität Raum zu geben, sobald jener große Beobachter eingreift, der, von außen, die kosmische Evolution in jedem Augenblick verändert. Dann versteht man, warum dieser sowohl einzige wie transzendente Beobachter für die Existenz und die Entwicklung unseres Universums absolut unerlässlich ist.
Und schließlich versteht man, dass dieser kosmische Beobachter für mich einen Namen hat."

Interessant ist auch die Aussage, dass jeder beliebige Teil das Ganze in sich trägt. Sämtliche Gegenstände die wir sehen, Kleider die wir tragen, Lebewesen tragen die Unendlichkeit in sich:

"Anders gesagt, wenn ich dieses simple Glas auf dem Tisch hier hochhebe, bringe ich Kräfte ins Spiel, die das gesamte Universum involvieren: alles, was auf unserem winzigen Planeten geschieht, steht in Beziehung zur Unermesslichkeit des Kosmos, als trüge jeder einzelne Teil die Totalität des Universums in sich. Mit dem Foucaultschen Pendel müssen wir also zugeben, dass zwischen allen Atomen des Universums eine geheimnisvolle Wechselwirkung besteht, die weder einen Energieaustausch noch irgendeine Kraft ins Spiel bringt und dennoch das Universum zu einer einzigen Totalität verknüpft. [...] Alles sieht so aus, als ob eine Art "Bewusstsein" eine Verknüpfung zwischen jedem Atom des Universums herstellte. Wie Teilhard de Chardin schrieb: "In jedem Teilchen, jedem Atom, jedem Molekül, jeder Materiezelle leben und wirken im Verborgenen die Allwissenheit des Ewigen und die Allmacht des Unendlichen."

Zum Schluss sprechen die Autoren über die Wahrnehmung und den menschlichen Geist. Wir lernen bereits als Kinder, die Welt in bestimmten Bahnen wahrzunehmen, damit wir uns verständigen können. Eigentlich gibt es weder Licht noch Farbe, weder Töne noch Musik, weder Kälte noch Wärme. Unser Gehirn absorbiert diese unterschiedlichen physikalischen Erscheinungen und bildet daraus Muster die immer wiederkehren. Musik ist nichts anderes als eine "momentane Änderung des Luftdrucks auf unser Trommelfell."

Wir erträumen uns die Welt:

"Wir träumen sie als etwas Dauerhaftes, Geheimnisvolles, Sichtbares, räumlich Allgegenwärtiges und zeitlich Stabile. Doch jenseits dieser Illusion verflüchtigen sich alle Kategorien des Realen und Irrrealen. So wie man nicht mehr die Ansicht vertreten kann, dass Schrödingers Katze entweder lebendig oder tot ist, sowenig kann man die objektive Welt als existent oder nichtexistent wahrnehmen: Geist und Welt bilden ein und dieselbe Realität [...]Der Metarealismus beginnt genau in dem Augenblick, wo der Träumer sich seiner selbst und seines Traums bewusst wird."
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Der von dem französischen Religionsphilosophen Jean Guitton mit den Physikern Grichka und Igor Bogdanov geführte Dialog über wissenschaftliche und theologische Grenzfragen ist in seiner Darstellung auch für interessierte Laien leicht les- und verstehbar. Die Autoren haben sich nicht gescheut, selbst komplizierteste Fragestellungen der theoretischen Physik in ihren Diskurs mit aufzunehmen und haben dabei gänzlich auf die Hilfe der Mathematik verzichtet. Ohne sich auf das Niveau von Spekulanten und fachliche Laien einzulassen.
Wer ernsthaft der Frage nachgeht, wodurch sich die Wirklichkeit auszeichnet und was hinter jenen Grenzen liegen mag, was mittels unseres Wahrnehmungsvermögens nicht mehr erreichbar ist, wird interessante und spannende Antworten erhalten.
Horst Ditz
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