Welten trennen uns von einer Aussage von Jonas Salk, dem Erfinders eines Impfstoffes gegen Kinderlähmung, aus den 50er Jahren. Auf die Frage, wem das Patent gehöre, antwortete er: "Der Menschheit. Es gibt kein Patent. Können Sie sich ein Patent auf die Sonne vorstellen?" Heute sind immer mehr Bestrebungen seitens der Pharmakonzerne zu beobachten, das Leben selbst zu patentieren. Drei bekannte Psychologen untersuchen in diesem Buch, wie Menschen lösungsorientiert mit solchen Konflikten umgehen: Sie besitzen den Ehrgeiz und die Verantwortung, fachlich und ethisch hochwertige Produkte zu liefern, werden jedoch durch die Gesetze des Marktes und der modernen Technologien beeinträchtigt. Exemplarisch knüpfen sich die Autoren die Bereiche Gentechnologie und Journalismus vor, zwei Branchen, die den Menschen potenziell am stärksten beeinflussen. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich aber größtenteils auch auf andere Branchen übertragen. Trotz der teilweise abstrakten soziologischen Perspektive ist das Buch flüssig und leicht verständlich geschrieben. Wir empfehlen es allen, die trotz rasanter Veränderungen ihren ethischen Grundsätzen treu bleiben wollen.