Es liegt in der Natur der Glosse, dass sie satirisch und polemisch ist. Bei Garbe fällt es jedoch schwer, was seine ernst gemeinte Meinung und was das überzogen vereinfachte, sarkastische Element ist. Manchem mag dieser Stil gefallen, den Geschmack der großen Allgemeinheit wird aber er aber wohl kaum treffen.
Es drängt sich die Vermutung auf, dass hier jemand nur auf der Erfolgswelle von Bastian Sick mitschwimmen wollte. Schade, denn eigentlich braucht es Bücher wie "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", um die Sprachbetrachtung ins Laufen zu bringen - denn Sprachwandel und die damit manchmal verbundenen Wortungeheuer sind nicht erst seit Kurt Tucholsky ein Thema.
Fazit: Man kann dieses Buch kaufen, muss aber nicht. Wer Spaß an amüsant geschriebenen Glossen zur Sprache hat, sollte zu anderen Büchern greifen, denn es gibt Autoren, die lustigere Glossen geschrieben haben.