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Goodbye Istanbul
 
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Goodbye Istanbul [Broschiert]

Esmahan Aykol , Antje Bauer
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 355 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257237804
  • ISBN-13: 978-3257237801
  • Originaltitel: Savrulanlar
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 291.237 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Esmahan Aykol
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Mit ihren Kati-Hirschel-Romanen hat die türkische Autorin Esmahan Aykol eine Krimiserie erfunden, bei der sich niemand für die Mordfälle interessiert. Schuld daran sind ihre schnoddrige Heldin und deren unterhaltsamen Seitenhiebe auf deutsch-türkische Befindlichkeiten und Vorurteile. Immigration ist zwar auch Hauptthema in Aykols drittem Roman, doch ansonsten bricht "Goodbye Istanbul" radikal mit dem Erfolgsrezept, will sehr viel mehr als nur leichtfüßig mit den Klischeebildern zweier Kulturen spielen und etabliert eine neue Erzählerin. Ece verlässt ihre Familie in Istanbul und geht nach London, um die unglückliche Affäre mit dem verheiraten Tamer zu vergessen. In England wird sie mit einer Gesellschaft konfroniert, die knallhart in soziale Schichten unterteilt. Sie kommt bei ihrer Cousine Aylin unter und muss sich als Tellerwäscherin in einem schmierigen Imbiss durchschlagen. Abends erzählt Ece der Cousine die Geschichte des gemeinsamen Großvaters, der als armenischer Flüchtling in Istanbul zum angesehenen Goldschmied wurde. Okay, den Kriminalfall wird wohl niemand vermissen. Aber kommen Aykol-Fans mit einer nachdenklichen und düsteren Familiengeschichte klar, die einen Bogen spannt vom türkischen Völkermord an den Armeniern zum trostlosen Schicksal türkischer Immigranten im heutigen London? Hoffentlich schon, denn solange regelmäßig der Paragraph zur "Verunglimpfung des Türkentums" strapaziert wird, sollte das von türkischen Nationalisten auf den Index gesetzte Armenien-Thema möglichst viele Leser finden. Zudem macht Aykol den Zugang leichter, indem sie eine große Fabulierlust auslebt und mit einer Liebesgeschichte gegensteuert, die Hoffnung macht. (cs) kulturnews.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Um einer unglücklichen Liebe zu entkommen, verläßt Ece ihre Heimatstadt Istanbul und beginnt ein neues Leben in London. Doch beim Tellerwaschen in einem Grillrestaurant stürzen tausend Erinnerungen auf sie ein, schmerzliche, aber auch schöne. Ece erkennt: Für einen Neuanfang ist Vergessen viel, Erinnern alles.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Esmahan Aykol Goodbye Istanbul
Diogenes ISBN 3257065698

Die junge Türkin Ece hat eines Tages genug von ihrem Leben in Istanbul!
Sie verlässt die Stadt und begibt sich nach London.

Sie lässt einen Vater zurück, der nach einem Unfall und Verlust eines Armes die ganze Familie tyrannisiert und eine unzufriedene Mutter, die nicht glauben kann, dass die Tochter ein Studium ins Auge fasst.
Tamer, den sie liebt und mit dem sie seit sechs Jahren eine Liaison hat, lässt sich allen Beteuerungen zuwider nicht scheiden, so dass sie keine Zukunftsaussichten mit ihm sieht.
Am schwersten aber wiegt der Verlust des Großvaters: mit ihm fühlte sie sich eng verbunden. Er hinterließ ihr, ohne dass die übrige Verwandtschaft davon wusste, ein beträchtliches Vermögen, mit dem sie einst ihr Leben selbständig in die Hand nehmen soll.

Esmahan Aykol entwirft das Bild einer modernen Stadt Istanbul, in der Frauen studieren und ein freizügiges Leben im Geheimen leben konnten.

Das Leben in der Fremde gestaltet sich dann für Ece befremdlich und anders, als sie es erwartet hat. Sie hat wie alle anderen, die sie dort antrifft, mit ihrer Existenzsicherung zu kämpfen.
Ece trifft eine Reihe von Landsleuten, die aus den verschiedensten Gründen ihr Land verlassen haben. Dabei offenbaren sich ihre Nöte und Armut, die sie bedenklich stimmen. Was ist aus den rosigen Vorstellungen geworden, mit denen sie in den Westen aufgebrochen war?

Die Autorin bietet mit dieser Erzählung eine eindringliche Darstellung des Lebens als Imigrantin. Istanbul und London, das sind zwei verschiedene Welten, und man muß sich erst einmal zurechtfinden.
Wenn es zu schlimm kommt, dann erinnert sich Ece des Großvaters, und da wird ihr warm ums Herz.
Sie weiß ihrer Cousine Aylin viele schöne Geschichten zu erzählen, die der Großvater, ein anerkannter Silberschmied, überliefert hat. Darin spiegelt sich die Geschichte des nahen Ostens mit den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Türken und Armeniern ebenso wieder wie die geheimnisvollen Legenden, die an Tausend und eine Nacht erinnern.
Mit den Erzählungen Eces, die sie alle vom Großvater übernommen hat, wird ein Bild des Lebens in der Türkei belebt, das im krassen Gegensatz zu dem modernen London steht.

Wie Aykol ihre Themen angeht, das geht zu Herzen. Die Bemühungen Eces, Erinnerung und Vergessen in ein adäquates Verhältnis zu bringen, zeigt die Willenskraft und Intelligenz der Protagonistin. Ob es ihr gelingen wird?

Die Gegenwart wird von der Vergangenheit und einer innerlich erwärmenden Beziehung zwischen Großvater und Enkelin überblendet.

Aykol ist eine starke Erzählung gelungen, in der die Charaktere mit markanten Eigenschaften in Erscheinung treten. Europa und der Orient sind im Format dieser Erzählung lebhaft als Gegensätze auszumachen.

Man kann das Buch uneingeschränkt empfehlen!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Orientalisch weitläufig 21. März 2009
Von Grüner Baum TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Mir hat das Buch nicht gefallen. Ich kannte die Autorin vorher nicht und habe das Buch gekauft, weil ich den auf dem Klapptentext angesprochenen Plot der Geschichte einer jungen Türkin in London interessant war und sich die ersten zwei Seiten gut gelesen haben.

Sprachlich ist der Roman auch im ganzen ok. Es gibt zwar ein paar ungelenke Abstürze, bei denen man innerlich etwas stutzt (z.B.: "Manchmal muss man die Dinge einfach dem Schicksal überlassen. Sag Dir einfach: 'Wird schon werden'."), aber im ganzen ist die Sprache flüssig und harmonisch und es gibt ein paar poetisch sehr gelungene Höhepunkte.

Der Schwachpunkt ist die Geschichte, vor allem, dass sie kaum vorhanden ist. Das Buch ist eine Ansammlung von vielen kleinen Geschichten, die nacheinander, nebeneinander, ineinander erzählt werden. Etwas, das ich als orientalische Weitläufigkeit empfinde. Das kann man machen und in den Romanen von Meir Shalev hat es mir z.B. sehr gut gefallen. Hier finde ich es allerdings nicht so gelungen. Es gibt keine Rahmenhandlung, die es zusammenhält eben keine 'Geschichte des Buches'. Ich habe einen Versuch gemacht und nach den ersten 100 Seiten einfach die letzten 20 Seiten gelesen: Außer an 2-3 drei kleinen Verweisen ist das kaum aufgefallen. Jeder Teil des Buches könnte auch an einem anderen stehen. Die einzelnen Geschichten gehen nicht harmonisch ineinander über. Kaum hat eine Geschichte angefangen, fängt eine neue an und man weiß nicht warum; weder warum die erste schon vorbei ist, noch warum gerade jetzt die zweite folgt.

Von den beiden Welten, die beschrieben werden, nämlich die eher 'alte' Welt des Großvaters der Heldin und das heutige London, kann auch nur die erste gefallen. Hier gibt es interessante oder ergreifende Beobachtung, Gedanken oder Bilder (wenngleich auch bei weiten nicht so kraftvoll hinsichtlich Gedanken oder Schilderung wie bei anderen Autoren); ihre Sicht auf die heutige Welt empfinde ich sehr alltäglich-belanglos. Das mag inhaltlich interessant sein, aber dann lese ich lieber eine Zeitungsreportage über Schicksal und emotionale Verfassung einer Immigrantin oder das ganze eingebaut eine spannende Krimihandlung. Bei einem Roman wünsche ich mir eine tiefer gehende, poetischere Sicht auf die Dinge und die finde ich hier nicht.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Istanbul in anderem Licht 21. Januar 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist mit Leichtigkeit geschrieben, obwohl auch ernste Themen vorkommen. Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt der Figuren und der geschichtliche Hintergrund. Es hat mich neugierig gemacht, Istanbul noch näher kennen zu lernen und türkiosche Mitbewohner doch etwas anders zu sehen. Phantastisch sind auch die Beschreibungen des Goldschmiedehandwerks und im Gegensatz dazu das Leben in London.
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