Produktinformation
|
Weaver hat als Amateurwissenschaftlerin für National Geographic die gefährdeten Berggorillas in Ruanda erforscht und beobachtet, und es ist eindeutig ihre Leidenschaft, die diesen sonst eher dahin plätschernden Film trägt. Sie zwingt den Anthroprologen Louis Leakey ihr bei der Erfassung der Berggorillas zu helfen. Sie sucht die Nähe der noblen Tiere und ist schließlich der erste Mensch, von dem man weiß, dass er freundlichen Körperkontakt zu diesen Tieren hat. Sie legt sich -- manchmal auch tätlich -- mit den Eingeborenen und Europäern an, welche die Gorillas als Trophäen dezimieren oder für die Zoos erjagen.
Leider sind sowohl Drehbuch als auch Regie eher schwerfällig und beschränken sich darauf, Fosseys faszinierende Obsession zu dokumentieren. Sie bieten keinen Einblick, welche Impulse einer einsamen Seele diese außerordentliche Frau dazu brachten, in die afrikanischen Berge zu klettern und eine solch starke Beziehung zu den Gorillas aufzubauen. Zu den klischeemäßigen Nebenrollen gehören ein ewig lächelnder, geschlechtsloser afrikanischer Seelenverwandter (John Omirah Miluwi), ein perfekter Freund (Bryan Brown), der zugunsten der Liebe zu den Gorillas fallen gelassen wird, und die üblichen stereotypen Schurken und Bösewichte.
Die Landschaftsaufnahmen von Afrika sind jedoch einfach spektakulär, und wer kann sich schon der Spannung zwischen den zwei Spezies entziehen, als die riesige dunkle Hand von Digit, Fosseys bevorzugtem Gorilla, zum ersten Mal in ihrer ausgestreckten Hand liegt? Gorillas im Nebel wird all jenen Spaß machen, die sich von Sigourney Weavers amazonenhafter Glut und dem reinen Feuer ihrer physischen und geistigen Leidenschaft mitreißen lassen -- und die eine leicht misanthrope Vorliebe für Beziehungen zwischen der Schönen und dem Biest hegen. --Kathleen Murphy
Die DVD habe ich mir kürzlich angeschafft und war nach dem Anschauen zwar nicht direkt enttäuscht, aber ich hatte den Film ein bißchen besser in Erinnerung. Zwar hat der Film, als ich ihn zum ersten Mal im TV sah, einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen, allerdings fielen mir beim wiederholten Sehen einige Dinge auf, die zu einem kleinen Punktabzug führen.
Die Story hat einige Längen, aber schließlich handelt es sich hier auch nicht um einen Actionfilm, sondern um die Biographie einer bemerkenswerten Wissenschaftlerin.
Sigourney Weaver spielt, wie in ihren meisten Filmem, wieder einmal brilliant. Die Oscar-Nominierung für ihre Verkörperung der Diane Fossey war allemal verdient. Den Wandel von der engagierten Primatenforscherin zur radikal durchgreifenden Tierschützerin meistert Sigourney Weaver hervorragend. Gegen Ende des Films wird sie immer mehr zur tragischen Figur, die sich in ihrem Kampf gegen die Ausrottung der Berggorillas leider auch von den Leuten entfernt, die eigentlich auf ihrer Seite stehen.
Da der Fokus des Films absolut auf Sigourney Weaver ausgerichtet ist, wirken die anderen Darsteller (z.B. Bryan Brown und John Omirah Miluwi) ein wenig farblos, können aber trotzdem noch mit guten Leistungen beeindrucken. Die klischeehafte Darstellung der Wilderer fällt leider etwas negativ auf.
Bemerkenswert sind auf jeden Fall die Aufnahmen, in denen vor Ort mit echten Gorillas gedreht wurde.
... Lesen Sie weiter... ›Es sollte die schwierigste Rolle ihrer Filmkarriere werden. Doch Sigourney Weaver, bis dahin in "Ghostbusters" und "Alien" zu sehen, meisterte die Aufgabe, die amerikanische Gorillaforscherin Dian Fossey zu verkörpern, bravourös und lieferte Regisseur Michael Apted eine perfekte Vorstellung. Eine besondere Herausforderung stellte die Rolle deshalb dar, weil die amerikanische Anthropologin eine so außergewöhnlich starke Beziehung zu den Menschenaffen entwickelte, dass sie für viele kaum nachvollziehbar hätte erscheinen können. Sigourney Weaver studierte daher gründlich den Charakter der Forscherin, die den Tieren zuliebe sogar ihre eigene Gefühle für den Fotografen Bob Campbell zurückstellte. Das Engagement und vor allem den erbitterten Kampf gegen Wilderer, die ihre Lieblinge auszurotten drohten, bezahlte Dian Fossey mit ihrem Leben. Zuletzt war sie zunehmend verschroben geworden, eine einsame Kämpferin in den unzugänglichen Bergen Ruandas. Mit Apteds Film entstand das sehr eindrucksvolle Bild eines modernen wissenschaftlichen Abenteuers, das durch die Landschaftsaufnahmen in Zentralafrika und durch die einfühlsamen Szenen mit den Gorillas besticht. Für Sigourney Weaver waren die "Gorillas im Nebel" der internationale Durchbruch.
... Lesen Sie weiter... ›
|
|
|