Nicht nur in Deutschland versucht man jedes noch so erfolgreiche Medienphänomen auszumelken bis zum Ende. DSDS hier, Popstars da, doch auch in den USA schleicht sich langsam der Gedanke ein, dass man mit einigen Künstlern so richtig Asche machen kann. "Leidtragende" ist in diesem Fall RnB/Pop-Hitsängerin Rihanna. Wurde in den letzten 1 1/2 Jahren unglaubliche 8 (!!!!) Singles aus ihrem Album "Good Girl Gone Bad" veröffentlicht, wird nun auch noch ein Remixalbum von den Hits, die zweifelsohne natürlich auch einige gute Ohrwürmer hervorbrachten, veröffentlicht. Qualität bleibt bei den lauwarmen Mixen auf der Strecke, so werden zb die Hits "Umbrella" und "Disturbia" gleich mal so richtig zu Pseudo-Dance-Songs verwurstet. Zumindest der folgende Mix von "Shut Up And Drive" könnte die Dancefloors zum kochen bringen, aufgrund des knackigen Bassbeats. Wer sich allerdings einen 8 minütigen Remix des Nervenkillers "Don't Stop The Music" anhören soll, entzieht sich mir jedoch jeglicher Kenntnis. Das Problem an den meisten Mixen wie zb "Hate That I Love You" ist, dass sie vornehmlich für die Disco produziert sind. Aus den catchy Songs hätte man eine ganze Menge rausholen können, wenn man sich auch mal an andere Stile herangewagt hätte. Das ist jedoch nicht der Fall und so werden selbst die vormals erträglichen Songs zu schlechten Eurodancenummern verbraten. Klarer Fall von Ausverkauft: Dürfte im Sinne des Geldbeutels der Sängerin sein, aber ihr musikalischer Wert könnte dadurch enorm leiden.