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Goodbye Mr. Socialism: Das Ungeheuer und die globale Linke
 
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Goodbye Mr. Socialism: Das Ungeheuer und die globale Linke [Broschiert]

Antonio Negri , Raf Valvola Scelsi , Klaus Bittermann , Thomas Atzert
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Broschiert: 239 Seiten
  • Verlag: Bittermann; Auflage: 1., Aufl. (März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3893201300
  • ISBN-13: 978-3893201303
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 620.008 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eingängig und mit großem Nachdruck, doch nie dogmatisch, entfaltet Antonio Negri seine theoretischen Prämissen wie seine politische Kritik. Die Veränderung der Welt bleibt notwendig und ist möglich, so seine Überzeugung, doch wäre es tragisch, würde eine globale gesellschaftliche Linke ihre Perspektive Sozialismus nennen, der doch historisch wie aktuell nur »ein anderes Modell für die Herrschaft des Kapitals« anzubieten weiß. Und deshalb: »Goodbye Mr. Socialism«. Mit einem aktuellen Postscriptum "We must try!" über Krise und Rebellion, ein Gespräch mit Thomas Atzert.

Der Verlag über das Buch

Das gemeinsame Handeln der Globalisierungsbewegung, sein Sichtbarwerden, Verschwinden und plötzliches Wiederauftauchen an anderer Stelle, unter anderem Namen, bilden den Gesprächsfaden zwischen Antonio Negri und Raf Valvola Scelsi. Das Buch ist in 15 Kapitel gegliedert. Von der Bewegung des Tienanmen-Platzes und vom Fall der Berliner Mauer bis zum Krieg im Irak, von der zapatistischen Erhebung in Chiapas und dem Metropolenstreik in Paris bis zu den Regulierungsversuchen des globalen Kapitalismus, von den Manifestationen der kritischen Globalisierungsbewegung in Seattle oder Genua und vom praktischen Internationalismus der Migration bis zu den widersprüchlichen Erfahrungen progressiver Regierungen in Lateinamerika spannt sich der Bogen. In oft überraschenden Wendungen, plötzlichen Einsichten aus ungewohntem Blickwinkel gleich, suchen die Autoren das Gemeinsame in den Kämpfen um Befreiung und heben die Subversionen des Bestehenden hervor, verteidigen sie gegen die Niederlagen in den Konterrevolutionen der Epoche.

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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Obama als Lichtgestalt? 11. Dezember 2009
Format:Broschiert
Der 76jährige Philosophieprofessor Antonio Negri hat durch seine Verfolgung und Inhaftierung durch den italienischen Staat einige Bekanntheit erlangt. Zur Zeit wird er mit einem neuen Buch, zahlreichen Auftritten vor protestierenden Studierdenden und groß aufgemachten Interviews der bürgerlichen Presse massiv gepuscht.
'Goodbye Mr.Socialism' ist der aggressive Abgesang an jedwede sozialistische Perspektive und eine Abrechnung mit 'der globalen Linken', zu der Negri unterschiedslos Sozialdemokraten, Grüne und Revisionisten mit Revolutionären und Marxisten-Leninisten in einen Topf wirft, um sie samt und sonders zu verdammen.
Die Arbeiterklasse ' für Marxisten-Leninisten die einzig revolutionäre Kraft - kennt der Professor nur als bedauernswerte 'Figur des Massenarbeiters', die eh vom Untergang gezeichnet ist. Dass weltweit in den Niederlassungen der internationalen Übermonopole ein auch zahlenmäßig wachsendes Industrieproletariat auf höchstem Niveau arbeitet ' und mehr und mehr sich auch im Kampf organisiert ' das ist dem Professor glatt entgangen. Rebellion gegen bestehende, durchaus kritikwürdige Zustände, ist ' wenn überhaupt - nur einer verschwommenen 'Multitude' zuzutrauen. Die führende Rolle in der auch von ihm ersehnten antiautoritär-anarchistischen Revolte kann demnach nur die kleinbürgerliche Intelligenz haben. Dafür hat Negri eigenes eine 'immaterielle Produktion' erfunden, 'weil die kognitive lebendige Arbeit zur wichtigsten Produktivkraft geworden ist, die das System am Laufen hält.'(S.165)
Wenn einer völlig davon absieht, dass irgendwer die materiellen Dinge produzieren muss, die auch ein supergescheiter Professor zum essen, trinken, wohnen und sich kleiden braucht, dann kann er seinen Idealismus ruhig weiter spinnen: 'Das bedeutet Freiheit, wenn du nicht gezwungen bist, zur Arbeit zu gehen, und dir das Erfinden des Neuen, gemeinsam mit anderen, Freude bereitet.' (S. 63)
Dieser bewussten Irreführung entspricht auch die Methode des Buches, das als Interview im Stil einer langatmigen Talkshow angelegt ist. So kann Negri weite Bögen spannen vom Aufstand der Zapatisten im mexikanischen Chiappas, zu den Antiglobalisierungsprotesten in Genua, über den 'Kommunismus des Kapitals' in Davos, zur Situation in Brasilien, Iran oder China. Zu allem und jedem verbreitet er ein pseudowissenschaftliches Kauderwelsch ' belegen braucht er keine seiner gewagten Thesen.
Aber in all dem 'Katastrophismus der Linken angesichts der Krise' taucht doch für Negri doch eine Lichtgestalt auf:'Im Hinblick auf staatliches Handeln in der Krise steht, würde ich sagen, weltweit Barack Obama sehr klar für eine linke Kraft. Tatsächlich hat Obama ein Programm auf den Weg gebracht, das sich neben den Banken und den unmittelbaren Kapitalinteressen zugleich verschiedener wichtiger Belange des Proletariats annimmt, wenn er etwa die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Autobmobilindustrie unterstützt und ganz allgemein Hilfen für Hypothekenkreditnehmer bereits stellt. ' Für mich zeichnet sich hier eines der zentralen Elemente einer künftigen linken Politik ab, einer kommunistischen Politik, auch in Europa und anderen fortgeschrittenen Ländern.' (S. 221 f)
Ob Negri bei den etwa 80.000 Automobilarbeitern, die seit Obamas Amtsantritt ihre Jobs verloren Beifall bekommt, oder bei den Hunderttausenden, die ihre Häuschen räumen mussten und nun in Wohnwagen hausen ' oder bei den 30.000 US-Soldaten, die über das bisherige Kontingent hinaus zum Himmelfahrtskommando nach Afghanistan geschickt werden?
Sie müssen doch wohl, wenn ein so schlauer italienischer Professor in ihrem Präsidenten das neue revolutionäre Subjekt entdeckt hat. Oder?
Anna Bartholomé
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