Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Glaube unter der wissenschaftlichen Lupe, 20. Oktober 2008
Wer die aktuellen Diskussionen verfolgt stellt schnell fest: Glaube und Wissenschaft verstehen sich nicht. Und wie das Beispiel von Richard Dawkins "Gotteswahn" zeigt (englisch als "God Delusion" viel besser), mögen sie sich oft auch nicht.
Doch wie Dawkins selbst zugeben muss, hat Religion auch im Licht seiner geheiligten Selektion Bestand. Selbst in unserer aufgeklärten Kultur ist sie nicht totzukriegen. Und in "Gott, Gene und Gehirn" erfahren wir, warum. Mindestens genauso fundiert, aber ohne jeden missionarischen Drang in die eine oder andere Richtung.
Aus welchen anthropologischen Wurzeln entstand Religion? Wie verträgt sich Glaube mit Evolution? Was ist dran am "Gottes-Gen", oder auch am "Gottesmodul" im Hirn? Wie wirkt Glaube auf das Rudel/die Gesellschaft? Und warum wachsen Glaubensgemeinschaften wieder? Oder sogar - sehr schön! - was hat das Alphabet mit Verzückung zu tun? Vaas und Blume liefern zu all diesen Themen den aktuellen wissenschaftlichen Stand, und vermitteln dabei auch ein fundiertes Bild der Themen rechts und links ihres Fadens.
Warum dann nur vier Punkte? Bleiben wir beim Vergleich zu Dawkins, liefert der dem Leser geschliffene Sätze, um ihn zu überzeugen. Und dabei ist er locker mal runterzulesen. "Gott, Gene und Gehirn" ist ein wissenschaftliches Buch, eher Primärliteratur und - obwohl dafür sehr gut zu lesen - vermutlich doch nicht für jeden Leser geeignet. Wer allerdings tiefer in dieses spannende Thema einsteigen möchte, findet hier einen enormen Fundus an Wissen. Und Diskussionsstoff für diverse Abende!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fundiert, sachlich, vielschichtig, differenzierend - und spannend!, 10. Januar 2009
Zur empfehlenden Rezension von Arvid Leyh, der ich mich anschließe, und der den Inhalt des Buches beschreibenden Rezension von Rüdiger Vaas, seien zwei Aspekte ergänzt:
Als besonders angenehm fällt beim Lesen des Buches zum einen die vorsichtige, ja warnend kritische Zurückhaltung gegenüber voreiligen Interpretationen und Schlussfolgerungen aus bisherigen Forschungsergebnissen auf, sowie zum anderen die Enthaltsamkeit in Sachen Polemik. Diese für seriöse wissenschaftliche Publikationen unverzichtbaren Tugenden scheinen in den eine breite Öffentlichkeit ansprechenden Medien im Kampf um Leser-, Zuschauer- und Zuhörerzahlen in den vergangenen Jahren ja vielfach bedenklich abhanden gekommen - umso erfreulicher, sie hier gekonnt wiederbelebt zu finden, ohne dass beim Lesen Langeweile aufkäme!
Es steht zu hoffen, dass auch die Diskussionen um das Buch "Gott, Gene und Gehirn" die Vielschichtigkeit der Themen und Betrachtungen dieses Buches, den "enormen Fundus an Wissen", wie Arvid Leyh zutreffend schreibt, aufgreifen, und auf eben solch differenzierender und sachlicher Ebene geführt werden.
Ein wichtiges und spannendes Buch, dessen dargestellte Erkenntnisse und Theorien auch gläubige Menschen nicht fürchten müssen. Die Autoren selbst widmen der Feststellung große Aufmerksamkeit, dass (und warum) Wissenschaft und Forschung Glaubensinhalte wie z.B. Gott weder widerlegen, noch beweisen können.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
wissenschaftlich fundierte Darstellung, 30. April 2009
Über die menschliche Religiosität sind in den letzten Jahren viele Bücher geschrieben worden, aber nur wenige sind wissenschaftlich so gut fundiert wie das vorliegende Buch. Es ist zweifellos ein Glücksfall gewesen, dass sich der Neurobiologe Rüdiger Vaas und der Religionswissenschaftler Michael Blume zusammengefunden haben, um das hoch interessante, aber auch sehr komplexe Thema Evolution der Religiosität aus verschiedenen Perspektiven so darzustellen, dass auch für Nichtfachleute der neueste Stand der Forschung auf diesem Gebiet verständlich wird. Um das zu erreichen, müssen die Autoren allerdings weit ausholen und insbesondere die Bereiche Evolutionstheorie, Soziobiologie, Kognitionspsychologie und Neurotheologie näher erläutern. Dabei wird aber nicht das eigentliche Thema aus den Augen verloren und der Text ist auch sprachlich so gestaltet, dass man gerne weiter liest. Zur besseren Verständlichkeit tragen außerdem etliche Abbildungen und Tabellen bei. Das Buch fordert seinem Leser durchaus eine gewisse intellektuelle Anstrengung ab, dafür wird er aber durch wirklich neue Einsichten und Erkenntnisse reichlich belohnt.
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