Kurzbeschreibung
"Deus e Brasileiro - Gott ist Brasilianer!" Diese Redewendung hört man oft in Brasilien. Meist ist sie ironisch gemeint, um sich über das eigene Schicksal und das des Landes lustig zu machen. Sie kann aber auch ernst gemeint sein, um dem Glauben Ausdruck zu verleihen, dass am Ende doch noch alles gut gehen wird.
In seinen Erinnerungen zeichnet Peter Overbeck ein anderes Brasilien als das modisch-gelbgrüne des Fußballs, Karneval und Capoeira. Mit seinem Kamerablick berichtet er von den Ärmsten der lateinamerikanischen Bevölkerung. Er zeigt ermutigende Bespiele von Widerstand und selbstbewussten Handeln.
Über den Autor
Peter Overbeck, geboren 1927, nach russischer Kriegsgefangenschaft Studium der Malerei. 1951 Auswanderung nach Brasilien, Arbeit als Kameramann und Regisseur von Werbe-, Dokumentar- und Spielfilmen. 1969-70 aktive Unterstützung von Marighelas illegaler Allianz zur Nationalen Befreiung. 1971 Übersiedlung nach Chile, Mitglied der Bewegung der Revolutionären Linken (MIR), 1973 nach dem Sturz Allendes Leben im Untergrund. 1975 Flucht und Rückkehr nach Deutschland. 1977 erneuter Umzug nach Brasilien. 1994 Übersiedlung mit der zweiten Frau Ruth nach Israel in ein Kibbuz. Engagement in der Friedensbewegung.