Sepias erstes Album enthält viele Stücke, die auf ihre Weise zu Ohrwürmern werden können. Wer Mantus mag, wird die Musik auf jeden Fall gut finden. Problematischer gestaltet es sich mit der Sängerin, deren Stimme mir persönlich zwar sehr gut gefällt, aber nicht im klassischen Sinne als "gut" bezeichnet werden kann (man sollte auf jeden Fall vorher hereinhören, denn wem die Stimme zu schlecht ist, wird keine Freude an dem Album haben).
Die Texte enthalten meines Erachtens eine ergreifende emotionale Tiefe und einige gehen richtig unter die Haut.
Anspieltipps sind "Keine Worte", "Kalt" und "Königin", bei denen man sich zum Teil auch in die Protagonistin / das lyrische Ich hineinversetzen kann; jedes einzelne Stück enthält Verzweiflung, Melancholie und Ausweglosigkeit, einige beinhalten auch neuen Mut und Hoffnung. Auf jeden Fall hat diese Mantus-Nachfolgeband es geschafft, das hohe Niveau auf inhaltlicher sowie auf klanglicher Basis zu halten (zum Teil auch zu verbessern) und die Stimme ist eben Geschmackssache.