Dieses Buch ist außergewöhnlich. Es erzählt auf berührende Art und Weise die Begegnung Dian Fosseys mit den Gorillas, über deren Familienverbände und Beziehungen untereinander. Der Leser wird geradezu mit ins Geschehen aufgenommen. An vielen Stellen geht es auch um die rein wissenschaftliche Sicht, z.B. im Anhang die vielen Autopsieberichte, was allerdings gar nicht mal uninteressant ist. Zusätzliche, wunderschöne, aber auch viele grausame Fotos unterstreichen die Eindringlichkeit des Buches. Dian Fossey war eine einmalige Frau, und genauso einmalig ist dieses Buch.
Eine besondere Freundschaft verband Dian Fossey mit dem Gorilla Digit. Sie begleitet jedes Tier auf seinem Lebensweg, doch dieser Gorilla wird jedem Leser in Erinnerung bleiben. Gerade deshalb rührt sein grausamer Tod durch Wilderer, der vielen der beobachteten Gorillas widerfuhr, zu Tränen. Es ist unbegreiflich, wieviele Gorillas ihr Leben wegen Fallen lassen müssen. Eine sehr bewegende Erzählung ist auch die der beiden kleinen Affenbabys, die Dian in ihrer eigenen Hütte großzieht und sogar auswildert.
Die Autorin hat eine faszinierende, anziehende und tolle Schreibweise. Sie schildert die Ereignisse, wie sie waren und lässt auch die Bestechlichkeit der Beamten Ruandas nicht aus.
Insgesamt ist das Buch informativ, wunderschön und traurig zugleich. Traurig stimmt es vor allem durch die zwingende Gewissheit, dass die Berggorillas von Ruanda in einigen Jahren vielleicht ausgestobren sind. Informativ durch die vielen wissenschaftlichen Beobachtungen, die das gesamte Buch darstellen. Wunderschön druch die Begegnung Gorilla und Mensch, die so nah wohl nie vorher stattfand und es wohl auch nie wieder in dieser Formn geben wird.