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Gott und die Welt
 
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Gott und die Welt [Gebundene Ausgabe]

Joseph Ratzinger , Benedikt XVI. , Peter Seewald
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach dem 1996 erschienenen Salz der Erde legt Peter Seewald einen zweiten Band von Gesprächen mit Kardinal Ratzinger vor. Entstanden im Februar 2000 in der weltberühmten Benediktinerabtei Montecassino, durch große thematische Bögen geordnet, in eher lockerer Fügung, fast mosaikartig, gewinnen sie ihre Einheit durch die beständig umkreiste Mitte des christlichen Glaubens. Die angesprochenen Themen reichen von Glaube, Hoffnung, Liebe über Grundfragen der Ethik, Jesus Christus bis hin zu Kirche, Liturgie und Sakramenten.

Seewald übernimmt die Rolle des kritisch nachfragenden, oft skeptischen Zeitgenossen. Ratzinger weicht keiner Schwierigkeit aus, ja oft vertieft er zunächst das von Seewald aufgeworfene Problem. In nie ermüdender Geduld und erstaunlicher Antwortfähigkeit, mit beeindruckender synthetischer Kraft zieht er die Grundlinien des Glaubens aus, um alle diese Linien wieder in seiner Mitte zusammenzuführen. Ratzingers zu Recht viel gerühmte Einführung in das Christentum (1968) hat so in ihrem Anliegen in der Gestalt des Gesprächs eine großartige neue Form gefunden, die inhaltlich denn auch durch ihr Gespür für die aktuellen Herausforderungen in Kultur und Gesellschaft besticht.

Nur wenig ist kritisch anzumerken: Allein aus der intellektuellen Biografie Ratzingers ist sein unnötiges, allenthalben spürbares und nur leise eingeschränktes Ressentiment gegen die historisch-kritische Methode in der Bibelwissenschaft zu erklären. Peinlich (und vermutlich vom Verlag zu verantworten) ist indes der Text des Rückumschlags, der Ratzinger als "einen der größten christlichen Gelehrten seit Thomas von Aquin" apostrophiert. Die vollendete Maßstabslosigkeit dieser Aussage zeigt aber nur einmal mehr die Notwendigkeit des Anliegens dieses großen und wichtigen Buches: die Einführung in die Mitte des christlichen Glaubens. --Martin Brüske

Wissenschaft-Online

Hat der christliche Glaube dem aufgeklärten Menschen des 21. Jahrhunderts noch etwas zu sagen? In einer Welt, in der die Wissenschaften den einstmals geheimen Bauplänen des Universums und des Lebens zunehmend auf die Spur kommen und das Denkbare immer rascher auch zum Machbaren wird? Oder ist die christliche Lehre längst als Mythos entlarvt und die existenzialistische These belegt, dass der Mensch „zur Freiheit verdammt“ sei (Sartre) und die ethisch-moralischen Grenzen seines Handlungsspielraums eigenverantwortlich zu bestimmen habe? In seinem neuem Buch „Gott und die Welt“ — nach dem 1996 erschienenen „Salz der Erde“ abermals in Form eines unterhaltsamen Dialogs mit dem ehemaligen „Spiegel“- und „Süddeutsche Zeitung“-Redakteur Peter Seewald verfasst — meint Ratzinger, der Präfekt der katholischen Glaubenskongregation, allein die christliche Glaubenslehre sei im Stande, verbindliche Standards für das Gelingen menschlichen Lebens aufzurichten und „letzte Grenzen unseres Machens, Könnens und Dürfens“ aufzuzeigen. Das allein mag für den Agnostiker freilich nicht Grund genug sein, sich dem christlichen Glauben anzuschließen, dessen Aussagen von Ratzinger selbst als oft „schwer verständlich und schwer annehmbar“ bezeichnet werden. Und so unternimmt der oberste Hüter der katholischen Lehre den Versuch, in drei großen Kapiteln, „Von Gott“, „Von Jesus Christus“ und „Von der Kirche“, die zentralen Axiome des christlichen Glaubens versteh- und damit annehmbarer zu machen. Seine Ausgangsthese ist — darin ist Ratzinger ganz Katholik —, dass die Grundaussagen des christlichen Glaubens zumindest in Grenzen verstandesmäßig erfassbar seien — ohne dass es freilich eine erschöpfende Beweisbarkeit im naturwissenschaftlichen Sinne gebe. In einer zunehmend säkularen Gesellschaft, die sich ihrer christlichen Wurzeln in steigendem Maße nicht mehr vergegenwärtig ist und Orientierungslosigkeit zu einem Massenphänomen wird, kann dieser „Einführung in das Christentum“ nur eine weite Verbreitung gewünscht werden. Rezensent: Markus Rau

Kurzbeschreibung

Joseph Kardinal Ratzinger erörtert im Gespräch mit dem Journalisten Peter Seewald die Grundlagen des Glaubens und der Kirche und gibt eine profunde und verständliche Einführung in die christliche Religion.Die Kardinalfrage: Warum musste Christus sterben?
Was bedeuten die Sakramente? Was ist mit Eucharistie gemeint? Mit Himmel und Hölle? Gibt es Freiheit? Das Wissen über die Inhalte des christlichen Glaubens geht den Menschen mehr und mehr verloren. Joseph Kardinal Ratzinger, der "zweite Mann im Vatikan", erörtert im Gespräch die Grundlagen des Glaubens und der Kirche und gibt eine profunde und verständliche Einführung in die christliche Religion.
Die christliche Religion verliert in der westlichen Welt ihre einstmals die gesamte Gesellschaft prägende Kraft. Die Zeichen und Handlungen des Glaubens sind für viele längst zu leeren Hülsen geworden, und das Wissen über die Inhalte und ihre Bedeutung schwindet. Die Kirche scheint keine Antworten auf die Fragen unserer Zeit geben zu können. Der Journalist Peter Seewald befragte Joseph Kardinal Ratzinger, den autorisierten Hüter der katholischen Lehre, nach den grundlegenden Dingen des Glaubens. Jenseits von wissenschaftlichen Disput en geht es in dem Gespräch um die Grundpfeiler und Bausteine von Christentum und Kirche, um das Lesen der Bibel, das Wesen Gottes und der Schöpfung, um Jesus, um die urspüngliche Gestalt der Kirche, das Papsttum, um Dogma und Zweifel. Das Buch ist eine Einführung in den christlichen Glauben und es ist zugleich der Versuch, aus dem Gefühl des Abgestandenen und des Schon-längst-Wissens herauszuführen.
"Es muss sozusagen wieder eine Neugierde nach dem Christentum entstehen, der Wunsch wirklich zu erkennen, was da eigentlich ist." (Joseph Kardinal Ratzinger)

Über den Autor

Joseph Ratzinger, 1927 in Markl am Inn geboren, war Professor für katholische Theologie in Freising, Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg. Ab 1962 einer der führenden Konzilstheologen, wurde er 1977 Nachfolger von Kardinal Döpfner als Erzbischof von München und Freising, 1981 dann zum Präfekten der Glaubenskongregation ernannt, der zentralen Instanz für die Interpretation und die Verteidigung der kirchlichen Lehre. Von Joseph Kardinal Ratzinger erschien 1996 der internationale Bestseller 'Salz der Erde'. Am 19.04.2005 wurde er zum Papst gewählt und gab sich den Namen Benedikt XVI.

Auszug aus Gott und die Welt. Neue Einführung in die Lehre des Christentums. Ein Gespräch mit Peter Seewald von Joseph Ratzinger, Benedikt XVI., Peter Seewald. Copyright © 2000. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort

Von Joseph Kardinal Ratzinger

Im Jahr 1996 hatte mir Peter Seewald ein Gespräch über die Fragen vorgeschlagen, die der heutige Mensch an die Kirche stellt und die ihm oft den Zugang zum Glauben versperren. Daraus ist das Buch "Salz der Erde" entstanden, das vielen zu einer dankbar angenommenen Orientierungshilfe geworden ist.
Durch das große und erstaunlich positive Echo, das dem Buch beschieden war, fühlte sich Herr Seewald angeregt, eine zweite Gesprächsrunde vorzuschlagen, in der nun die inneren Fragen des Glaubens selbst auszuleuchten seien, der auch vielen Christenmenschen wie ein schwer durchdringlicher Urwald erscheint, in dem man sich kaum zurechtfinden kann, vieles, auch Wichtiges an ihm, erscheint dem heutigen Denken schwer verständlich und schwer annehmbar.
Diesem Plan stand zunächst meine berufliche Überlastung entgegen. In der spärlichen Freizeit, die mir zur Verfügung steht, wollte ich endlich ein Buch über den Geist der Liturgie schreiben, das ich seit Anfang der achtziger Jahre schon geplant, aber nie hatte zu Papier bringen können. In drei Sommerurlauben entstand schließlich das Werk, das Anfang dieses Jahres erschienen ist. So war nun endlich der Weg frei für das zweite Gespräch mit Seewald, für das er als symbolträchtigen Ort das Mutterkloster des Benediktinerordens, die Abtei Montecassino, vorgeschlagen hat. Dort haben wir, von der benediktinischen Gastfreundschaft gestärkt, vom 7. - 11. Februar dieses Jahres unseren neuerlichen Dialog geführt, den Herr Seewald sorgsam vorbereitet hatte. Ich mußte mich auf die Inspiration des Augenblicks verlassen.
Die Stille des Klosters, die Freundlichkeit der Mönche und des Abtes, die Atmosphäre des Gebetes und die ehrfürchtige Feier der Liturgie haben uns viel geholfen; es fügte sich, daß wir auch das Fest der Schwester des heiligen Benedikt, der heiligen Scholastika, dort mit dem gebührenden Glanz feiern durften. So gilt den Mönchen von Montecassino der herzliche Dank der beiden Autoren, die diesen ehrwürdigen Ort als eine Stätte der Inspiration erfahren haben.
Es braucht wohl nicht eigens gesagt zu werden, daß jeder der beiden Autoren für sich selber spricht und seinen je eigenen Beitrag vorlegt. Wie im "Salz der Erde", so ist auch hier - wie mir scheint - gerade durch die Unterschiedlichkeit der Herkünfte und der Weisen des Denkens ein wirklicher Dialog entstanden, in dem die ungeschönte Direktheit des Fragens und des Antworten sich als fruchtbar erweist. Herr Seewald, der meine Antworten auf Tonband aufgenommen hatte, hat für deren Verschriftlichung Sorge getragen und die nötigen Straffungen vorgenommen. Ich selbst habe meine Antworten kritisch durchgelesen und sie, wo es mir nötig schien, sprachlich geglättet oder auch vorsichtig die eine oder andere Ergänzung angebracht, im ganzen aber das gesprochene Wort stehen lassen, so wie es der Augenblick hervorgebracht hatte. Ich hoffe, daß dieses zweite Dialogbuch eine ähnlich freundliche Aufnahme findet wie "Salz der Erde" und vielen Menschen auf der Suche nach einem Verstehen des christlichen Glaubens Hilfestellung bieten kann.

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