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Gordon: Roman
 
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Gordon: Roman [Taschenbuch]

Edith Templeton
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (1. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548605451
  • ISBN-13: 978-3548605456
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 247.680 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Edith Templeton
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Neuauflage des erotischen Romans Gordon der inzwischen 88-jährigen Autorin Edith Templeton ist eine kleine Sensation. Im Jahr 1966 erstmals im Verlag von Lolita und Naked Lunch auf Englisch publiziert, wurde das Buch schon bald wegen angeblicher Obszönität zum Skandal. Zwei Jahre später verschwand es in einer Paperback-Reihe mit anrüchigen Werken "pikanter Literatur für den Herrn". Das war nicht nur schade, sondern auch ungerecht. Denn Gordon ist nicht nur gute, sondern beste Literatur für beide Geschlechter.

Templetons Roman erzählt die Geschichte einer verhängnisvollen Leidenschaft. Im London der Nachkriegszeit freundet sich die 28-jährige Louisa mit einem ebenso hübschen wie dämonischen Mann an. Der Psychiater Richard Gordon ist offenbar in der Lage, Louisas geheimste Gedanken und Sehnsüchte zu erraten -- und verstrickt sie nach einer kurzen Verführung in ein sexuelles Geflecht aus Zuneigung und Ekel, das ihre Werte und moralischen Anschauungen mit dem bittersüßen Mantel des Verbotenen und Verruchten überspannt. Dann verschwindet Gordon spurlos -- und mit seinem Verschwinden taucht die Frage auf, wer eigentlich über wen wirklich Macht besessen hat...

Templetons Gordon ist ein virtuos komponiertes Kabinettstück psychologischer Prosa, das auch den Leser nach einem schnell erzählten Anfang mitreißt in einen Strudel aus Leidenschaft und "Sex und Grausamkeit": Eine Amor fou ohne Vergangenheit und Zukunft, die neben Lolita und Naked Lunch bestens bestehen kann. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

In einem Pub wird die 28-jährige Louisa von einem älteren Mann angesprochen. Nur eine knappe Stunde später gibt sie sich ihm auf einer Gartenbank hin. Was wie eine klassische Affäre beginnt, wird zu einer Beziehung, in der Abgrund und Faszination nah beieinander liegen - die wahre Geschichte einer pysischen und psychischen Abhängikeit bis in den Tod.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Ich-Erzählerin Louisa schildert ihre Beziehung zum dem Psychologen Richard Gordon, der sie geistig und körperlich völlig in Besitz nimmt. Eine Geschichte von Vergewaltigung, Dominanz, absoluter Unterwerfung und Abhängigkeit, von Liebe und Zerstörung.

Gordon ist für Louisa ein „furchteinflössender Zuchtmeister" (S. 190), der sie auf „langsame, gleichmäßige, unerbittliche Weise" nimmt (S. 181). Gordon hat während der gesamten Beziehung das Sagen, Louisa ist die Befehlsempfängerin.

Obwohl sie sich zu sträuben scheint, „lechzte" sie danach, „von ihm zerschmettert und vernichtet zu werden" (S. 71). Sie legt sich hin, „breitet die Schenkel aus" (S.129) und wird von ihm benutzt.

Die Ich-Erzählerin schildert den Geschlechtsakt mit nahezu klinischer Nüchternheit, fast mit der Distanz einer Unbeteiligten. Hingegen widmet sie den Schilderungen ihrer eigenen Psychoanalyse durch Gordon, der sie (unwissentlich) unterzogen wird, weitaus mehr Raum und wesentlich mehr Leidenschaft. Sie vermittelt den Eindruck als ob der Geschlechtsakt ein Beiprodukt der Analyse sei, obwohl doch mit Sex (ohne ihre Einwilligung) alles begann.

Für die heutige Zeit sind die Schilderungen der Sexszenen wirklich zahm und kein bißchen anstößig oder pornographisch. Kann mir aber vorstellen, dass dieser Roman in den sechziger Jahren schon allein durch die vorhandenen Andeutungen (z.B. dass Gordon Louisa wie einen Jungen nahm) die Sittenwächter auf den Plan brachte.

Fazit: Zwar interessant und intelligent geschrieben. Ein Juwel der literarischen Erotik (wie in der Kurzbeschreibung angekündigt) ist es für mich jedoch keineswegs, sondern eher eine Studie sexueller Pathologie. Daher auch „nur" vier Sterne.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannend und beklemmend 27. Oktober 2007
Von Lena Waider TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
In diesem Buch geht es um ein physische und psychische Unterwerfung, die zu immer stärkerer gegenseitiger Abhängigkeit führt, bis zu seinem Freitod hin. Sicherlich wirkt vieles aus heutiger Sicht recht veraltet (mehr als etwa 'Die Geschichte der O'), dennoch wird speziell der psychische Prozess sehr interessant geschildert, zumal das Buch insgesamt sehr gut geschrieben ist.

Louisa macht von Anfang an klar, dass sie 'Gordon' als Mann wenig attraktiv bis hässlich findet. Für manche LeserInnen dürfte das allein schon das Aus sein, um eine solche Geschichte genießen zu können. Trotzdem bekommt sie meines Erachtens gerade hierdurch seinen Reiz.

Die Sexualakte werden häufig nur angedeutet. Vieles bleibt der Phantasie des Lesers überlassen. Aktuelle Literatur dieses Genres ist da meist viel viel expliziter. Trotzdem fand ich gerade dies sehr anregend und erotisch, zu viele Details können nämlich auch das genaue Gegenteil bewirken.

Gordon ist Psychiater. Aus heutiger Sicht sind viele Gespräche etwas platt psychologisierend, wie das wohl in der damaligen Zeit noch so üblich war, als einige glaubten, alles und jedes in der menschlichen Psyche erklären zu können. Aber wenn man über solche Kleinheiten hinwegliest, dann handelt es sich hier dennoch um eine insgesamt wirklich spannende und beklemmende Schilderung.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helmut Cremers VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
In einem Pup in London beginnt die Geschichte. Es ist unmittelbar nach dem Krieg. Die 28-jährige Louisa sieht sich im überfüllten Shepherds nach Freunden um, kann aber nur Fremde entdecken. Wie beiläufig sieht sie einen Mann, von dem sie nicht besonders beeindruckt ist. Es ist der schottische Psychiater Richard Gordon, ein Mann in den Vierzigern. Noch in der nächsten Stunde wird er sie auf der Steinbank im Garten, nein, nicht verführen, benutzen wird er sie, ohne ihre Einwilligung und ohne ihren Widerstand. Aber sie wird es genießen, beschämen und sie wütend machen.

In den folgenden Monaten wird Gordon ihr unerbittlicher Zuchtmeister sein. Gordon befiehlt, er bittet nicht.Gordon vermeidet jede Zärtlichkeit. Gordon packt sie bei den Haaren, wenn sie sich sträubt. Gordon demütigt und erniedrigt sie. "Männer müssen handeln," sagt Gordon, "Frauen müssen weinen." Und Louisa empfindet "Frieden und Zufriedenheit, wie sie es noch nie zuvor erlebt hat." Sie fühlt sich als "Frau wie für ihn gemacht."

Mit der Zeit jedoch verliert Gordon immer mehr seine Dominanz über sie. Zu groß wird seine Abhängigkeit, zu groß die Gefahr, nicht mehr von ihr los zu kommen. "Sexuell würde er nie von mir genug bekommen," denkt Louisa, "deswegen muss Schluss sein. Er will mich nicht loswerden, deswegen muss er mich loswerden." Und Gordon schickt Louisa fort. Als er Jahre später Louisa noch einmal besucht, nimmt sich Gordon danach das Leben. Über diesen Verlust kommt sie nie hinweg, denn Gordon war die größte Liebe ihres Lebens.

Stand Edith Templetons Roman: "Gordon" vor vierzig Jahren auf dem Index, so wirkt er heute auf mich wie von gestern: verstaubt eben (darum ein Stern weniger).Trotzdem ist es sehr interessant,etwas über die Gefühle und die Sexualität der früheren Generation zu erfahren.Auffallend ist die immer gegenwärtige Ehrfurcht vor dem Mann.Vor allem ist die Geschichte leicht und doch sehr intensiv erzählt. Immerhin ist es die Geschichte der heute 86-jährigen Edith Templeton und die hat sie vor sechzig Jahren selbst erlebt.

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