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Der Gott des Gemetzels [Blu-ray]


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Produktinformation

  • Darsteller: Jodie Foster, John C. Reilly, Kate Winslet, Christoph Waltz
  • Regisseur(e): Roman Polanski
  • Format: Widescreen
  • Sprache: Deutsch (DTS HD 5.0), Englisch (DTS HD 5.0)
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Highlight
  • Erscheinungstermin: 10. Mai 2012
  • Produktionsjahr: 2011
  • Spieldauer: 80 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (186 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B006E02I1E
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.015 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Zwei Elfjährige prügeln sich auf einem Spielplatz. Dabei werden einem der beiden Jungen die Zähne ausgeschlagen. Die Eltern des "Opfers", Penelope und Michael, haben die Eltern des "Übeltäters", Nancy und Alan, eingeladen, um den Vorfall wie vernünftige Menschen zu klären. Was als friedlicher Austausch über Zivilisation, Gewalt und Grenzen der Verantwortlichkeit beginnt, entwickelt sich schon bald zu einem Streit voller Widersprüche und grotesker Vorurteile. Und schließlich platzt die dünne Haut der bürgerlichen Kultiviertheit auf: Vier Erwachsene geraten aus der Fassung. Brutal und rücksichtslos werden Normen und Regeln gebrochen, provoziert und schließlich wird deutlich, dass sie alle hinter ihrer zivilisierten Maske einen "Gott des Gemetzels" anbeten. Auf dem Schlachtfeld dieser Tragikomödie versinkt am Ende nicht nur ein Handy in der Tulpenvase...

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„Das ist der unglücklichste Tag meines Lebens“, sagt Penelope am Ende. Ihr Mann Michael kann ihr nur zustimmen, und Nancy und Alan ergeht es nicht anders. Zu Beginn des Films sind die beiden gerade dabei zu gehen: Ihr Sohn Ethan hat seinem Klassenkameraden Zachary bei einem Streit zwei Zähne ausgeschlagen. Nun sind die Eltern zusammengekommen, um „wie vernünftige Menschen“ den Vorfall zu klären. Das scheint auch gelungen: Nancy und Alan sind bemüht, das Verhalten ihres Sohnes zu entschuldigen. Doch anstatt sie gehen zu lassen, lädt Michael das Ehepaar noch zu Kaffee und Kuchen ein. Von da an geraten die Dinge außer Kontrolle. Was als Gespräch über Kinder, Erziehungsmethoden und kultiviertes Verhalten beginnt, entwickelt sich zu einer handfesten verbalen Auseinandersetzung über Aufrichtigkeit, Verantwortung und Lebensansichten im Allgemeinen. Die Situation wird grotesk: Bald heißt es Männer gegen Frauen, jeder gegen jede. Auf dem Schlachtfeld der Gefühle, verletzter Eitelkeiten und purem Zynismus fallen die bürgerlichen Fassaden, werden Grenzen überschritten: Der Gott des Gemetzels entfaltet seine Macht.

Der Film von Oscar-Preisträger Roman Polanski basiert auf dem gleichnamigen erfolgreichen Theaterstück der französischen Autorin Yasmina Reza. Polanski erweist sich wieder einmal als Meister der Konventionen, die es nach allen Regeln der Kunst auseinander zu nehmen und zu enttarnen gilt. Die Dialoge sind geschliffen scharf, die Schauspieler brillant. Den Dialoggefechten von Jodie Foster, Kate Winselt, John C. Reilly und Christoph Waltz zu zuhören, die sehenden Auges in die Katastrophe stolpern, ist ein königliches Vergnügen. Vor allem Christoph Waltz ist in seiner lakonischen Art hervorragend. Wenn das Handy schließlich in der Blumenvase landet und Nancy sich im wahrsten Sinne des Wortes einmal so richtig auskotzt, gibt es kein Halten mehr. Großartiges Kino! -- Ellen Große -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: DVD .

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Joroka TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 14. Juli 2013
Format: DVD
Zwei Elternpaare treffen sich im Zuhause der einen, weil ihre Söhne einen handfesten Streit hatten und der eine dem anderen dabei zwei Zähne ausgeschlagen hat. Man ist bestrebt, die Sache zivilisiert und möglichst schnell zu bereinigen. Doch die Ansichten, wie das zu bewerkstelligen sei, gehen auseinander. Zunächst verhält man sich noch höflich und zurückhaltend, bald und dann rasch zunehmend bröckelt jedoch die Fassade der Konventionen ab. Man verlässt den Weg der bürgerliche Zurückhaltung und Kultiviertheit und zeigt das versteckte, verzerrte Gesicht hinter der Maske....

Roman Polanski nimmt vier Weltklasse-Schauspieler und lässt sie in nur gut 70 Minuten in einer begrenzten Wohnung in New York agieren. Das Werk ist natürlich unglaublich dialog-lastig, in der Art, dass man Woody Allen schon hinter dem Schrank hervorzutreten ahnt. Ich kam kaum aus dem Staunen heraus und war begeistert, dass dann doch mal wieder eine cineastische Überraschung gelingt. Am besten haben mir persönlich übrigens Christoph Waltz und Jodie Foster gefallen.

Extras: über eine halbe Stunde Interviews mit den 4 Darstellern, natürlich auf Englisch; außerdem Darstellerinformationen (als Text) und Trailer

Fazit: Aus seine Art ein kleines Meisterwerk.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ramona am 22. Dezember 2013
Format: DVD
Für mich hat der Film nur einen einzigen Mangel: er ist zu kurz.

Als ich am Ende den friedlich vor sich hin mümmelnden Hamster im Park sah, dessen Aussetzung als einer der Nebenkriegsschauplätze dieses Gesinnungsabgleichs zweier Frauen und Männer herhielt, war für mich gefühlt erst eine Viertelstunde vergangen und ich hätte mich gefreut, wenn es ohne Knopfdruck von mir gleich noch mal von Vorne los gegangen wäre.
Denn diese Verbalakrobatik und mimische sowie gestische Höchstleistung habe ich mir gleich 2 Male hintereinander zu Gemüte geführt.

Aber Kammerstücke sind eben keine Serien, und dürfen natürlich auch nicht dazu verkommen.

Genial, dieses Schlussbild, denn der Hamster, der diesem menschlichen Kammerstück entkommen war, hatte offensichtlich einen glücklichen Tag: in der Luft herum schnuppernd einfach nur SEIN, statt denkend und redend - und damit wohl naturbedingt gleich streitend, sobald mensch das sichere Gefilde des Smalltalks verlässt- Zeit und Energie zu vergeuden.

Die vier Protagonisten - absolute Starbesetzung, einfach brillant- dagegen waren sich am Ende nur über eines klar geworden : dass dieser Tag der unglücklichste in ihrem Leben sei.

Wobei mir eine Anmerkung von Andre Heller einfiel : "Ehe Du das Datum beachtest, wisse, dass jedes das schwierigste ist."

Wir um idealisierte Selbstbildnisse bemühten Menschen, unsere Kommunikationsversuche, die schon dann meist scheitern, wenn noch kein Konflikt zur Lösung ansteht; und unser Frust über die wohl Tatsache, dass jeder jeden mehr verärgert als beglückt, uns ist nicht recht zu helfen.
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125 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von MissVega am 2. Dezember 2011
Format: DVD
(Kinoversion)

Roman Polanski hat mit "Der Gott des Gemetzels" sozusagen eine ernste, teilweise bitterböse Variante eines typischen Woody Allen-Films gedreht. Wie bei Allen, sind in diesem Film eigentlich die Worte die Hauptdarsteller, wobei natürlich auf einen ausgezeichneten Cast nicht verzichtet wurde. Und wo Allen zwinkernd und schmunzelnd eher seichte menschliche Abgründe bloßlegt, geht Polanski in die Vollen und reißt den Beteiligten mit sprachgewandter Macht die Masken der political correctness vom Gesicht und entblößt menschliche Schwächen, Vorurteile, Neid und Boshaftigkeiten. Und dank des ausgezeichneten Drehbuchs von Yasmina Reza, die hier ihr eigenes Theaterstück filmgerecht umgeschrieben hat und einem Cast, der darstellerisch zur Höchstform aufläuft, ist aus "Der Gott des Gemetzels" eine fulminante Wortschlacht geworden, die gerne mit "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" verglichen werden darf. Und das Ganze in sehr runden, intensiven und kurzweiligen 79 Minuten.

Der 11jährige Zachary (Elvis Polanski) haut dem gleichaltrigen Ethan (Eliot Berger) eins auf die Omme, dieser trägt eine blutige Lippe und knapp zwei ausgeschlagene Zähne davon. Grund genug für die Eltern der beiden Rotzlöffel, sich zu treffen und die Situation wie Erwachsene zu klären. Dies geht allerdings gründlich nach hinten los, da die Eltern von Zachary, Nancy (Kate Winslet, "Titanic") und Alan Cowan (Christoph Waltz, "Inglorious Basterds") und Ethan, Penelope (Jodie Foster, "Das Schweigen der Lämmer") und Michael Longstreet (John C.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Nicht-die-Mama TOP 1000 REZENSENT am 9. Dezember 2012
Format: DVD Verifizierter Kauf
Deutsch ist eine sehr exakte Sprache. Da gibt es zum Beispiel das Wort "Stimmung". An deiner Stimme erkenne ich wie es dir geht und wie du dich fühlst. Musikinstumente können "verstimmt" sein. Der Klang ist nicht richtig und das Instrument muß erst wieder gestimmt werden. Das Stimmen einen Musikinstruments geschieht von außen und es erfolgt nach Regeln.
Im alten Griechenland wurden großartige Bühnenstücke aufgeführt. Die Schauspieler trugen Masken und die Zuschauer konnten nur am Tonfall(Sona) erkennen, wie der Schauspieler sich fühlt und welche Stimmung er gerade hat.
Auch wir tragen Masken. Wir setzen sie auf im Beruf, bei Besuch bei Freunden, bei der Einrichtung der Wohnung etc. Wir haben ein bestimmtes Bild von uns und spielen gewisse Rollen im täglichen Leben. Wir setzen die Maske auf und reden mit gebildeter Stimme und halten das dann für unsere Per-Sona.
Auch können diese Masken blitzschnell gewechselt werden. Ich sehe einen meiner Angestellten herablassend an ohne ein Lächeln im Gesicht. dann kommt mein Chef ins Büro und ich bin unterwürfig und lächle den Chef an. Das geschieht oft ohne das wir es überhaupt merken.
Meine Mutter z.B. war Ärztin. Sie konnte privat unglaublich herzlich sein.
Doch im Beruf oder bei Freunden setzte sie immer eine Maske auf. Dann spielte sie die Intelektuelle, die Akademikerin, war ein wenig herablassend und hatte immer ein paar medizische Fachausdrücke oder Zitate von berühmten Philosophen auf Lager.

Und genau um diese Masken geht es im Film.
Es treffen sich zwei Ehepaare um über den Streit ihrer beiden Kinder zu reden.
Jodie Foster z.B.hat in ihrer Rolle ein bestimmtes Bild von sich.
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Erscheinungsdaten DVD bzw. Bluray 1 05.03.2012
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